Gertrud Pfeilsticker geb. Stockmayer (1880-1963), Teilnachlass (Bestand)
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UAT 403/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> N Nachlässe und kleinere Erwerbungen >> Nl Nachlässe O - P >> Gertrud Pfeilsticker geb. Stockmayer (1880-1963)
1767-1962
Bestandsbeschreibung: Übernommen: 1984 aus Privatbesitz.
1. Zur Biographie
Gertrud Stockmayer kam in Stuttgart am 4. Februar 1880 als Tochter des ersten besoldeten Gemeinderates Eugen Stockmayer und seiner Ehefrau Alwine geb. Hartmann (Quelle: UAT 131/58b, 31) zur Welt. Nach dem Besuch des Katharinenstifts und der höheren Töchterschule belegte sie von 1897 bis 1899 als Hospitantin an der Technischen Hochschule und dem Konservatorium für Musik Vorlesungen über Kulturgeschichte, Geschichte, Rechts- und Verwal-
tungskunde, Volkswirtschaftslehre und Literatur. 1900 entschloß sich die bereits 20jährige zum Eintritt in das 1899 gegründete Stuttgarter Mädchengymnasium (403/1). Mit Hedwig Dinkel, Anna Stettenheimer und Martha Vollmoeller ge-
hörte Gertrud Stockmayer zu den ersten jungen Frauen, die 1904 in Württemberg als ordentliche Schülerinnen die Reifeprüfung ablegten. In der Folge studierte sie als eine der ersten Frauen an der Universität Tübingen und promovierte 1908 im Fach Geschichte mit einer Dissertation »Über Naturgefühl in Deutschland im 10. und 11. Jahrhundert.« Nach ihrer Heirat im gleichen Jahr widmete sie sich ganz ihrer Familien und ihren drei Töchtern und war nicht mehr wissen-
schaftlich tätig.
2. Bestandsgeschichte
Dieses Findbuch erschließt Unterlagen aus dem Nachlaß von Gertrud Pfeilsticker-Stockmayer, die wegen ihrer Bedeutung für die Geschichte des Frauenstudiums an der Universität Tübingen im Jahr 1984 als Depositum dem Universitätsarchiv übergeben wurden. Es handelt sich vor allem um tagebuchartige Aufzeichnungen und Korrespondenzen aus den Jahren 1892 bis 1928, insbesondere auch aus der Schul- und Studienzeit von Gertrud Stockmayer. Darüber hinaus findet sich Material auch aus aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Bezug zu weiteren Angehörigen der Familie Stockmayer und deren Studium an der Universität Tübingen.
3. Bearbeiterbericht
Der Bestand wurde 1984 von Irmela Bauer und Edith Glaser verzeichnet. Diese Arbeiten standen im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt zur Geschichte des Frauenstudiums, das damals mit Unterstützung der Deutchen Forschungsgemeinschaft durchgeführt wurde. Nach Abschluß des Projekts und der Rückgabe einzelner Stücke an die Eigentümer im Jahr 1988 wurde eine Revision, die Irmela Bauer durchgeführt und teilweise mit einer vertieften Erschlie-
ßung verbunden wurde. Die vorliegende, überarbeitete Fassung des Repertoriums wurde von ihr nach der Erfassung der Titelaufnahmen für die EDV im Jahr 1994 erstellt.
4. Benutzungshinweise, -beschränkungen
Besondere Benutzungsbeschränkungen bestehen nicht.Es gelten die üblichen Schutzfristen gemäß Archivgesetz von Baden-Württemberg.
5. Literatur
Glaser, Edith: Hindernisse, Umwege, Sackgassen. Die Anfänge des Frauenstudiums in Tübingen (1904-1934). Tübingen 1992 (=Ergebnisse der Frauenforschung 25).
Margarete von Wrangell und andere Pionierinnen. Die ersten Frauen an den Hochschulen von Baden-Württemberg. Begleitbuch zur Ausstellung. Hrsg. von Ulrich Fellmeth unter Mitarbeit von Sonja Hosseinzadeh. Hohenheim 1998 (Hohenheimer Themen. Sonderband)
6. Ergänzende Überlieferung
Teile des Nachlasses wurden bereits im Jahre 1963 dem Stadtarchiv Stuttgart übergeben, wo sie mit anderen Unterlagen besonders aus der Familie Stockmayer den Bestand »Nachlaß Pfeilsticker-Stockmayer« bilden.
19.7.2000
Michael Wischnath
Inhalt:
A. Gertrud Pfeilsticker-Stockmayer
Zeugnisse (UAT 403/1: 1 Nr., 1883-1904).
Tagebücher (UAT 403/2-6: 5 Nrn, 1892-1898, 1951).
Poesiealben (UAT 403/7-8: 2 Nrn, 1889-1897, 1925).
Studium und Studienunterlagen (UAT 403/9-12: 4 Nrn, 1908).
Literarische Arbeiten, Gelegenheitsgedichte (UAT 403/13-21: 9 Nrn, 1907-1960).
Reisetagebücher (UAT 403/22-36: 15 Nrn, 1900-1957).
Familienkorrespondenz (UAT 403/37-46: 10 Nrn, 1899-1932, 1953).
Sonstiges, Fotografien (UAT 403/47-51: 5 Nrn, 1880-1962).
B. Familie Stockmayer:
Gelegenheitsgedichte, Nachrufe, Stipendienakten u.a. (UAT 403/52-54: 3 Nrn, 1767-1904).
C. Elsbeth Stockmayer (geb. 1885):
Jugenderinnerungen 1885-1913 (UAT 403/55-56: 2 Nrn, o.D.).
1. Zur Biographie
Gertrud Stockmayer kam in Stuttgart am 4. Februar 1880 als Tochter des ersten besoldeten Gemeinderates Eugen Stockmayer und seiner Ehefrau Alwine geb. Hartmann (Quelle: UAT 131/58b, 31) zur Welt. Nach dem Besuch des Katharinenstifts und der höheren Töchterschule belegte sie von 1897 bis 1899 als Hospitantin an der Technischen Hochschule und dem Konservatorium für Musik Vorlesungen über Kulturgeschichte, Geschichte, Rechts- und Verwal-
tungskunde, Volkswirtschaftslehre und Literatur. 1900 entschloß sich die bereits 20jährige zum Eintritt in das 1899 gegründete Stuttgarter Mädchengymnasium (403/1). Mit Hedwig Dinkel, Anna Stettenheimer und Martha Vollmoeller ge-
hörte Gertrud Stockmayer zu den ersten jungen Frauen, die 1904 in Württemberg als ordentliche Schülerinnen die Reifeprüfung ablegten. In der Folge studierte sie als eine der ersten Frauen an der Universität Tübingen und promovierte 1908 im Fach Geschichte mit einer Dissertation »Über Naturgefühl in Deutschland im 10. und 11. Jahrhundert.« Nach ihrer Heirat im gleichen Jahr widmete sie sich ganz ihrer Familien und ihren drei Töchtern und war nicht mehr wissen-
schaftlich tätig.
2. Bestandsgeschichte
Dieses Findbuch erschließt Unterlagen aus dem Nachlaß von Gertrud Pfeilsticker-Stockmayer, die wegen ihrer Bedeutung für die Geschichte des Frauenstudiums an der Universität Tübingen im Jahr 1984 als Depositum dem Universitätsarchiv übergeben wurden. Es handelt sich vor allem um tagebuchartige Aufzeichnungen und Korrespondenzen aus den Jahren 1892 bis 1928, insbesondere auch aus der Schul- und Studienzeit von Gertrud Stockmayer. Darüber hinaus findet sich Material auch aus aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Bezug zu weiteren Angehörigen der Familie Stockmayer und deren Studium an der Universität Tübingen.
3. Bearbeiterbericht
Der Bestand wurde 1984 von Irmela Bauer und Edith Glaser verzeichnet. Diese Arbeiten standen im Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt zur Geschichte des Frauenstudiums, das damals mit Unterstützung der Deutchen Forschungsgemeinschaft durchgeführt wurde. Nach Abschluß des Projekts und der Rückgabe einzelner Stücke an die Eigentümer im Jahr 1988 wurde eine Revision, die Irmela Bauer durchgeführt und teilweise mit einer vertieften Erschlie-
ßung verbunden wurde. Die vorliegende, überarbeitete Fassung des Repertoriums wurde von ihr nach der Erfassung der Titelaufnahmen für die EDV im Jahr 1994 erstellt.
4. Benutzungshinweise, -beschränkungen
Besondere Benutzungsbeschränkungen bestehen nicht.Es gelten die üblichen Schutzfristen gemäß Archivgesetz von Baden-Württemberg.
5. Literatur
Glaser, Edith: Hindernisse, Umwege, Sackgassen. Die Anfänge des Frauenstudiums in Tübingen (1904-1934). Tübingen 1992 (=Ergebnisse der Frauenforschung 25).
Margarete von Wrangell und andere Pionierinnen. Die ersten Frauen an den Hochschulen von Baden-Württemberg. Begleitbuch zur Ausstellung. Hrsg. von Ulrich Fellmeth unter Mitarbeit von Sonja Hosseinzadeh. Hohenheim 1998 (Hohenheimer Themen. Sonderband)
6. Ergänzende Überlieferung
Teile des Nachlasses wurden bereits im Jahre 1963 dem Stadtarchiv Stuttgart übergeben, wo sie mit anderen Unterlagen besonders aus der Familie Stockmayer den Bestand »Nachlaß Pfeilsticker-Stockmayer« bilden.
19.7.2000
Michael Wischnath
Inhalt:
A. Gertrud Pfeilsticker-Stockmayer
Zeugnisse (UAT 403/1: 1 Nr., 1883-1904).
Tagebücher (UAT 403/2-6: 5 Nrn, 1892-1898, 1951).
Poesiealben (UAT 403/7-8: 2 Nrn, 1889-1897, 1925).
Studium und Studienunterlagen (UAT 403/9-12: 4 Nrn, 1908).
Literarische Arbeiten, Gelegenheitsgedichte (UAT 403/13-21: 9 Nrn, 1907-1960).
Reisetagebücher (UAT 403/22-36: 15 Nrn, 1900-1957).
Familienkorrespondenz (UAT 403/37-46: 10 Nrn, 1899-1932, 1953).
Sonstiges, Fotografien (UAT 403/47-51: 5 Nrn, 1880-1962).
B. Familie Stockmayer:
Gelegenheitsgedichte, Nachrufe, Stipendienakten u.a. (UAT 403/52-54: 3 Nrn, 1767-1904).
C. Elsbeth Stockmayer (geb. 1885):
Jugenderinnerungen 1885-1913 (UAT 403/55-56: 2 Nrn, o.D.).
56 Nrn; 0,60 lfm
Bestand
Nachlass
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
17.12.2025, 9:03 AM CET
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