Simon Schmidt, des Rats, Baumeister und geschworener Stabführer in Tiengen, beurkundet: Vor dem Stadtgericht verkaufen der ehrenhafte und bescheidene Hans Melchior Schlichtig, stadtgerichtsverwandter Bürger und Vormund der Erben des Johann Thurner, sowie Georg Heinrich Lipp, Barbier von Öschgen, Schwiegersohn des Thurner, an Joseph Säger, Hausmeister in Gurtweil und Bürger in Tiengen, für 100 fl 1/2 Jauchert Reben "im Graben". Verkauft wird ferner an Johann Stachus, fürstlich schwarzenbergischen Rentmeister und des Rats daselbst, für 19 fl 30 Kreuzer 1 Vierling Acker "auf der Braithin". Johann Georg Meyer, naher Verwandter der Thurner, macht ein Vorkaufsrecht geltend ("Kaufzug") und erwirbt gegen bare Bezahlung des Kaufpreises die genannten Grundstücke. Angehängt Transfix vom 4. November 1698 betreffend die Zehntfreiheit des Weingartens im Graben, der vom landgräflich sulzischen Rat und Oberamtmann +Jakob Locher herstammt und von dem der stift buchauische Pfründamtmann Johann Georg Meyer einen Teil erworben hat.
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Simon Schmidt, des Rats, Baumeister und geschworener Stabführer in Tiengen, beurkundet: Vor dem Stadtgericht verkaufen der ehrenhafte und bescheidene Hans Melchior Schlichtig, stadtgerichtsverwandter Bürger und Vormund der Erben des Johann Thurner, sowie Georg Heinrich Lipp, Barbier von Öschgen, Schwiegersohn des Thurner, an Joseph Säger, Hausmeister in Gurtweil und Bürger in Tiengen, für 100 fl 1/2 Jauchert Reben "im Graben". Verkauft wird ferner an Johann Stachus, fürstlich schwarzenbergischen Rentmeister und des Rats daselbst, für 19 fl 30 Kreuzer 1 Vierling Acker "auf der Braithin". Johann Georg Meyer, naher Verwandter der Thurner, macht ein Vorkaufsrecht geltend ("Kaufzug") und erwirbt gegen bare Bezahlung des Kaufpreises die genannten Grundstücke. Angehängt Transfix vom 4. November 1698 betreffend die Zehntfreiheit des Weingartens im Graben, der vom landgräflich sulzischen Rat und Oberamtmann +Jakob Locher herstammt und von dem der stift buchauische Pfründamtmann Johann Georg Meyer einen Teil erworben hat.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 655
GLAK 7/760
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1691 August 29 (mittwochen den neun und zwantzigsten Augusti)
28,6 x 52,7; Transfix 12,5 x 55,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Simon Schmidt, des Rats, Baumeister und geschworener Stabführer in Tiengen
Empfänger: Johann Georg Meyer, stift buchauischer Pfründamtmann
Siegler: Stadt Tiengen (Sekretsiegel)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Aussteller: Simon Schmidt, des Rats, Baumeister und geschworener Stabführer in Tiengen
Empfänger: Johann Georg Meyer, stift buchauischer Pfründamtmann
Siegler: Stadt Tiengen (Sekretsiegel)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., abg.
Lipp, Georg Heinrich
Locher, Jakob; Hofmeister und Oberamtmann
Meyer, Johann Georg
Säger, Josef
Schlichtig, Hans Melchior
Schmidt, Simon
Stachus, Johann, Rentmeister
Thurner, Johann
Gurtweil : Waldshut-Tiengen WT; Einwohner
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Baumeister
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Einwohner
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Flurstücke
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Gericht
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Ratsmitglieder
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Rentmeister
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Richter
Tiengen : Waldshut-Tiengen WT; Stabführer
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:19 MEZ
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