Mainz, 1618.04.27. (Richter Hettisch). Anna, Frau des B. und Gärtners Hans Fink, macht, krank und bettlägerig, ihr Testament: Sie hat noch ein Enkelkind von ihrem Sohn Heinrich Heil, B. und Leiendecker zu Heidelberg, am Leben, ferner zwei Töchter. Sie hatte diesen dreien 1 V. Acker im Gartenfeld am Schauerberg vermacht, "damit das Enkel auch etwas möchte bekommen von ihr, seiner Ahnfrau". Da sie nun daran erinnert wird, daß die Enkel mit den Kindern zu gleichen Teilen erben, widerruft sie ihr früheres Vermächtnis und setzt Enkel und beide Töchter zu gleichen Teilen als ihre alleinigen Erben ein. Z.: Johann Weiß, Waagmeister, Stephan Jacob, Weingartsmann, Hans Dickel, Schneider, Hans Boringer, Bernhard Schauermann, Michael Hoch, Wegsetzer, und Endres Müller.
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Mainz, 1618.04.27. (Richter Hettisch). Anna, Frau des B. und Gärtners Hans Fink, macht, krank und bettlägerig, ihr Testament: Sie hat noch ein Enkelkind von ihrem Sohn Heinrich Heil, B. und Leiendecker zu Heidelberg, am Leben, ferner zwei Töchter. Sie hatte diesen dreien 1 V. Acker im Gartenfeld am Schauerberg vermacht, "damit das Enkel auch etwas möchte bekommen von ihr, seiner Ahnfrau". Da sie nun daran erinnert wird, daß die Enkel mit den Kindern zu gleichen Teilen erben, widerruft sie ihr früheres Vermächtnis und setzt Enkel und beide Töchter zu gleichen Teilen als ihre alleinigen Erben ein. Z.: Johann Weiß, Waagmeister, Stephan Jacob, Weingartsmann, Hans Dickel, Schneider, Hans Boringer, Bernhard Schauermann, Michael Hoch, Wegsetzer, und Endres Müller.
U / 1618 April 27 (in 5 / 26)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
27.04.1618
Stadtgericht Mainz
In 5 / 26, fol. 71 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.11.2026, 23:31 MEZ