Relation der zur Untersuchung der Streitigkeiten zwischen Rat und Oberamtmann Joseph Riedinger von Gutenzell und den Gutenzeller Untertanen verordneten Kommissare P. Eusebius Enselin (Enßlin?), p. t. Pfleger zu Schemmerberg, Wolfg. Jak. Leinberer, Pfleger zu Ehingen, und Franz Zeis, Oberamtmann zu Heggbach; Schreiben Riedingers an Abt Stephan von Salem und des Abtes an den Oberamtmann in Heggbach sowie an Äbtissin Maria Viktoria über die Ersetzung Riedingers durch Zeis oder einen anderen Interessenten: Wiedervermählung Riedingers nach zehnmonatigem Witwerstand mit der Tochter des weiland Rates und Kanzleiverwalters der Deutschordenskomturei Mainau Dr. Öhler und Bitte des Bräutigams um Entsendung eines Vertreters, der im Namen des Abtes diesen "Ehrentag kondekoriere und in dem Amtshause einer Mittagssuppe beizuwohnen belieben möchte" (1716 Febr.); Konfirmation des Heggbacher Oberamtmanns Zeis durch Abt Stephan auf die Oberamtmannsstelle zu Gutenzell (1716 März); Riedinger dankt dem Abt für die Zusicherung, ihn solange in Gutenzell zu behalten, bis er "anderwärts wieder ein honorables officium bekommen möchte", und wirft sich, "weil der allgütige Gott omnes peccatores vere poenitentes iterum in gratiam recipit", samt Frau und 5 Kindern dem Abt nochmals zu Füßen (1716 Apr.); eigenmächtige Vorsprache des nach Heggbach bestimmten Kanzleiverwalters von Sulgen (wohl = Saulgau) im Kl. Gutenzell und daraufhin von der Äbtissin gegen Abt Stephan erhobener Vorwurf "gählinger Veränderung"; Widerstand von Äbtissin und Konvent gegen den vom Abt vorbehaltlich anderweitiger Versorgung Riedingers bestätigten Zeis (1716 Juni).

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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