Notariatsinstrument über ein Treffen auf Burg Lindenfels in Gegenwart von Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Pfalzgraf Philipp und Bischof Reinhard von Worms. Dieser gibt dem 14jährigen Philipp eine ausführliche Darstellung der Arrogation Kurfürst Friedrichs, wonach dieser auf Rat und Verlangen der Pfalzgräfin Margarethe (Margredt von Saphoy), Philipps leiblicher Mutter, Witwe Kurfürst Ludwigs IV. von der Pfalz, sowie der "allermergklichsten und furnemsten" Räte und Glieder der Kurpfalz seinen Neffen (vetter) Pfalzgraf Philipp als seinen Sohn adoptiert und die Herrschaft über die Pfalzgrafschaft auf Lebenszeit gegen den Verzicht auf eheliche Verheiratung und unter Einbringung seines Erbes und künftiger Erwerbungen in die Pfalzgrafschaft erhalten hat. Hierzu werden zwei Urkunden von 1452 über die Einwilligung seiner Mutter Margarethe sowie den an Friedrich gestellten Antrag der geistlichen und weltlichen Reichsstände, Grafen, Herren, Vasallen und Beamten verlesen. Auf die ihm durch Kurfürst Friedrich vorgelegte Frage, ob er in die ihm vorgestellten Händel einwillige, antwortete Pfalzgraf Philipp "betrechtiglichen mit gutter vernufft frylichen ... er willig solich dinge" und gelobte ihm dies mit "hantgebenden truwen" auch für die Zukunft. Als weitere Zeugen daran teilgenommen haben Abt Peter von Schönau, Johann Wildgraf zu Daun (Dune) zu Kirchberg und Rheingraf (ringrave) zum Stein, Sweiker von Sickingen, Ritter, Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Diether von Sickingen, Hofmeister Kurfürst Friedrichs, Schenk Burghard (Burgkhart) zu Duttenberg, Friedrich von Sickingen, Ritter, Bernhard von Bach, Ritter, Marschall Pfalzgraf Philipps, Konrad von Egloffstein, Ritter, Engelhard von Neipperg (Niperg), Ritter, Meister Hans Ramung, Ritter, Peter Brechtel, Lic. in geistlichen Rechten, "pedagoge" Pfalzgraf Philipps, Heinrich Jeger, Protonotar Pfalzgraf Philipps, und Alexander Pellendorfer. Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
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Notariatsinstrument über ein Treffen auf Burg Lindenfels in Gegenwart von Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Pfalzgraf Philipp und Bischof Reinhard von Worms. Dieser gibt dem 14jährigen Philipp eine ausführliche Darstellung der Arrogation Kurfürst Friedrichs, wonach dieser auf Rat und Verlangen der Pfalzgräfin Margarethe (Margredt von Saphoy), Philipps leiblicher Mutter, Witwe Kurfürst Ludwigs IV. von der Pfalz, sowie der "allermergklichsten und furnemsten" Räte und Glieder der Kurpfalz seinen Neffen (vetter) Pfalzgraf Philipp als seinen Sohn adoptiert und die Herrschaft über die Pfalzgrafschaft auf Lebenszeit gegen den Verzicht auf eheliche Verheiratung und unter Einbringung seines Erbes und künftiger Erwerbungen in die Pfalzgrafschaft erhalten hat. Hierzu werden zwei Urkunden von 1452 über die Einwilligung seiner Mutter Margarethe sowie den an Friedrich gestellten Antrag der geistlichen und weltlichen Reichsstände, Grafen, Herren, Vasallen und Beamten verlesen. Auf die ihm durch Kurfürst Friedrich vorgelegte Frage, ob er in die ihm vorgestellten Händel einwillige, antwortete Pfalzgraf Philipp "betrechtiglichen mit gutter vernufft frylichen ... er willig solich dinge" und gelobte ihm dies mit "hantgebenden truwen" auch für die Zukunft. Als weitere Zeugen daran teilgenommen haben Abt Peter von Schönau, Johann Wildgraf zu Daun (Dune) zu Kirchberg und Rheingraf (ringrave) zum Stein, Sweiker von Sickingen, Ritter, Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Diether von Sickingen, Hofmeister Kurfürst Friedrichs, Schenk Burghard (Burgkhart) zu Duttenberg, Friedrich von Sickingen, Ritter, Bernhard von Bach, Ritter, Marschall Pfalzgraf Philipps, Konrad von Egloffstein, Ritter, Engelhard von Neipperg (Niperg), Ritter, Meister Hans Ramung, Ritter, Peter Brechtel, Lic. in geistlichen Rechten, "pedagoge" Pfalzgraf Philipps, Heinrich Jeger, Protonotar Pfalzgraf Philipps, und Alexander Pellendorfer. Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
BayHStA, Hausurkunden 2735
Kasten 13, Lade 4, Nr. 2735
Hausurkunden
Hausurkunden >> Urkunden bis 1806/1837
12.03.1463
regest: Notariatsinstrument über ein Treffen auf Burg Lindenfels in Gegenwart von Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Pfalzgraf Philipp und Bischof Reinhard von Worms. Dieser gibt dem 14jährigen Philipp eine ausführliche Darstellung der Arrogation Kurfürst Friedrichs, wonach dieser auf Rat und Verlangen der Pfalzgräfin Margarethe (Margredt von Saphoy), Philipps leiblicher Mutter, Witwe Kurfürst Ludwigs IV. von der Pfalz, sowie der "allermergklichsten und furnemsten" Räte und Glieder der Kurpfalz seinen Neffen (vetter) Pfalzgraf Philipp als seinen Sohn adoptiert und die Herrschaft über die Pfalzgrafschaft auf Lebenszeit gegen den Verzicht auf eheliche Verheiratung und unter Einbringung seines Erbes und künftiger Erwerbungen in die Pfalzgrafschaft erhalten hat. Hierzu werden zwei Urkunden von 1452 über die Einwilligung seiner Mutter Margarethe sowie den an Friedrich gestellten Antrag der geistlichen und weltlichen Reichsstände, Grafen, Herren, Vasallen und Beamten verlesen. Auf die ihm durch Kurfürst Friedrich vorgelegte Frage, ob er in die ihm vorgestellten Händel einwillige, antwortete Pfalzgraf Philipp "betrechtiglichen mit gutter vernufft frylichen ... er willig solich dinge" und gelobte ihm dies mit "hantgebenden truwen" auch für die Zukunft. Als weitere Zeugen daran teilgenommen haben Abt Peter von Schönau, Johann Wildgraf zu Daun (Dune) zu Kirchberg und Rheingraf (ringrave) zum Stein, Sweiker von Sickingen, Ritter, Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Diether von Sickingen, Hofmeister Kurfürst Friedrichs, Schenk Burghard (Burgkhart) zu Duttenberg, Friedrich von Sickingen, Ritter, Bernhard von Bach, Ritter, Marschall Pfalzgraf Philipps, Konrad von Egloffstein, Ritter, Engelhard von Neipperg (Niperg), Ritter, Meister Hans Ramung, Ritter, Peter Brechtel, Lic. in geistlichen Rechten, "pedagoge" Pfalzgraf Philipps, Heinrich Jeger, Protonotar Pfalzgraf Philipps, und Alexander Pellendorfer.
Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
Perg.
Äußere Beschreibung: 52 x 54 cm
Urkunden
Sprache der Unterlagen
Besiegelung/Beglaubigung: Notariatsinstrument des Petrus Swan von Wimpfen, Dr., und des Petrus Krebs von Seßlach, Mag. Art., mit zweifacher notarieller Unterfertigung und Notarssignet
Überlieferung: Ausfertigung
Ausstellungsort: Lindenfels
Literatur: Kremer, Urkunden, Nr. XCIII; Menzel, Regesten Friedrichs, S. 399
Originaldatierung: in dem jare do man schreib von desselben unsers herrn geburt dusent vierhundert sechtzig und dru jare in dem einlefften jare der Romer zale indicio zu latin genant kronunge des allerheyligsten in got vatters und herrn herrn Pii von gotlicher fursichtigkeit bapsts des andern in dem funfften jare uff sant Gregorien tag der do was der zwelfft tag des monats des mertzen zu none zyte oder nach daby uff der pfalcz sloß Lindenfels genant in der grossen stuben desselben sloß
Äußere Beschreibung: 52 x 54 cm
Regest: Notariatsinstrument über ein Treffen auf Burg Lindenfels in Gegenwart von Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Pfalzgraf Philipp und Bischof Reinhard von Worms. Dieser gibt dem 14jährigen Philipp eine ausführliche Darstellung der Arrogation Kurfürst Friedrichs, wonach dieser auf Rat und Verlangen der Pfalzgräfin Margarethe (Margredt von Saphoy), Philipps leiblicher Mutter, Witwe Kurfürst Ludwigs IV. von der Pfalz, sowie der "allermergklichsten und furnemsten" Räte und Glieder der Kurpfalz seinen Neffen (vetter) Pfalzgraf Philipp als seinen Sohn adoptiert und die Herrschaft über die Pfalzgrafschaft auf Lebenszeit gegen den Verzicht auf eheliche Verheiratung und unter Einbringung seines Erbes und künftiger Erwerbungen in die Pfalzgrafschaft erhalten hat. Hierzu werden zwei Urkunden von 1452 über die Einwilligung seiner Mutter Margarethe sowie den an Friedrich gestellten Antrag der geistlichen und weltlichen Reichsstände, Grafen, Herren, Vasallen und Beamten verlesen. Auf die ihm durch Kurfürst Friedrich vorgelegte Frage, ob er in die ihm vorgestellten Händel einwillige, antwortete Pfalzgraf Philipp "betrechtiglichen mit gutter vernufft frylichen ... er willig solich dinge" und gelobte ihm dies mit "hantgebenden truwen" auch für die Zukunft. Als weitere Zeugen daran teilgenommen haben Abt Peter von Schönau, Johann Wildgraf zu Daun (Dune) zu Kirchberg und Rheingraf (ringrave) zum Stein, Sweiker von Sickingen, Ritter, Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Diether von Sickingen, Hofmeister Kurfürst Friedrichs, Schenk Burghard (Burgkhart) zu Duttenberg, Friedrich von Sickingen, Ritter, Bernhard von Bach, Ritter, Marschall Pfalzgraf Philipps, Konrad von Egloffstein, Ritter, Engelhard von Neipperg (Niperg), Ritter, Meister Hans Ramung, Ritter, Peter Brechtel, Lic. in geistlichen Rechten, "pedagoge" Pfalzgraf Philipps, Heinrich Jeger, Protonotar Pfalzgraf Philipps, und Alexander Pellendorfer.
Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
Überlieferung: Ausfertigung
Ausstellungsort: Lindenfels
Literatur: Kremer, Urkunden, Nr. XCIII; Menzel, Regesten Friedrichs, S. 399
Originaldatierung: in dem jare do man schreib von desselben unsers herrn geburt dusent vierhundert sechtzig und dru jare in dem einlefften jare der Romer zale indicio zu latin genant kronunge des allerheyligsten in got vatters und herrn herrn Pii von gotlicher fursichtigkeit bapsts des andern in dem funfften jare uff sant Gregorien tag der do was der zwelfft tag des monats des mertzen zu none zyte oder nach daby uff der pfalcz sloß Lindenfels genant in der grossen stuben desselben sloß
Äußere Beschreibung: 52 x 54 cm
Regest: Notariatsinstrument über ein Treffen auf Burg Lindenfels in Gegenwart von Kurfürst Friedrich von der Pfalz, Pfalzgraf Philipp und Bischof Reinhard von Worms. Dieser gibt dem 14jährigen Philipp eine ausführliche Darstellung der Arrogation Kurfürst Friedrichs, wonach dieser auf Rat und Verlangen der Pfalzgräfin Margarethe (Margredt von Saphoy), Philipps leiblicher Mutter, Witwe Kurfürst Ludwigs IV. von der Pfalz, sowie der "allermergklichsten und furnemsten" Räte und Glieder der Kurpfalz seinen Neffen (vetter) Pfalzgraf Philipp als seinen Sohn adoptiert und die Herrschaft über die Pfalzgrafschaft auf Lebenszeit gegen den Verzicht auf eheliche Verheiratung und unter Einbringung seines Erbes und künftiger Erwerbungen in die Pfalzgrafschaft erhalten hat. Hierzu werden zwei Urkunden von 1452 über die Einwilligung seiner Mutter Margarethe sowie den an Friedrich gestellten Antrag der geistlichen und weltlichen Reichsstände, Grafen, Herren, Vasallen und Beamten verlesen. Auf die ihm durch Kurfürst Friedrich vorgelegte Frage, ob er in die ihm vorgestellten Händel einwillige, antwortete Pfalzgraf Philipp "betrechtiglichen mit gutter vernufft frylichen ... er willig solich dinge" und gelobte ihm dies mit "hantgebenden truwen" auch für die Zukunft. Als weitere Zeugen daran teilgenommen haben Abt Peter von Schönau, Johann Wildgraf zu Daun (Dune) zu Kirchberg und Rheingraf (ringrave) zum Stein, Sweiker von Sickingen, Ritter, Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Diether von Sickingen, Hofmeister Kurfürst Friedrichs, Schenk Burghard (Burgkhart) zu Duttenberg, Friedrich von Sickingen, Ritter, Bernhard von Bach, Ritter, Marschall Pfalzgraf Philipps, Konrad von Egloffstein, Ritter, Engelhard von Neipperg (Niperg), Ritter, Meister Hans Ramung, Ritter, Peter Brechtel, Lic. in geistlichen Rechten, "pedagoge" Pfalzgraf Philipps, Heinrich Jeger, Protonotar Pfalzgraf Philipps, und Alexander Pellendorfer.
Notariatsinstrument der kaiserlichen Notare Peter Swan von Wimpfen, Dr. iur. can., Kleriker Wormser Bistums, und Peter Krebs von Seßlach, Würzburger Bistums, Mag. art.
Friedrich, Pfalz, Kurfürst von der
Philipp, Pfalz, Kurfürst von der
Reinhard, Worms, Bischof
Margarethe, Pfalz, Kurfürstin
Ludwig IV., Pfalz, Kurfürst von der
Schönau, Peter, Abt
Johann, Dhaun-Kirchberg, Wildgraf zu, Stein, Rheingraf zum
Sickingen, Sweiker von, Ritter; Hofmeister Kurfürst Philipps von der Pfalz
Sickingen, Diether, Hofmeister Kurfürst Friedrichs von der Pfalz
Schenk zu Duttenberg, Burkhard
Sickingen, Friedrich von, Ritter
Bach, Bernhard von, Ritter; Marschall Kurfürst Philipps von der Pfalz
Egloffstein, Konrad von, Ritter
Neipperg, Engelhard von, Ritter
Ramung, Hans, Meister, Ritter
Brechtel, Peter, Lic. can.; Pedagoge Kurfürst Philipps von der Pfalz
Jeger, Heinrich; Protonotar Kurfürst Philipps von der Pfalz
Pellendorfer, Alexander
Swan, Peter, Dr. iur. can.; kaiserlicher Notar aus Wimpfen
Krebs, Peter, Mag. art.; kaiserlicher Notar von Seßlach
Lindenfels, Burg (Gde. Lindenfels, Lkr. Bergstraße, Hessen)
Pfalzgrafschaft bei Rhein, Fürstentum
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 1:29 PM CEST