Hans [Sürg] von Sürgenstein zu Achberg beurkundet, dass sich Hans Eisenbach d. J. zu "Eserschweiler" [= Esseratsweiler?], ehelicher Sohn Hans Eisenbachs d. Ä. und der verstorbenen Margaretha Frey, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, seiner Leibeigenschaft und Pflicht, mit der er ihm "von wegen der herrschaft Achberg zugethon vnd verwandt gewesen [ist]", entledigt hat. Auch namens seiner Erben entbindet der Aussteller genannten jüngeren Hans von seinem Eid und spricht ihn von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes und den daran hängenden Dienstbarkeiten los, so dass er fortan neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "oder andern orten seins gefallens" annehmen kann, ohne irgendwelche Behinderung von seiner, des Ausstellers, Seite, der hiermit auf sein bisheriges Eigentum samt anhängenden Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen ausdrücklich verzichtet.
Vollständigen Titel anzeigen
Hans [Sürg] von Sürgenstein zu Achberg beurkundet, dass sich Hans Eisenbach d. J. zu "Eserschweiler" [= Esseratsweiler?], ehelicher Sohn Hans Eisenbachs d. Ä. und der verstorbenen Margaretha Frey, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, seiner Leibeigenschaft und Pflicht, mit der er ihm "von wegen der herrschaft Achberg zugethon vnd verwandt gewesen [ist]", entledigt hat. Auch namens seiner Erben entbindet der Aussteller genannten jüngeren Hans von seinem Eid und spricht ihn von der Eigenschaft seines Leibes und Gutes und den daran hängenden Dienstbarkeiten los, so dass er fortan neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "oder andern orten seins gefallens" annehmen kann, ohne irgendwelche Behinderung von seiner, des Ausstellers, Seite, der hiermit auf sein bisheriges Eigentum samt anhängenden Gerechtigkeiten, Ansprüchen und Forderungen ausdrücklich verzichtet.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3100
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1574 Juni 2
10,4 x 30,1 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hans [Sürg] von Sürgenstein
Empfänger: Hans Eisenbach d. J.
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Hans Eisenbach d. J.
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Eisenbach, Hans, d. Ä.
Eisenbach, Hans, d. J.
Frey, Margaretha
Sürg von Sürgenstein, Hans
Achberg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe (Bestand)
- Leibeigenschaftsbriefe (Gliederung)
- 1550-1599 (Gliederung)