Thomas, Abt zu St. Peter vor Merseburg, fällt einen Schiedsspruch zwischen Bischof Thilo von Merseburg und dem Abt Thomas in Pegau wegen Streitigkeiten um vom Abt dem Bischof vorenthaltene Zinse in Michlitz (Meuchelitz) und Hilpritz (Hilperticz). Der Abt soll die rückständigen Zinse bis Nativitatis Mariae [8. September 1487] zahlen und der Bischof dann den darauf gelengten Kummmer [hier wohl Strafzahlung] aufheben. Wegen der Gerichte in beiden Dörfern sollen beide Seiten sich schriftlich äußern. Zu Johannis Baptistae [24. Juni 1487] sollen der Aussteller und Abt Andreas zu Berge vor Magdeburg dazu eine gütliche Entscheidung oder einen Rechtsspruch fällen.
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Thomas, Abt zu St. Peter vor Merseburg, fällt einen Schiedsspruch zwischen Bischof Thilo von Merseburg und dem Abt Thomas in Pegau wegen Streitigkeiten um vom Abt dem Bischof vorenthaltene Zinse in Michlitz (Meuchelitz) und Hilpritz (Hilperticz). Der Abt soll die rückständigen Zinse bis Nativitatis Mariae [8. September 1487] zahlen und der Bischof dann den darauf gelengten Kummmer [hier wohl Strafzahlung] aufheben. Wegen der Gerichte in beiden Dörfern sollen beide Seiten sich schriftlich äußern. Zu Johannis Baptistae [24. Juni 1487] sollen der Aussteller und Abt Andreas zu Berge vor Magdeburg dazu eine gütliche Entscheidung oder einen Rechtsspruch fällen.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 08676 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
10001 Ältere Urkunden
10001 Ältere Urkunden >> 2. Geistliche Provenienzen >> 2.1. Erz- und Hochstifte >> 2.1.5. Merseburg, Hochstift
5. April 1487
hier dem Hochstift Merseburg zugeordnet, Herkunft aus dem Benediktinerkloster Pegau aber auch denkbar
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:21 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Tektonik)
- 01.01 Urkunden (Tektonik)
- Ältere Urkunden (Bestand)
- 2. Geistliche Provenienzen (Gliederung)
- 2.1. Erz- und Hochstifte (Gliederung)
- 2.1.5. Merseburg, Hochstift (Gliederung)