Lambertini, Prospero Lorenzo [oder: Prosper Lambertini] (31.03.1675 Bologna - 03.05.1758 Rom) 1740-1758 Papst Benedikt XIV., Jurist, Historiker
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, {J-Ac S 335 Verweisung}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, J-Ac Porträtsammmlung von bekannten Persönlichkeiten
Porträtsammmlung von bekannten Persönlichkeiten >> Einzelne, Paare und Familien >> L >> La
[1750]
Enthält:
Texte in 3 Kartuschen unten: Widmung Papst Benedikt XIV.; Anrede des Papstes durch Abt Anselm und den Konvent zu Salem; "Theses Thomisticae" und "ex theologia scholastica et polemica".
Ikonografie: Maria Himmelskönigin [Birnauer Gnadenbild] als bekrönte Maria mit bekröntem Jesus; rechts von Maria ein Papstporträt, daneben Putto mit besiegelter Papsturkunde [Bulle vom 12.3.1746], Engelgruppe mit Instrumenten und Psalmvers "in pace factus est locus ejus" über der Birnau und einem ans Ufer segelnden Boot auf dem stürmischen Bodensee, am Ufer Salemer Wappen in Form einer Torarchitektur, im Hintergrund Altbirnau und Ruinen [eines 1742 von Überlingern zerstörten Wirtschaftsgebäudes]; links von Maria 3 Wappen der Protektoren (des Nuntius Filippo Acciajuoli, des Bischofs Kasimir von Konstanz und der Fürsten von Fürstenberg); unten rechts Porträt des Abtes Anselm II., von einem Putto als Bauherr ausgewiesen; in der Mitte ein vor Maria aufsteigender Schwan in einem Muschelbecken, gehalten von Neptun, Ceres und Bacchus, flankiert von einem Löwen mit Salemer Abtsstab (mit "S") und Ölkrug.
Vgl. Matthias Bisemberger, Maria in Neu-Bürnau, oder Fortsetzung des gründlich- und wahrhaften Berichts von Ubersetzung der Marianischen Wallfart zu Bürnau (...). Konstanz 1751, S. 25-27:
"Die Haupt=Figur stellet vor das Bürnauische Gnaden-Bild der Göttlichen Mutter mit dem Kindlein auf dem Schoos, sitzend zwischen zwey Oel-Zweig mit der Oberschrifft: quasi oliva speciola, Ecclesiast. 24. Oben rechter Hand das Portrait Sr. dermahligen Päbstlichen Heiligkeit BENEDICTI des XIV. mit der Oberschrifft: confluent ad Eum omnes gentes: ConCLaManDo, BENEDICTUS Ob dem Kindlein ist zu lesen: Fructus
Das Portrait des Heil. Vatters haltet ein Genius, welcher in der andern Hand die Bürnauische Confirmations-Bullam darbiethet, mit der Schrifft: Hoc confirmante. Lincker Hand ist ein Pyramid, auf welcher die Wappen Ihro Excellenz des Päbstlichen Herrn Nuntij zu Lucern Philippi Acciajuoli; Weyland Ihro Hochfürstl. Gnaden Bischoffen zu Costantz Casimiri; und Ihro Hochfürstl. Durchl. von Fürstenberg. Bey dem ersten in der Mitte oben ist zu lesen: hoc promovente; bey dem dritten lincker Hande: hoc protegente. Weiter unten rechter Hand ist der alte und nicht weit darvon, der neue Bürnauer=Platz samt dem jetztmahligen Kirchen= und Priester=Hausgebäu; zwischen beyden ist die Schrifft: ex hoc in illud Psalm. 143. darob laßt sich sehen eine Fama mit der Schrifft: in pace factus est locus ejus. Psalm. 75. Auf der neuen Kirchen stehet: haec requies mea. Psalm. 131.
Lincker Hand ist das Portrait Sr. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem mit dero Denckspruch: in fide & lenitate.
Das Portrait haltet der Genius MARIÆ, mit der Hand auf Neubürnau zeigend, unter dieser Schrifft, Ipse ædificabit. 2. Reg. 7. Unten her ist ein verschlossener Weinberg, auf der Thür aber die Wappen Sr. Excellenz von Salem zu sehen. Dabey wachet der Löw, welchen das Salmansweilische Convent im Wappen führet, ober der Thür aber stehet ein Kranich mit einem Stein in den Klauen, beyde mit einem einzigen Wörtlein: Vigilantibus.
Aus dem Rachen des Löwen flieget ein Imen=Schwarm mit der Schrifft: de forti dulcedo. Iudicum. 14. Gegen dem Marianischen Gnaden=Bild flieget ein Schwan hinauf, welchen sowohl Weyland Se. Hoch=Fürstlich=Bischöfliche Gnaden von Costanz Casimirus, als Se. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem Anselmus II. im Wappen führten, mit der Schrifft: omni die dic MARIÆ. Unter diesem zeigen sich der Neptunus, die Ceres, und der Bacchus, nicht nur die Fruchtbarkeit dieser Lands=gegend des Schwäbischen Meers, oder Boden=Sees, sondern auch den durch die Marianische Vorbitt für dauernden Segen Gottes anzuzeigen; derowegen von der Gnaden-Bildnus einige Thau=Tropfen herabfallen, mit der Schrifft: de rore Coeli, bey der Cerere und Baccho aber, & de pinguedine terræ. Zu Unterstem und an dem Fuß des Bilds laßt sich sehen der Bodensee, mit der Schrifft: Lacus Bodamicus: Alsdann die Conclusiones, und die Dedication, welche in dem Wappen=Schild des Patroni eingestochen ist.
Die Theses wurden dedicirt Ihro Päbstlichen Heiligkeit, welche auch selbe Allergnädigst aufgenommen (...)."
Texte in 3 Kartuschen unten: Widmung Papst Benedikt XIV.; Anrede des Papstes durch Abt Anselm und den Konvent zu Salem; "Theses Thomisticae" und "ex theologia scholastica et polemica".
Ikonografie: Maria Himmelskönigin [Birnauer Gnadenbild] als bekrönte Maria mit bekröntem Jesus; rechts von Maria ein Papstporträt, daneben Putto mit besiegelter Papsturkunde [Bulle vom 12.3.1746], Engelgruppe mit Instrumenten und Psalmvers "in pace factus est locus ejus" über der Birnau und einem ans Ufer segelnden Boot auf dem stürmischen Bodensee, am Ufer Salemer Wappen in Form einer Torarchitektur, im Hintergrund Altbirnau und Ruinen [eines 1742 von Überlingern zerstörten Wirtschaftsgebäudes]; links von Maria 3 Wappen der Protektoren (des Nuntius Filippo Acciajuoli, des Bischofs Kasimir von Konstanz und der Fürsten von Fürstenberg); unten rechts Porträt des Abtes Anselm II., von einem Putto als Bauherr ausgewiesen; in der Mitte ein vor Maria aufsteigender Schwan in einem Muschelbecken, gehalten von Neptun, Ceres und Bacchus, flankiert von einem Löwen mit Salemer Abtsstab (mit "S") und Ölkrug.
Vgl. Matthias Bisemberger, Maria in Neu-Bürnau, oder Fortsetzung des gründlich- und wahrhaften Berichts von Ubersetzung der Marianischen Wallfart zu Bürnau (...). Konstanz 1751, S. 25-27:
"Die Haupt=Figur stellet vor das Bürnauische Gnaden-Bild der Göttlichen Mutter mit dem Kindlein auf dem Schoos, sitzend zwischen zwey Oel-Zweig mit der Oberschrifft: quasi oliva speciola, Ecclesiast. 24. Oben rechter Hand das Portrait Sr. dermahligen Päbstlichen Heiligkeit BENEDICTI des XIV. mit der Oberschrifft: confluent ad Eum omnes gentes: ConCLaManDo, BENEDICTUS Ob dem Kindlein ist zu lesen: Fructus
Das Portrait des Heil. Vatters haltet ein Genius, welcher in der andern Hand die Bürnauische Confirmations-Bullam darbiethet, mit der Schrifft: Hoc confirmante. Lincker Hand ist ein Pyramid, auf welcher die Wappen Ihro Excellenz des Päbstlichen Herrn Nuntij zu Lucern Philippi Acciajuoli; Weyland Ihro Hochfürstl. Gnaden Bischoffen zu Costantz Casimiri; und Ihro Hochfürstl. Durchl. von Fürstenberg. Bey dem ersten in der Mitte oben ist zu lesen: hoc promovente; bey dem dritten lincker Hande: hoc protegente. Weiter unten rechter Hand ist der alte und nicht weit darvon, der neue Bürnauer=Platz samt dem jetztmahligen Kirchen= und Priester=Hausgebäu; zwischen beyden ist die Schrifft: ex hoc in illud Psalm. 143. darob laßt sich sehen eine Fama mit der Schrifft: in pace factus est locus ejus. Psalm. 75. Auf der neuen Kirchen stehet: haec requies mea. Psalm. 131.
Lincker Hand ist das Portrait Sr. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem mit dero Denckspruch: in fide & lenitate.
Das Portrait haltet der Genius MARIÆ, mit der Hand auf Neubürnau zeigend, unter dieser Schrifft, Ipse ædificabit. 2. Reg. 7. Unten her ist ein verschlossener Weinberg, auf der Thür aber die Wappen Sr. Excellenz von Salem zu sehen. Dabey wachet der Löw, welchen das Salmansweilische Convent im Wappen führet, ober der Thür aber stehet ein Kranich mit einem Stein in den Klauen, beyde mit einem einzigen Wörtlein: Vigilantibus.
Aus dem Rachen des Löwen flieget ein Imen=Schwarm mit der Schrifft: de forti dulcedo. Iudicum. 14. Gegen dem Marianischen Gnaden=Bild flieget ein Schwan hinauf, welchen sowohl Weyland Se. Hoch=Fürstlich=Bischöfliche Gnaden von Costanz Casimirus, als Se. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem Anselmus II. im Wappen führten, mit der Schrifft: omni die dic MARIÆ. Unter diesem zeigen sich der Neptunus, die Ceres, und der Bacchus, nicht nur die Fruchtbarkeit dieser Lands=gegend des Schwäbischen Meers, oder Boden=Sees, sondern auch den durch die Marianische Vorbitt für dauernden Segen Gottes anzuzeigen; derowegen von der Gnaden-Bildnus einige Thau=Tropfen herabfallen, mit der Schrifft: de rore Coeli, bey der Cerere und Baccho aber, & de pinguedine terræ. Zu Unterstem und an dem Fuß des Bilds laßt sich sehen der Bodensee, mit der Schrifft: Lacus Bodamicus: Alsdann die Conclusiones, und die Dedication, welche in dem Wappen=Schild des Patroni eingestochen ist.
Die Theses wurden dedicirt Ihro Päbstlichen Heiligkeit, welche auch selbe Allergnädigst aufgenommen (...)."
Autor/Fotograf: Entworfen und gestochen von Gottfried Bernhard Göz, Augsburg
Fotos
Art der Vorlage: Schabkunstblatt, schwarz-weiß; mit 2 Holzstäben oben und unten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:10 MESZ
Hierarchie
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