Dietrich Graf zu Sayn schreibt seinem Getreuen, dem Konrad Vogt von Elspe, was ihm derselbe von 40 Gulden und von dem Stücke Weins geschrieben, habe er gut verstanden, und lasse ihn wissen, dass er wünsche, er (Konrad) möge sich zu ihm verfügen, dann wollte er, Graf, ihm seine Meinung von einem und dem anderen sagen, sodass er damit wohl zufrieden sein sollte. Da er, der Graf, ihm sodann eine Botschaft befohlen habe, so vernehme er keine Antwort, was ihn sehr befremde, da er sich auf ihn verlassen habe ('nach dem ich dar ane myne glauben zo dir gestalt han'); denn hätte er, Konrad, ihm, dem Grafen, solche Botschaft befohlen, so hätte er sich fleißig darin gearbeitet, wie er auch ihm zugetraut hätte, danach, wie sie untereinander ständen; und wann er, Konrad, zu ihm, Grafen, komme, so wolle er ihn wegen des Weines gütlich ausrichten.
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Dietrich Graf zu Sayn schreibt seinem Getreuen, dem Konrad Vogt von Elspe, was ihm derselbe von 40 Gulden und von dem Stücke Weins geschrieben, habe er gut verstanden, und lasse ihn wissen, dass er wünsche, er (Konrad) möge sich zu ihm verfügen, dann wollte er, Graf, ihm seine Meinung von einem und dem anderen sagen, sodass er damit wohl zufrieden sein sollte. Da er, der Graf, ihm sodann eine Botschaft befohlen habe, so vernehme er keine Antwort, was ihn sehr befremde, da er sich auf ihn verlassen habe ('nach dem ich dar ane myne glauben zo dir gestalt han'); denn hätte er, Konrad, ihm, dem Grafen, solche Botschaft befohlen, so hätte er sich fleißig darin gearbeitet, wie er auch ihm zugetraut hätte, danach, wie sie untereinander ständen; und wann er, Konrad, zu ihm, Grafen, komme, so wolle er ihn wegen des Weines gütlich ausrichten.
340, U 10660
340 Grafschaft Sayn-Hachenburg
Grafschaft Sayn-Hachenburg >> Urkunden >> 6 1400 bis 1449 >> 6.5 1441-1449
1447 Dezember 31
Papier, 1 Siegel, fehlt, deutsch, Urschrift
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Invigilia Circumscision.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
18.05.2026, 07:06 MESZ