Nachlass Hermann Haering (* 1886 + 1967) (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, J 40/15
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Sammlungen >> Sammlungen zur Landesgeschichte und Landeskunde >> Wissenschaftliche Nachlässe von Archivaren und Historikern (20. Jh.)
Überlieferungsgeschichte
Hermann Haering wurde am 4. Mai 1886 als Sohn des Theologieprofessors Theodor Haering in Stuttgart geboren. Nach dem Studium von Geschichte, Germanistik und Latein in Tübingen, Bonn, Berlin und Freiburg kam er 1910 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an das Generallandesarchiv Karlsruhe. Im Ersten Weltkrieg schwer verletzt wechselte Haering 1919 an die Universitätsbibliothek Tübingen, wo er insbesondere die Handschriftensammlung und das Universitätsarchiv zu betreuen hatte. 1933 wurde er zum Archivdirektor und Leiter der Württembergischen Archivdirektion Stuttgart ernannt, 1935 übernahm er den Vorsitz des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins, 1936 der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte. 1945 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen, woraufhin er die Leitung des in das Ludwigsburger Schloss ausgelagerten Archivs der evangelischen Landeskirche Württembergs übernahm. Haering starb am 18. Dezember 1967.
Die Unterlagen aus dem Nachlass Hermann Haerings wurden zum größten Teil von der Tochter Agnes Zeller 1990 an den Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein übergeben, von dem sie im Jahr 2001 in das Eigentum des Hauptstaatsarchivs Stuttgart übergingen. Ein Teil der Tagebücher kam über Frau Dr. Sybille Grube-Bannasch aus dem Nachlass ihres Vaters im Juni 2002 in das Hauptstaatsarchiv.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem sehr aussagekräftige Tagbuchserien, die Hermann Haering seit 1898 bis zu seinem Tod 1967 geführt hat. Sie geben tiefen Einblicke in sein privates und berufliches Leben sowie in das politische und gesellschaftliche Leben seiner Zeit. Daneben finden sich Unterlagen zu seiner beruflichen Tätigkeit im Archivwesen, in der Kommission für geschichtliche Landeskunde und dem Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein.
Hermann Haering wurde am 4. Mai 1886 als Sohn des Theologieprofessors Theodor Haering in Stuttgart geboren. Nach dem Studium von Geschichte, Germanistik und Latein in Tübingen, Bonn, Berlin und Freiburg kam er 1910 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an das Generallandesarchiv Karlsruhe. Im Ersten Weltkrieg schwer verletzt wechselte Haering 1919 an die Universitätsbibliothek Tübingen, wo er insbesondere die Handschriftensammlung und das Universitätsarchiv zu betreuen hatte. 1933 wurde er zum Archivdirektor und Leiter der Württembergischen Archivdirektion Stuttgart ernannt, 1935 übernahm er den Vorsitz des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins, 1936 der Württembergischen Kommission für Landesgeschichte. 1945 wurde er aus dem Staatsdienst entlassen, woraufhin er die Leitung des in das Ludwigsburger Schloss ausgelagerten Archivs der evangelischen Landeskirche Württembergs übernahm. Haering starb am 18. Dezember 1967.
Die Unterlagen aus dem Nachlass Hermann Haerings wurden zum größten Teil von der Tochter Agnes Zeller 1990 an den Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein übergeben, von dem sie im Jahr 2001 in das Eigentum des Hauptstaatsarchivs Stuttgart übergingen. Ein Teil der Tagebücher kam über Frau Dr. Sybille Grube-Bannasch aus dem Nachlass ihres Vaters im Juni 2002 in das Hauptstaatsarchiv.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält vor allem sehr aussagekräftige Tagbuchserien, die Hermann Haering seit 1898 bis zu seinem Tod 1967 geführt hat. Sie geben tiefen Einblicke in sein privates und berufliches Leben sowie in das politische und gesellschaftliche Leben seiner Zeit. Daneben finden sich Unterlagen zu seiner beruflichen Tätigkeit im Archivwesen, in der Kommission für geschichtliche Landeskunde und dem Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ