Vor Cornelis van Pamel und Claes van der Smissen, Schöffen des Abts von Kornelimünster (ons eerwirdichen hern's abts ende prelaits der keyserlychen abdyen van Sinte Cornelis Muntster op der Inden boven Aken) in der Dingbank zu Cumptich, erklären Ghoert van de Straitten als Meier und Henrik van Rolem, Henrik van me Suffeln, Jan van me Bossche, Jan Briver als Laten des Latenhofs Meister Adriaens van der Noot zu Kerkom, daß sie 1533 Juli 12 als Zeugen anwesend waren, als Jan van der Dellen und seine Vormünder (momboir) Janne van Leuwe und Wilhelm Moms der Marie Zwilden, Witwe Peters die Welde, den dritten Teil eines Hauses und Hofes zu Kerkon, genannt "ten Wintwoerne Rootz" und gelegen zwischen dem Gemeindeland (vroente) von Kerkom auf der einen, Gheertruyt van Broicke auf der anderen und den Erben Peters die Welde auf der dritten Seite, in Erbpacht gegeben haben. Als Pachtzins soll Marie Zwilden jährlich die beiden halben Sack Korn geben, die als Erbrente auf anderen Erbgütern Jans van der Dellen lasten und von denen der eine auf St. Andreastag (Sinte Andriesmisse = November 30) der Tafel vom Heiligen Geist zu Lubbeek (Lubbecke), der andere auf Allerseelentag (Alder Zielendach = November 2) der Kapelle Unserer Frau zu Lubbeek abzuliefern ist. Alle Rechtshändel, die wegen dieser 2 halben Sack Korn dem Jan van der Dellen entstehen sollten, hat Marie Zwilden auf sich genommen unter der Bedingung, daß sie sich mit 18 Karolusgulden, den Gulden zu 24 Stüber und den Stüber zu 3 brabantischen Pfennigen, von ihrer Verpflichtung freikaufen kann und in diesem Falle die Erbrente wieder auf die Güter Jans van der Dellen zurückfällt. Ankündigung des Schöffensiegels. Opten XIIIIten dach van Augusto in dem jaer ons heern dusent vuf hondert ende vierendertich.