Michel Senger, Bürger zu Wittenweyr, verkauft an Ruman Ott, Tochtermann des +Mathis Rapp, in Anwesenheit des Lorenz Peter und Lux Walter als geschworenen Vögten, des Verstorbenen Haus zu Obenheim samt Zubehör, eigen und unbelastet, samt der Meierei, Schiff und Geschirr, Heu, Stroh usw., ausgenommen nur die 2 ß Pfg jährlichen Bodenzinses von dem Haus, das Schmidt Merg bewohnt, um 700 fl. Straßburger Münze. Davon soll der Käufer 200 fl. bar erlegen, nach einem Monat weitere 50 fl., auf den folgenden St. Gallen Tag 150 fl. sodann jährlich 40 fl. bis zur völligen Abzahlung. Ferner hat er die Witwe des Verstorbenen auf Lebenszeit im Hause zu unterhalten, mit Feuer und Licht, sowie ihr die halben Erträge aus dem Garten zu entrichten und sie mit dem ihr zugewiesenen Pferd in das und aus dem Bad zu führen, sooft sie es wünscht. Die restliche Zeit kann er über das Pferd verfügen. Sie erhält auch das halbe Heu von der Matte und für sie sind reserviert der vorderste Stall oben und unten, die Stubenkammer und das Kammergärtlein. Haus und Hof bleiben bis zur völligen Abzahlung der Kaufsumme Unterpfand. Zeugen: Herr Niklaus, Pfarrer zu Wittenweier, Peter Schwob, Paulus Siegel, Bürger zu Bennfeldt, Hans Senger, und Diebolt Henck, Schultheiß zu Obenheim. Kop. Pap., Abschrift vom 15. April 1616 aus dem Obenheimer Protokoll.

Show full title
Landesarchiv Baden-Württemberg
Data provider's object view