Eberhard Graf zu Wertheim und Gräfin Katherin, seine eheliche Hausfrau, verleihen den von ihnen in der Pfarre zu Wertheim gestifteten Altar St. Fabian und Sebastian dem Priester Heinrich, Kaplan von Helmstadt (Helblingestad) genannt, zugleich geben sie demselben die sog. Furstenhofestad in Wertheim, über den Weg gegenüber dem Grefenhof gelegen und bei dem Stadttor an die Ringmauer anstoßend. Sie befreien den Hof von Lasten und gestatten überdies dem Kaplan, jährlich 5 Fuder Wein in die Stadt einzuführen und abgabenlos zu verkaufen. Kauft der Kaplan an Stelle der verliehenen Hofstücke ein anderes Haus in der Stadt, bis zu 100 Pfund h wert, so soll dies die Freiheit genießen, die dann dem Fürstenhof wieder verloren geht. In Rechtsstreitigkeiten mit Bürgern hat der jeweilige Vikar vor dem gräflichen Amtmann zu Wertheim Recht zu suchen.