Verein für Leibesübungen von 1907 e.V. (Bestand)
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7.1117
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.2. Vereine, Verbände, Stiftungen, Parteien >> 7.2.7. Sport-, Freizeit- und sonstige Vereine
1909-2007
Enthält: Protokolle - Erinnerungsstücke - Festschrift zum 100jährigen Jubiläum
Geschichte des Bestandsbildners: Zum 25-, 40- und 50-jährigen Bestehen waren bereits kleinere Festschriften erschienen. Auszugsweise soll der Text von Herrn Haake übernommen werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Hermann Pöpper und einige andere Jugendliche aus dem Ostertor hatten am 2. Juni 1907 den F. C. Hohenzollern gegründet, darunter Christoph Hoßfeld, Jonny Satzke, Ludwig Ahlers und Hans Jaburg, der ein Mäzen des Vereins wurde. Durch ihn konnte der erste eigene Platz und 1911 bereits eine Umkleidebude in der "Pauliner Marsch" finanziert werden. 1911 konnte der Verein mit zwei Herren-Fußballmannschaften und einer Jugendmannschaft aufwarten. Auch wurde eine Leichtathletikabteilung ins Leben gerufen. Eine Mitgliedskarte aus dem Jahre 1909 ist das älteste Stück im vorliegenden Bestand. Die Protokolle und Vereinskorrespondenz beginnen ebenfalls 1911. Als Vereinsfarben übernahm der F. C. Hohenzollern blau und gelb von Victoria Hamburg. Man fühlte sich in dieser Zeit "kaiserlich". Der Erste Weltkrieg zog einen Schlussstrich unter die erfolgreiche Entwicklung, viele Mitglieder verloren im Krieg ihr Leben und der klägliche Rest von 18 Mann musste von vorne beginnen. Die 20er Jahre waren begleitet von einer Begeisterung für andere Sportarten. Damit einhergehend kam es zur Gründung neuer Abteilungen wie Turnen, Radfahren und Kegeln. Die Umbenennung in "Verein für Leibesübungen von 1907 e. V." war die konsequente Folge. 1920 konnte ein neuer Platz am Bürgerpark hergerichtet werden (heute Nordausgang des Bremer Hauptbahnhofs).
Auch wenn die Chroniken des VfL1926 eine "schwere Krise" verzeichnen, ging es in den folgenden Jahren wieder aufwärts. Zum 25. Vereinsjubiläum hatte man sich konsolidiert und errang sogar die Meisterschaft in der Kreisklasse im Fußball.
Geschichte des Bestandsbildners: Wieder war es ein Weltkrieg, der vielen Vereinsmitgliedern das Leben kostete. In der Festschrift steht: "Der Krieg hatte viele Familien zerrissen, der Verein hatte praktisch aufgehört zu existieren". Dennoch ist es dem langjährigen 1. Vorsitzenden (von 1926-1949) Christoph Hoßfeld gelungen, bereits 1946 von der Militärregierung die Genehmigung zu bekommen, unter dem alten Vereinsnamen wieder Sport zu treiben. Anfang 1947 zählte der Verein 225 Mitglieder. Vom Sportamt wurde ihm in dem Jahr ein eigener Sportplatz zur Verfügung gestellt und 1950 war wieder in Eigeninitiative ein Vereinsheim mit Umkleide- und Duschräumen, sowie ein Tagungsraum entstanden. Die stets familiäre Atmosphäre hatte sich wieder mal als tragfähig erwiesen.
1965 erfolgte der Umzug von der Augsburgerstraße in die Bezirkssportanlage Nürnbergerstraße, wo auch die Eintracht und Blau Weiß heimisch waren. In wie viele Fußballmannschaften und Klassen der Verein aufgeteilt war, ist in der Jubiläumsschrift nachzulesen. Dort wird auch von dem Jubiläumsspiel am 7.4.2007 zum 100-jährigen gegen den Hamburger Kietzclub FC St. Pauli berichtet.
Bestandsgeschichte: Am 9.4.2008 brachte Herr Markus Haake im Auftrage des Vereins für Leibesübungen von 1907 e. V. vorliegenden Bestand ins Staatsarchiv Bremen. Herr Haake hatte den Text der Festschrift für das 100-jährige Bestehen des Vereins verfasst und wusste als langjähriger Archivbenutzer, dass die Unterlagen hier am sinnvollsten aufbewahrt und gut gesichert sind.
Insgesamt umfasst der Bestand nur zwei Archivkartons mit 11 Verzeichnungseinheiten. Es liegen neben Mitgliederprotokollen und Vorstandsprotokollen hauptsächlich Bände (fünf) des Spieleausschusses vor. Die Fotos, die überwiegend auch in der neusten Festschrift verwendet worden sind, sind in die Bildsammlung überführt worden, die älteren Festschriften in die Dienstbibliothek.
Oktober 2009
Dorothea Breitenfeldt
Geschichte des Bestandsbildners: Zum 25-, 40- und 50-jährigen Bestehen waren bereits kleinere Festschriften erschienen. Auszugsweise soll der Text von Herrn Haake übernommen werden.
Geschichte des Bestandsbildners: Hermann Pöpper und einige andere Jugendliche aus dem Ostertor hatten am 2. Juni 1907 den F. C. Hohenzollern gegründet, darunter Christoph Hoßfeld, Jonny Satzke, Ludwig Ahlers und Hans Jaburg, der ein Mäzen des Vereins wurde. Durch ihn konnte der erste eigene Platz und 1911 bereits eine Umkleidebude in der "Pauliner Marsch" finanziert werden. 1911 konnte der Verein mit zwei Herren-Fußballmannschaften und einer Jugendmannschaft aufwarten. Auch wurde eine Leichtathletikabteilung ins Leben gerufen. Eine Mitgliedskarte aus dem Jahre 1909 ist das älteste Stück im vorliegenden Bestand. Die Protokolle und Vereinskorrespondenz beginnen ebenfalls 1911. Als Vereinsfarben übernahm der F. C. Hohenzollern blau und gelb von Victoria Hamburg. Man fühlte sich in dieser Zeit "kaiserlich". Der Erste Weltkrieg zog einen Schlussstrich unter die erfolgreiche Entwicklung, viele Mitglieder verloren im Krieg ihr Leben und der klägliche Rest von 18 Mann musste von vorne beginnen. Die 20er Jahre waren begleitet von einer Begeisterung für andere Sportarten. Damit einhergehend kam es zur Gründung neuer Abteilungen wie Turnen, Radfahren und Kegeln. Die Umbenennung in "Verein für Leibesübungen von 1907 e. V." war die konsequente Folge. 1920 konnte ein neuer Platz am Bürgerpark hergerichtet werden (heute Nordausgang des Bremer Hauptbahnhofs).
Auch wenn die Chroniken des VfL1926 eine "schwere Krise" verzeichnen, ging es in den folgenden Jahren wieder aufwärts. Zum 25. Vereinsjubiläum hatte man sich konsolidiert und errang sogar die Meisterschaft in der Kreisklasse im Fußball.
Geschichte des Bestandsbildners: Wieder war es ein Weltkrieg, der vielen Vereinsmitgliedern das Leben kostete. In der Festschrift steht: "Der Krieg hatte viele Familien zerrissen, der Verein hatte praktisch aufgehört zu existieren". Dennoch ist es dem langjährigen 1. Vorsitzenden (von 1926-1949) Christoph Hoßfeld gelungen, bereits 1946 von der Militärregierung die Genehmigung zu bekommen, unter dem alten Vereinsnamen wieder Sport zu treiben. Anfang 1947 zählte der Verein 225 Mitglieder. Vom Sportamt wurde ihm in dem Jahr ein eigener Sportplatz zur Verfügung gestellt und 1950 war wieder in Eigeninitiative ein Vereinsheim mit Umkleide- und Duschräumen, sowie ein Tagungsraum entstanden. Die stets familiäre Atmosphäre hatte sich wieder mal als tragfähig erwiesen.
1965 erfolgte der Umzug von der Augsburgerstraße in die Bezirkssportanlage Nürnbergerstraße, wo auch die Eintracht und Blau Weiß heimisch waren. In wie viele Fußballmannschaften und Klassen der Verein aufgeteilt war, ist in der Jubiläumsschrift nachzulesen. Dort wird auch von dem Jubiläumsspiel am 7.4.2007 zum 100-jährigen gegen den Hamburger Kietzclub FC St. Pauli berichtet.
Bestandsgeschichte: Am 9.4.2008 brachte Herr Markus Haake im Auftrage des Vereins für Leibesübungen von 1907 e. V. vorliegenden Bestand ins Staatsarchiv Bremen. Herr Haake hatte den Text der Festschrift für das 100-jährige Bestehen des Vereins verfasst und wusste als langjähriger Archivbenutzer, dass die Unterlagen hier am sinnvollsten aufbewahrt und gut gesichert sind.
Insgesamt umfasst der Bestand nur zwei Archivkartons mit 11 Verzeichnungseinheiten. Es liegen neben Mitgliederprotokollen und Vorstandsprotokollen hauptsächlich Bände (fünf) des Spieleausschusses vor. Die Fotos, die überwiegend auch in der neusten Festschrift verwendet worden sind, sind in die Bildsammlung überführt worden, die älteren Festschriften in die Dienstbibliothek.
Oktober 2009
Dorothea Breitenfeldt
2 Kartons
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ