Bereich Kommerzielle Koordinierung (Bestand)
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BArch DL 226
call number: DL 226
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Außen- und Binnenhandel
1966-1990
Bearbeitungshinweis: Bestand befindet sich zur Zeit in der Bearbeitung.
Bestandsbeschreibung: 1966 gegründeter Bereich beim Min. für Außenhandel (DL 2); wurde von 1966-1972 vom MAH BArch und von 1972-1989 vom Sekretär für Wirtschaft des ZK der SED fachlich angeleitet; unterstand ab 1972 nur noch formal dem MAH; mit besonderen Befugnissen ausgestattet, z.B. Devisenausländer, Zugriff auf Staatsreserven; Hauptaufgabe war die maximale Erwirtschaftung kapitalistischer Devisen außerhalb des Staatsplanes; Schalck-Golodkowski (Leiter von 1966-1989) war Mittler zwischen der DDR, BRD und Berlin (West) sowie Koordinator zwischen der evangelischen und katholischen Kirche beider Staaten; Auflösung März 1990.
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.: Grundsatzmaterialien des Bereiches.- Valutaerwirtschaftung durch Dienstleistungen und Handel in allen Bereichen der Volkswirtschaft.- Gespräche zwischen den Politikern der DDR, BRD und Berlin (West).- Verhandlungen zu Sachkomplexen zwischen den Staaten auf fast allen Gebieten.-Verbesserung der ökonomischen Lage der DDR.- Sondergeschäfte (Häftlingsfreikauf, Kirchengeschäfte).-Abfallbeseitigung.- Handel mit Embargowaren (Elektrotechnik/Elektronik, Waffen).
Vorarchivische Ordnung: Die Akten wurden nach der Beschlagnahme durch den Generalstaatsanwalt der DDR bzw. dem Generalbundesanwalt in der KoKo-Behörde durch die Staatsanwaltschaft gebildet. Sie dienten als Beweismittel im KoKo-Untersuchungsausschuss des Bundesatages.
Zitierweise: BArch DL 226/...
Bestandsbeschreibung: 1966 gegründeter Bereich beim Min. für Außenhandel (DL 2); wurde von 1966-1972 vom MAH BArch und von 1972-1989 vom Sekretär für Wirtschaft des ZK der SED fachlich angeleitet; unterstand ab 1972 nur noch formal dem MAH; mit besonderen Befugnissen ausgestattet, z.B. Devisenausländer, Zugriff auf Staatsreserven; Hauptaufgabe war die maximale Erwirtschaftung kapitalistischer Devisen außerhalb des Staatsplanes; Schalck-Golodkowski (Leiter von 1966-1989) war Mittler zwischen der DDR, BRD und Berlin (West) sowie Koordinator zwischen der evangelischen und katholischen Kirche beider Staaten; Auflösung März 1990.
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.: Grundsatzmaterialien des Bereiches.- Valutaerwirtschaftung durch Dienstleistungen und Handel in allen Bereichen der Volkswirtschaft.- Gespräche zwischen den Politikern der DDR, BRD und Berlin (West).- Verhandlungen zu Sachkomplexen zwischen den Staaten auf fast allen Gebieten.-Verbesserung der ökonomischen Lage der DDR.- Sondergeschäfte (Häftlingsfreikauf, Kirchengeschäfte).-Abfallbeseitigung.- Handel mit Embargowaren (Elektrotechnik/Elektronik, Waffen).
Vorarchivische Ordnung: Die Akten wurden nach der Beschlagnahme durch den Generalstaatsanwalt der DDR bzw. dem Generalbundesanwalt in der KoKo-Behörde durch die Staatsanwaltschaft gebildet. Sie dienten als Beweismittel im KoKo-Untersuchungsausschuss des Bundesatages.
Zitierweise: BArch DL 226/...
Ministerium für Außenhandel - Bereich Kommerzielle Koordinierung (Bereich KoKo), 1966-1990
3098 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Literatur: Bericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages „Der Bereich Kommerzielle Koordinierung und Schalck-Golodkowski"
- Drucksache 12/3920
- Drucksache 12/ 3642, Zweite Beschlussempfehlung
- Drucksache 12/ 4500, Dritte Beschlussempfehlung
- Drucksache 12/ 7600, Beschlussempfehlung und Bericht
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes: Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte, Struktur, Methoden, Teil III/10 Arbeitsgruppe Bereich KoKo, Berlin, 2004
Wolfgang Seiffert: Die Schalck Papiere, München, 1991
Peter Przybylski: Tatort Politbüro, Bd. 2: Honecker, Mittag, Schalck-Golodkowski, Berlin, 1992
Alexander Schalck-Golodkowski: Deutsch-deutsche Erinnerungen, München, 1992
Peter-Ferdinand Koch: Das Schalck- Imperium lebt, München, 1992
Michael Kruse: Politik und deutsch-deutsche Beziehungen, Berlin, 2005
Matthias Judt: Das DDR-Wirtschaftsimperium des Alexander Schalck-Golodkowski - Mythos und Realität, 2013
- Drucksache 12/3920
- Drucksache 12/ 3642, Zweite Beschlussempfehlung
- Drucksache 12/ 4500, Dritte Beschlussempfehlung
- Drucksache 12/ 7600, Beschlussempfehlung und Bericht
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes: Anatomie der Staatssicherheit, Geschichte, Struktur, Methoden, Teil III/10 Arbeitsgruppe Bereich KoKo, Berlin, 2004
Wolfgang Seiffert: Die Schalck Papiere, München, 1991
Peter Przybylski: Tatort Politbüro, Bd. 2: Honecker, Mittag, Schalck-Golodkowski, Berlin, 1992
Alexander Schalck-Golodkowski: Deutsch-deutsche Erinnerungen, München, 1992
Peter-Ferdinand Koch: Das Schalck- Imperium lebt, München, 1992
Michael Kruse: Politik und deutsch-deutsche Beziehungen, Berlin, 2005
Matthias Judt: Das DDR-Wirtschaftsimperium des Alexander Schalck-Golodkowski - Mythos und Realität, 2013
Besondere Benutzungsbedingungen: Akten sind reichen zum Teil über Okt. 1990 hinaus. Schutz von persönlichen Belangen Dritter.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ