Ritter Fredrich de Wend, seine Frau Fye und ihr Sohn Lubbert haben einen Altar in der Kirche St. Johan des Täufers vor der Altstadt zu Lemgo mit Zustimmung des Bischofs Baldewin von Paderborn und der Priorin und des Konvents der Jungfrauen von St. Marien auf der Neustadt zu Lemgo und bewidmen ihn zu ewigen Zeiten mit dem Hof zu Horstmer mit aller Slachtenut und allen Zubehörungen, das ihr vollschuldiges und "dorslachtig egen" (d.h. Allod) Gut ist, außer Holz und Teich. Solange Friedrich lebt, behält er die Präsentation. Vorschriften für den Priester. Alle Opfer, Präbenden, seidene Wand und andere Dinge für den Altar gehören der Priorin und dem Konvent. Priester soll dem Bischof von Paderborn gehorsamen. Soll täglich Messe lesen, viermal im Jahr für die Seelen der Stifter und ihrer Freunde, soll dem Kapellan von St. Johan helfen. Der Priester, der mit dem Altar belehnt ist, soll an jedem Montag eine Quart Wein oder vier Pfennige Lemgoisch, einen Schafkäse und zwei Wecken der Marienkirche auf der Neustadt zu Lemgo auf ihrem Altar darbringen. Bei Zwistigkeiten zwischen Kapellan und Priester entscheiden Priorin, Konvent oder Kirchherr. Unterläßt der Priester die Montagspräbende oder ist sonst lässig, so sollen ihn Priorin und Konvent entsetzen mit Wissenschaft des Bischofs und einen anderen mit dem Altar belehnen. In Godes jaren 1360 to unser vrowen dage also se geboren ward. Original auf Pergament mit anhängendem Siegel.