Konstanzer Offizial weist eine Injurienklage des Ludwig Jungling von Monhardt, Pfarrer in Walddorf, in Höhe von 400 fl. Schadensersatz gegen Konrad Ulricher, derzeit Vikar in Horb, zurück, weil der Kläger nicht klageberechtigt ist. Der Beklagte hat erfolgreich die Einrede der Exkommunikation und Spoliation erhoben, weil Jungling mit mehreren Komplizen während des Bauernkrieges (1525) das Haus des Ulrichers überfallen und ausgeraubt hatte. Ulricher wurde in der Kirche und auf dem Kirchhof gefangengenommen und misshandelt. Durch diesen Angriff auf einen Priester hat sich Jungling exkommuniziert und ist daher klageunfähig.
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Konstanzer Offizial weist eine Injurienklage des Ludwig Jungling von Monhardt, Pfarrer in Walddorf, in Höhe von 400 fl. Schadensersatz gegen Konrad Ulricher, derzeit Vikar in Horb, zurück, weil der Kläger nicht klageberechtigt ist. Der Beklagte hat erfolgreich die Einrede der Exkommunikation und Spoliation erhoben, weil Jungling mit mehreren Komplizen während des Bauernkrieges (1525) das Haus des Ulrichers überfallen und ausgeraubt hatte. Ulricher wurde in der Kirche und auf dem Kirchhof gefangengenommen und misshandelt. Durch diesen Angriff auf einen Priester hat sich Jungling exkommuniziert und ist daher klageunfähig.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 U 1
H 54 Bü 34 Nr. 4
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, H 54 Bauernkrieg
Bauernkrieg >> 1. Urkunden
1529 April 8
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Radolfzell
Aussteller: Offizial der Kurie zu Konstanz
Zeugen: Leonhard Altweger und Heinrich Berscher, geschworene Notare der Konstanzer Kurie
Siegler: wie Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel, Fragment; restauriert Oktober 1962/Maier
Vermerke: auf dem Umbug mit Unterschrift des Notars Georius Albrecht
Anmerkungen: vgl. Akten zum Vorgang in H 54 Bü 34 Nr. 4
Aussteller: Offizial der Kurie zu Konstanz
Zeugen: Leonhard Altweger und Heinrich Berscher, geschworene Notare der Konstanzer Kurie
Siegler: wie Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel, Fragment; restauriert Oktober 1962/Maier
Vermerke: auf dem Umbug mit Unterschrift des Notars Georius Albrecht
Anmerkungen: vgl. Akten zum Vorgang in H 54 Bü 34 Nr. 4
Albrecht, Georius; Notar
Altweger, Leonhard; Notar
Besther, Heinrich; Notar
Jungling, Ludwig
Ulricher, Konrad
Horb am Neckar FDS
Konstanz KN
Monhardt : Walddorf, Altensteig CW
Walddorf : Altensteig CW
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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