Abteilung Jugend im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Die Abteilung Jugend wurde 1946 beim Parteivorstand der SED gebildet. Im Nov. 1949 wurde sie aufgelöst und ihre Aufgaben der Organisations-Instrukteur-Abt. übertragen. Ab 1952 existierte ein Sektor Jugend (1953-1955 Jugend und Sport) bei der Abt. Leitende Organe der Partei und Massenorganisationen, der auf Beschluss des Politbüros vom 26.01.1957 herausgelöst und zur Arbeitsgruppe Jugendfragen umgebildet wurde. Mit dem Beschluss des Politbüros vom 26.01.1961 erhielt sie den Status einer Abteilung. Deren Leiter waren Paul Verner (1946-1949), Erich Hönisch (ab 1949), Horst Schumann (1952-1955), Horst Klemm (1955-1958), Herbert Lautenschläger (1958/59), Arno Goede (1959-1966), Gerhardt Naumann (1966), Siegfried Lorenz (1967-1976), Wolfgang Herger (1976-1985) und Gerd Schulz (1985-1989). Die für Jugendfragen zuständigen Sekretäre beim PV bzw. ZK waren Max Fechner/Franz Dahlem (1946), Anton Ackermann/Otto Meier (1946-1949), Edith Baumann (1949-1953), Karl Schirdewan (1953-1958), Erich Honecker (1958-1971), Paul Verner (1971-1983) und Egon Krenz (1983-1989). Die Abt. hatte die Aufgabe, Beschlüsse der Parteiführung zur Jugendpolitik vorzubereiten und deren Umsetzung in allen gesellschaftlichen Bereichen anzuleiten und zu kontrollieren (u. a. Jugendgesetzgebung, Institut für Jugendforschung, Ausbildung, volkswirtschaftliche Initiativen, Kulturarbeit, Sport, internationale Beziehungen). Dabei arbeitete sie mit weiteren für die Jugendarbeit zuständigen Organisationen, Gremien und Einrichtungen, wie z. B. der Jugendkommission beim PB, der FDJ, dem Amt für Jugendfragen, dem Ministerium für Volksbildung sowie dem Komitee für Touristik und Wandern zusammen. Die Arbeitsfelder spiegeln sich in der Überlieferung wider. Sie enthält Dokumente zu Parteitagen und Tagungen der SED, zur Tätigkeit der Jugendausschüsse (1945/46) und der Jugendkommission beim Politbüro, zur Wettbewerbs- und Aktivistenbewegung, zum Jugendschutz, zu Arbeiterjugendkongressen, zu den Deutschlandtreffen, den Weltfestspielen der Jugend und Studenten, zur Zusammenarbeit mit dem Weltbund der Demokratischen Jugend (WBDJ) und mit Jugendverbänden im Ausland. Der Teilbestand bildet zusammen mit den Teilbeständen Sekretariat Meier, Büro Honecker, Büro Verner, Büro Krenz, Abt. Volksbildung des ZK der SED, der Überlieferung der FDJ, verschiedenen Nachlässen und Beständen der staatlichen Überlieferung eine gute Quellengrundlage für Forschungen zur Jugendpolitik in der DDR. 19,8 lfm (teilweise unbearbeitet), 1945-1989
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 11:47 MESZ