Jakob Wetzel gen. Rümelin, B. zu Tuttlingen, daselbst auf Schloß Honburg gef., jedoch auf Bitten seiner Freundschaft von Hans am Staad, Herr zu Möhringen, dem Obervogt zu Tuttlingen,nach einigen Tagen freigel., schwört U. und gelobt eidlich, künftig alle Gasthäuser, Wirtschaften und Gesellschaften hier und andernorts zu meiden, nicht mehr - wie bisher - daheim Gastungen zu haben, ausser der für seine Arbeit im Holz benötigten Axt keinerlei Wehr zu tragen, gegen andere keine Schmähreden mehr zu führen sowie künftig an Sonn- und Feiertagen in die Kirche zu gehen und das Wort Gottes zu hören. Sollte er sich im Falle des Bruchs dieser Verschreibung der ihm angedrohten Todesstrafe durch Flucht entziehen, so haben die von ihm benannten Bürgen je 10 lb h zu bezahlen. Er war in Haft gewesen, weil er seine frühere Verschreibung brach, trunken war, ehrlichen Leuten fälschlich Böses nachsagte, zweimal die Ausbesserungsarbeiten des Heinrich Joß an der freien Königsstraße zerstörte, fluchte, den Predigten und dem Abendmahl fernblieb, mit einer Büchse in den hohenbergischen Forst ging und sich an einer ehrbaren Frau zu vergehen versuchte. Bürgen: 1) Margarethe Wetzel, seine Mutter 2) Martin Wetzel, sein Bruder 3) Klain Hans Adam, sein Schwager 4) Gorin Remi 5) Hans Noylin 6) Thoma Speck 7) Benedikt Gnirst, Schuhmacher 8) Wendel Pflüger 9) Thoma Haß 10) Konrad Wetzel, letztere seine Freunde, alle B. zu Tuttlingen.