Strafverfahrensrecht (Generalakte)
Vollständigen Titel anzeigen
11056 Amtsgericht Großenhain, Nr. 1188 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: 41
11056 Amtsgericht Großenhain
11056 Amtsgericht Großenhain >> 02 Strafgerichtsbarkeit >> 02.01 Allgemeine Angelegenheiten
1936 - 1944
Enthält u.a.: Haft rechtskräftig zum Tode Verurteilter (Bl. 5).- Beschlagnahme und Durchsuchung bei Mitgliedern verschiedener NS-Organisationen (Bl. 8).- Niederschrift von Zeugenaussagen in der Begründung des Strafurteils (Bl. 13).- Dienststellen der "Sächsischen Straffälligenbetreuung und Ermittelungshilfe e.V." im Dienstbereich des Oberlandesgerichts Dresden und Inanspruchnahme der Ermittelungshilfe (Bl. 15).- Sachverständiger Dr. Hans Popp (Bl. 20).- Unwahre Angaben über die Zugehörigkeit zur SA (Bl. 21).- Gerichtliche Leichenöffnungen (Bl. 23).- Erteilung der Bestattungsgenehmigung (§ 159 Abs. 2 StPO) bei Todesfällen durch feindliche Einwirkung (Bl. 25).- Entrichtung von Bußen an das Winterhilfswerk (Bl. 27).- Leichenschau bei Schutzhäftlingen (Bl. 28).- Überwachung des Brief- und Besuchsverkehrs der Untersuchungsgefangenen im Vorverfahren (Bl. 29, 41).- Beschleunigte Betreibung der Strafvollstreckung (Bl. 32).- Konsulenten als Verteidiger in Strafsachen (Bl. 33 ff.).- Beschleunigtes Verfahren (Schnellverfahren) (Bl. 35, 47 ff, 51).- Strafanträge der Zentralbehörden und anderer öffentlicher Dienststellen (Bl. 40).- Behandlung von Privatklagesachen im Krieg (Bl. 42, 55 ff).- Vernehmung von Wehrmachtsangehörigen als Zeugen (Bl. 43).- Privatklagesachen von Juden gegen "deutsche Volksgenossen" (Bl. 44).- Strafsachen von minderer Bedeutung (Bl. 53).- Bewilligung von Hafterleichterungen (Bl. 54).- Öffentliche Bekanntmachungen von Verurteilungen (Bl. 58, 99).- Übertragung der Eidesformel in andere Sprachen (Bl. 60 ff., 73).- Vereidigung von Zeugen aus "Feindstaaten" (Bl. 63).- Verzögerte Behandlung von Strafsachen (Bl. 68).- Mitwirkung von Rechtsbeiständen in Privatklageverfahren (Bl. 78).- Polen und Juden im Verfahren gegen Deutsche (Bl. 79).- Durchführung von Strafverfahren gegen Wehrmachtsangehörige (Bl. 86).- Vernehmung von Frauen zu Fragen geschlechtlicher Art (Bl. 88).- Übergang von Strafbefehlsverfahren in das beschleunigte Verfahren (Bl. 93).- Auskunfts- und Anzeigepflicht der Rechtsanwälte in Personalangelegenheiten (Bl. 107).- Tätigkeit von Richtern und Staatsanwälten sowie Sachverständigen in Rechtssachen, die sie als Mitarbeiter einer Parteidienststelle bearbeitet haben (Bl. 115).- Beachtung der Bekämpfung von Bandenbildung durch Jugendliche vor dem Hintergrund eines Urteils des Landgerichts Leipzig (Bl. 117).- Verhinderung des Selbstmordes von Untersuchungsgefangenen (Bl. 119).- Vernehmung von Ostarbeitern im Strafverfahren (Bl. 121).
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:29 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 02. Königreich und Freistaat Sachsen 1831 - 1945 (Tektonik)
- 02.03 Fachbehörden und nachgeordnete Einrichtungen (Tektonik)
- 02.03.04 Justiz (Tektonik)
- 02.03.04.02 Gerichte (Tektonik)
- 02.03.04.02.07 Amtsgerichte (Tektonik)
- Amtsgericht Großenhain (Bestand)
- 02 Strafgerichtsbarkeit (Gliederung)
- 02.01 Allgemeine Angelegenheiten (Gliederung)