B 1.6 Nachlass Helmut Bartelt (Bestand)
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B 1.6
Stadtarchiv Amberg (Archivtektonik) >> B Abteilung Archivgut nichtstädtischer Herkunft >> B 1 Privatpersonen
Helmut Bartelt wurde am 13. Februar 1924 in Karwitz in Pommern geboren. Nach dem Abitur 1942 wurde Bartelt zur Wehrmacht einberufen. Im Kriegsdienst an der Ostfront wurde er drei Mal verwundet. Zu Beginn des Jahres 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im Juli des gleichen Jahres gelang ihm die Flucht aus dem französischen Kriegsgefangenenlager Remagen. Da eine Rückkehr in seine Heimat nicht möglich war, kam er mit Hilfe eines Kriegskameraden zunächst nach Niederbayern, dann in die Oberpfalz, wo er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser hielt. 1947 erhielt er die Zulassung für die Lehrerbildungsanstalt. 1953 kam der Junglehrer an die Pestalozzischule nach Amberg. Nachdem der damalige Vorsitzende der Landsmannschaft, Dr. Asmus, Bartelt überredet hatte, für die „Freien Wähler“ zu kandidieren, kam Bartelt 1963 in den Amberger Stadtrat. Im Juli 1975 wurde er von diesem Gremium zum Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. In diesem Amt engagierte er sich vor allem für die Schulen, aber auch für viele Baumaßnahmen Amberger Sportvereine. Ein Thema stand bei Bartelt Zeit seines Lebens immer im Vordergrund, das der verlorenen Heimat. Besonders augenfällig kam dies zum Ausdruck, wenn am Tag der Heimat oder am 17. Juni der Opfer von Unterdrückung und Vertreibung gedacht wurde. Freilich galt dabei Bartelts Anliegen stets der Ver- und Aussöhnung. Helmut Bartelt starb am 16. April 1994 in Amberg.
"Archivierungsgeschichte": Bartelt ließ seine Frau Maja, eigentlich Maria Elisabeth, zurück, die er am 28. März 1959 in Rieden geheiratet hatte. Sie war es auch, die dem Stadtarchiv Amberg 2007 den Nachlass ihres Mannes übergab, wo er den Bestand „Nachlass Helmut Bartelt“ bildet. Er umfasst verschiedene Reden Bartelts, aber auch eine relativ umfassende Zeitungsausschnittsammlung, in der sich sein Wirken spiegelt. Das Repertorium schrieb Frau Christine Widder.
"Archivierungsgeschichte": Bartelt ließ seine Frau Maja, eigentlich Maria Elisabeth, zurück, die er am 28. März 1959 in Rieden geheiratet hatte. Sie war es auch, die dem Stadtarchiv Amberg 2007 den Nachlass ihres Mannes übergab, wo er den Bestand „Nachlass Helmut Bartelt“ bildet. Er umfasst verschiedene Reden Bartelts, aber auch eine relativ umfassende Zeitungsausschnittsammlung, in der sich sein Wirken spiegelt. Das Repertorium schrieb Frau Christine Widder.
Archivbestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.05.2026, 1:19 PM CEST