Die Schultheißen, Heimbürgen und Gemeinden der Flecken Bürg, Baach, Bretzenacker und Ödernhardt im Amt Winnenden verkaufen mit Einwilligung Herzog Ludwigs an Hans von Stammheim zu Geisingen um 1000 fl einen jährlichen Zins von 50 fl, der etwa an Mariae Verkündigung [März 26] nach Stammheim oder Geisingen zu liefern ist. Die von Bürg stellen als Pfand: 60 Morgen Wald in Metlinsstein zwischen den Metlinssteinwiesen und denen von Jacob Weinmarn, an den gemeinen Schafweg und an die Äcker von Bürg anstoßend. Die von Bretzenacker: 30 Morgen Wald im Aichberg zwischen den Aichbergwiesen und den Bethäckern, vorn an die Güter des Jörg von Bernhausen zu Buchenbach und hinten an die Blatzäcker stoßend. Die von Ödernhardt: 40 Morgen Holz im Schillenberg zwischen den Äckern des Martin Sämlin und den Kelteräckern einerseits und den Lehen des Ortes andererseits, an die Steinwiesen und die Bergäcker stoßend. Die von Baach: alle Allmenden und Weiden. Vogt und Gericht von Winnenden bestätigen, daß diese Pfänder ausreichend sind. Die A. versprechen Gewährschaft und verpflichten sich, bei Zinssäumnis nach Aufforderung innerhalb von 8 Tagen aus jedem Flecken einen Mann zur Leistung nach Marbach oder Cannstatt zu schicken, bis alles bezahlt ist. Außerdem kann Hans von Stammheim die Pfänder angreifen. Die A. behalten sich vor, den Zins bei Einhaltung einer vierteljährlichen Kündigungsfrist jeweils an Mariae Verkündigung um den Kaufpreis wieder abzulösen.