Dorfsterben in Hohenlohe - Wie ein Dorfladen Forchtenberg neu belebt
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 R160125/205
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/027 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2016 >> Filmdokument
15. September 2016
Im hohenlohischen Forchtenberg gibt es den ersten vollautomatischen Dorfladen. Der Tante-Emma-Laden ohne Tante Emma soll das Dorfsterben verhindern.
"Ich möchte die Nahversorgung retten", sagt Landwirt Stefan Hartmann, der 28-jährige Gründer des Dorfladens. Vor vier Jahren hat das einzige Lebensmittelgeschäft im Ort dicht gemacht und der nächste Supermarkt ist 16 Kilometer entfernt.
Jetzt ziehen die Forchtenberger alles, von A wie Apfel bis Z wie Zahnpasta, aus den sechs Automaten in einem kleinen Häuschen. 230 Waren gibt es im Sortiment. Vor allem Regionales und Produkte vom eigenen Hof. "In der Dosenwurst steckt die Sau von meiner Tante und im Käse die Milch von meiner Kuh", sagt Hartmann stolz. Täglich auffüllen muss er Schokolade, Pfirsich-Eistee und Papier-Taschentücher. Aber auch Kondome, von denen er gleich drei Sorten verkauft, sind der Renner. Die werden oft nach Ladenschluss gebraucht. Der automatische Dorfladen kennt weder Feierabend noch Feiertage. Und die Preise? Wie im Supermarkt, so Hartmann, der nach eigenen Angaben nicht groß daran verdient.
"Ich möchte die Nahversorgung retten", sagt Landwirt Stefan Hartmann, der 28-jährige Gründer des Dorfladens. Vor vier Jahren hat das einzige Lebensmittelgeschäft im Ort dicht gemacht und der nächste Supermarkt ist 16 Kilometer entfernt.
Jetzt ziehen die Forchtenberger alles, von A wie Apfel bis Z wie Zahnpasta, aus den sechs Automaten in einem kleinen Häuschen. 230 Waren gibt es im Sortiment. Vor allem Regionales und Produkte vom eigenen Hof. "In der Dosenwurst steckt die Sau von meiner Tante und im Käse die Milch von meiner Kuh", sagt Hartmann stolz. Täglich auffüllen muss er Schokolade, Pfirsich-Eistee und Papier-Taschentücher. Aber auch Kondome, von denen er gleich drei Sorten verkauft, sind der Renner. Die werden oft nach Ladenschluss gebraucht. Der automatische Dorfladen kennt weder Feierabend noch Feiertage. Und die Preise? Wie im Supermarkt, so Hartmann, der nach eigenen Angaben nicht groß daran verdient.
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Audio-Visuelle Medien
Hartmann, Stefan; Landwirt
Forchtenberg KÜN; Dorfladen
Hohenlohe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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