Schramm, Prof. Dr. Percy Ernst (Major d.R., Historiker) (Bestand)
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BArch N 980
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> S
1939-1952
Geschichte des Bestandsbildners: Schramm, Prof. Dr. Percy Ernst (14.10.1894 - 12.11.1970)
Major d.R., Historiker
geb.: 14.10.1894 in Hamburg
gest.: 12.11.1970 in Göttingen
durch das Elternhaus enger Kontakt zu seinem späteren Förderer Aby Warburg
Apr. 1914 Beginn des Geschichts-Studiums an der Universität Freiburg i.Br.
3.8.1914 Eintritt in die Preußische Armee als Kriegsfreiwilliger
Juni 1916 Leutnant; letzter Dienstgrad Rittmeister
1919 Eintritt in Freikorps
ab Sommer 1919 wieder Geschichtsstudium, zunächst in Hamburg, aber noch im Sommer 1919 Wechsel nach Marburg
ab Sommer 1920 Universität München; Schwerpunkt Mittelalter
ab Sommer 1921 Universität Heidelberg
1922 Promotion (bei Karl Hampe) über Kaiser Otto III.; Anstellung beim der Monumenta Germaniae Historica
1924 Habilitation über Kaiser Otto III.
1924-1929 Privatdozent in Heidelberg
ab Apr. 1929 Universität Göttingen als Professor für mittlere und neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften sowie Direktor des Historischen Seminars
ab 1931 Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift; Mitglied des leitenden Ausschusses des Verbandes Deutscher Historiker
1932 öffentliches Engagement zugunsten der Wiederwahl von Hindenburg
1934-1938 Mitglied der Reiter-SA
1935 Auschluß aus der Redaktion der Historischen Zeitschrift
1937 Gesuch um Aufnahme in die NSDAP; erst 1939 stattgegeben
Mai 1937 Einladung zur Krönung König Georg VI. von Großbritannien als einziger deutscher Zivilist
durch seine Frau Ehrengard von Thadden Schwager der als Widerstandskämpferin hingerichteten Elisabeth von Thadden
Herbst 1939 Einberufung als Rittmeister d.R.; Verwendung im Oberkommando der Wehrmacht
März 1943-Mai 1945 Kriegstagebuch-Führer im Führerhauptquartier im Oberkommando der Wehrmacht, auch Anfertigung von Berichten und Gutachten
1.6.1943 Major d.R.
ignoriert bei Kriegsende den Befehl zur Vernichtung des Kriegstagebuchs (dadurch erhalten geblieben)
Mai 1945-Okt. 1946 US-Kriegsgefangenschaft; Rückkehr nach Göttingen
Zeuge der Verteidigung bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen
1946-1948 Lehrverbot
Nov. 1948 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Universität Göttingen
ab Ender der 1940er zunehmend auch als Spezialist für den Zweiten Weltkrieg anerkannt
in 1960ern Edition des Kriegstagebuchs des Oberkommandos der Wehrmacht zusammen mit seinen Schülern Andreas Hillgruber und Hans-Adolg Jacobsen sowie Walter Hubatsch
1961-1963 Herausgabe in 4 Bänden
1963 Herausgeber von Henry Pickers Notizen als Protokollant im Führerhauptqartier unter dem Titel "Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941-1942"
1963 emeritiert
Auszeichnungen (Auswahl):
1958 Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
1963 Wahl zum Kanzler des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
Bestandsbeschreibung: Der Nachlaß war ursprünglich als Sammlung angelegt worden (Bestand MSg 130), zwischenzeitlich in einen übergeordneten Sammlungsbestand (MSg 2) aufgegangen und wurde 2017 als Nachlaß neu formiert. Die ursprüngliche Erschließung aus der Zeit als MSg 130 blieb dabei erhalten. Die Unterlagen waren dem Bundesarchiv 1961 durch Schramm selbst übereignet worden.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand stellt eine detailreiche Materialsammlung Schramms zu seiner Edition des Kriegstagebuchs des OKW 1940-1945 dar. Bei den dem MA überlassenen Unterlagen handelt es sich um Fotokopien und Schreibmaschinenabschriften der Originale des Kriegstagebuchs des Wehrmachtführungsstabes, sowie um Manuskripte, Druckfahnen und Anlagen zu seiner Edition „Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht 1940-1945". Schramm hat ausdrücklich zur Bedingung gemacht: „… daß jeder, der die Exaktheit meiner Edition nachprüfen möchte, die von ihm gewünschten Unterlagen zur Einsichtnahme vorgelegt erhält."
Zitierweise: BArch N 980/...
Major d.R., Historiker
geb.: 14.10.1894 in Hamburg
gest.: 12.11.1970 in Göttingen
durch das Elternhaus enger Kontakt zu seinem späteren Förderer Aby Warburg
Apr. 1914 Beginn des Geschichts-Studiums an der Universität Freiburg i.Br.
3.8.1914 Eintritt in die Preußische Armee als Kriegsfreiwilliger
Juni 1916 Leutnant; letzter Dienstgrad Rittmeister
1919 Eintritt in Freikorps
ab Sommer 1919 wieder Geschichtsstudium, zunächst in Hamburg, aber noch im Sommer 1919 Wechsel nach Marburg
ab Sommer 1920 Universität München; Schwerpunkt Mittelalter
ab Sommer 1921 Universität Heidelberg
1922 Promotion (bei Karl Hampe) über Kaiser Otto III.; Anstellung beim der Monumenta Germaniae Historica
1924 Habilitation über Kaiser Otto III.
1924-1929 Privatdozent in Heidelberg
ab Apr. 1929 Universität Göttingen als Professor für mittlere und neuere Geschichte und Historische Hilfswissenschaften sowie Direktor des Historischen Seminars
ab 1931 Mitherausgeber der Historischen Zeitschrift; Mitglied des leitenden Ausschusses des Verbandes Deutscher Historiker
1932 öffentliches Engagement zugunsten der Wiederwahl von Hindenburg
1934-1938 Mitglied der Reiter-SA
1935 Auschluß aus der Redaktion der Historischen Zeitschrift
1937 Gesuch um Aufnahme in die NSDAP; erst 1939 stattgegeben
Mai 1937 Einladung zur Krönung König Georg VI. von Großbritannien als einziger deutscher Zivilist
durch seine Frau Ehrengard von Thadden Schwager der als Widerstandskämpferin hingerichteten Elisabeth von Thadden
Herbst 1939 Einberufung als Rittmeister d.R.; Verwendung im Oberkommando der Wehrmacht
März 1943-Mai 1945 Kriegstagebuch-Führer im Führerhauptquartier im Oberkommando der Wehrmacht, auch Anfertigung von Berichten und Gutachten
1.6.1943 Major d.R.
ignoriert bei Kriegsende den Befehl zur Vernichtung des Kriegstagebuchs (dadurch erhalten geblieben)
Mai 1945-Okt. 1946 US-Kriegsgefangenschaft; Rückkehr nach Göttingen
Zeuge der Verteidigung bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen
1946-1948 Lehrverbot
Nov. 1948 Wiederaufnahme der Lehrtätigkeit an der Universität Göttingen
ab Ender der 1940er zunehmend auch als Spezialist für den Zweiten Weltkrieg anerkannt
in 1960ern Edition des Kriegstagebuchs des Oberkommandos der Wehrmacht zusammen mit seinen Schülern Andreas Hillgruber und Hans-Adolg Jacobsen sowie Walter Hubatsch
1961-1963 Herausgabe in 4 Bänden
1963 Herausgeber von Henry Pickers Notizen als Protokollant im Führerhauptqartier unter dem Titel "Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier 1941-1942"
1963 emeritiert
Auszeichnungen (Auswahl):
1958 Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
1963 Wahl zum Kanzler des Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste
Bestandsbeschreibung: Der Nachlaß war ursprünglich als Sammlung angelegt worden (Bestand MSg 130), zwischenzeitlich in einen übergeordneten Sammlungsbestand (MSg 2) aufgegangen und wurde 2017 als Nachlaß neu formiert. Die ursprüngliche Erschließung aus der Zeit als MSg 130 blieb dabei erhalten. Die Unterlagen waren dem Bundesarchiv 1961 durch Schramm selbst übereignet worden.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand stellt eine detailreiche Materialsammlung Schramms zu seiner Edition des Kriegstagebuchs des OKW 1940-1945 dar. Bei den dem MA überlassenen Unterlagen handelt es sich um Fotokopien und Schreibmaschinenabschriften der Originale des Kriegstagebuchs des Wehrmachtführungsstabes, sowie um Manuskripte, Druckfahnen und Anlagen zu seiner Edition „Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht 1940-1945". Schramm hat ausdrücklich zur Bedingung gemacht: „… daß jeder, der die Exaktheit meiner Edition nachprüfen möchte, die von ihm gewünschten Unterlagen zur Einsichtnahme vorgelegt erhält."
Zitierweise: BArch N 980/...
Schramm, Percy Ernst, 1894-1970
72 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST