Fre U Freckenhorst Urkunden, 139
Fre U Freckenhorst Urkunden Freckenhorst Urkunden
Freckenhorst Urkunden
1686 November 14
Regest: Schicht- und Teilungsvertrag zwischen Agnes Aversahl, Witwe des Berndt Kuelmann, jetzige Ehefrau des Heinrich Sasse, mit ihrem minderjährigen Sohn aus erster Ehe Berndt. Vormünder sind Jost Drees und Johann Vesterodt. Das Haus wurde auf 105 Reichstaler geschätzt, wovon dem Sohn 52 Reichstaler 14 Schilling, zustehen. Da aber auch 81 Reichstaler Schulden da sind, verbleiben ihm noch 12 Reichstaler aus dem Haus. Das Hausgerät, wovon wenig vorhanden war, wurde auf 12 Reichstaler angeschlagen. Dem Sohn fallen noch zu ein eiserner Topf mit Henkel zu 6 Pfund, ein weiterer zu 5 3/4 Pfund, eine auf hohen Stollen stehende Kiste mit Schloß, eine offene Bettstelle und kleines Schränkchen. Der Eisenofen und eine Kuh zu je 3 1/2 Reichstaler bleiben ungeteilt bei der Mutter, die dem Sohn dafür die Ausbildung als Tuchmacher finanziert. Der Sohn erhält auch noch die Hälfte der bei dem Bauern Geistmann stehenden 10 Reichstaler und ein Paar Bettlaken, die er künftig von der Witwe Zacharias Storck zu fordern hat. Verhandelt zu Freckenhorst. Zeugen: Jakob Rahmenkötter und Ernst Heckmann. Notariatsinstrument des Heidenreich Menslage.
Wigbold
Ausf.ertigung Foliobogen, Unterschrift und aufgedrücktes Lacksiegel des Notars. - Darunter Vermerk von 1700 Februar 6 über eine Vereinbarung zwischen Mutter und Sohn über das Hausgerät.
Urkunden
Vorl.Nr.: 139
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:13 MEZ
Namensnennung 3.0 Deutschland