Die Hofrichter (des Chorgerichts) zu Eichstätt geben Gerichtsbrief: Vor ihnen waren erschienen 1) als Kläger der geistl. Herr Conrad Schehss als Vertreter des Abtes Otto und des Konventes in Castell 2) als Beklagte: Vlrich Wurm, Bauer in Pelchenhouen(1), als Vertreter der Bauern und der Gemeinde daselbst. Der letztere beantragte Termin, der auf den 15. März festgesetzt wurde. An diesem Tage erschienen: 1) als Vertreter des Hauptvertreters Augustin Mogis, Kleriker des Breslauer ("Bratislaviensis") Bistums. 2) als Vertreter der (unten genannten) Bauern von Pelchenhofen Heinrich Müllner und Vlrich Pawmgartner mit einem Gewaltbrief des Chunrad Frost, Klerikers des Strassburger Bistums und Kaiserlichen Notars. Die Klage ging auf Entrichtung des grossen Zehntens in Pelchenhofen ohne die bisher von den Bauern gemachten Abzüge für Schnitter, Hausfrauen, Kinder, Knechte, Bader, Schmiede, Büttel und andere Arbeiten sowie des Snitprotes("panis messorum, quod vulgariter dicitur snitprot). Die Angeklagten versprechen das. Ueber die Gerichtskosten sollen sich die Parteien einigen, sonst hat der Kläger die Entscheidung. Auf Verlangen müssen die Geistlichen diese Entscheidung öffentlich auf der Kanzel verkünden. Bauern von Pelchenhofen: Stephen Frykenhover; Vlrich Wolff; Heinrich Müllner; Merklin Vogler; Chünczlin Verchel; Heinrich Verchel; Vlrich Hohman; Conrad Rot d. Aeltere;Conrad Rot der Jüng., Heinrich Rot; Henslin Peheym; Rudlin Cleberger; Fridelin Ebrolt; Vlrich Wurm, Heinrich Kleberger gen. Hager; Chünczlin Peck; Heinrich Po{e}lhauser; Vlrich Mayr; Vlrich Vogler; Vlrich Podmer; Vlrich Weyss; Johannes Podmer; Vlrich Smid; Gredel Sighartin; Anna Sneyderin.

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Staatsarchiv Amberg
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