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Ritterabschiede (gebundener Band), Tomus VIII
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Oberrheinische Reichsritterschaft >> 6 Ritterabschiede seit 1542
1620-1623
Enthält: 1620 Februar 4 / 14 (Speyer)
Enthält: Korrespondenztagsabschied, u. a.: Verhältnis zum Kaiser
Enthält: kurpfälzisches 'jurisdictio in vasallos', v. Wallendorff / Forstmeister, v. Massenbach, Lehnsdienste außer Landes, Reichsjustizreform, Maßnahmen zur Verteidigung der Reichsritterschaft [bzw. ihrer Orte] im Krieg, Kanton Odenwald hat der protestantischen Union eine Beisteuer gegeben, die Kantone Baunach, Gebirg, Rhön-Werra, Steigerwald haben ihr zwei Kompanien Reiter zugesagt, sickingenscher Familienstreit, Original, Beiakten, u. a.: Mandat Kaiser Ferdinands II. an alle Stände und die Reichsritterschaft, sich weder durch den Schein von Lehnspflichtigen, noch das Beispiel der böhmischen Rebellen noch anderer Vorwände von der Gehorsamspflicht gegen den Kaiser abbringen lassen, er selbst wolle (anders, als grundlose Gerüchte sagen) den Religionsfrieden halten, 1620 Februar 8: Werbung der kaiserlichen Gesandten und neutrale Antwort der Reichsritterschaft, gemeinschaftliche Beschwerden der drei Ritterkreise
Enthält: 1620 Februar 10: Erzherzog Leopold verweist die Reichsritterschaft auf ihren Lehnspflichtgehorsam gegen den Kaiser, nebst Antwort
Enthält: 1620 April 13 (Mainz): rheinischer Ritterabschied, u. a.: kurmainzischer Hofgerichtsassessor Jakob v. Wachholdt gegen seinen Schwager J. R. Klingelbach, ein vom Wetterauer Grafenverein vorgeschlagenes Bündnis mit der Burg Friedberg könne nur mit der rheinischen Reichsritterschaft geschlossen werden, Beschwerde gegen Kurpfalz (v. Partenheim-v. Wallbrunn, wegen Steuer und Huldigung zu Partenheim, Faust v, Stromberg wegen des Hochgerichts zu Vendersheim), etc., beglaubigte Kopie der Mittelrheinischen Reichsritterschafts-Kanzlei, Beiakten, u. a.: Teilnehmerliste
Enthält: 1620 Oktober 12 (Mainz): desgl.: Verhinderung der Besteuerung der rheinischen Reichsritterschaft zwecks Errichtung von zwei deutschen Fähnlein durch den kaiserlichen Generalfeldobristen Marquis Spinola, Entsendung eines Mitgliedes ins kaiserliche Feldlager zum Schutz der Reichsritterschaft, Durchsetzung der kaiserlichen 'Salvaguardia'
Enthält: 1621 Mai 9 / 19 (Mainz): desgl., u.a.: Kriegslasten im rheinischen Adel, Abschaffung eines von Kurpfalz in Nieder-Saulheim eingesetzten kalvinistischen Prädikanten, vorläufige Vertreter des verstorbenen Ritterhauptmanns W. Friedr[ich] v. Dalberg: Joh[ann] v. Rodenstein, Caspar Lerch
Enthält: 1621 Juni 19 (Esslingen): Korrespondenztagsabschied, u. a.: kurpfälzisches 'jurisdictio in vasallos', schwäbische Reichsritterschaft / Österreich, v. Wallendorff / v. Forstmeister (Bensheim), v. Massenbach, Reichsjustizreform, Situation der Reichsritterschaft innerhalb des Krieges (Spinola), Frage, ob bei Güterverkäufen nicht den nächsten Verwandten das Vorkaufsrecht einzuräumen sei, Original, mit Beiakten, u. a.: lerchscher Retrakt aufehedem schliederersche Güter zu Ruppertsberg
Enthält: 1621 November 22 / Dezember 2 (Mainz): rheinischer Ritterabschied, u. a.: Hartmann Drach, ritterschaftlicher Agent in Wien, Vertretung der Ritter- und Bürgerschaft zu Oppenheim am Kaiserhof durch die Legation der rheinischen Reichsritterschaft, Einsperrung des J. Gottfried v. Sickingen durch den spanischen General Gonzalo Fernandez de Cordova
Enthält: J. Eust[achius] v. Frankenstein / Stadt Frankfurt (Zoll), Abrechnung der Erben des verstorbenen Ritterhauptmanns W. F. v. Dalberg über die eingenommenen Rittersteuern und Herausgabe der Akten, Frage, wer nach der Ächtung des Kurfürsten Friedrich V. die pfälzischen Lehen erteile, beglaubigte Kopie der Mittelrheinischen Reichsritterschaft 1737
Enthält: 1622 April 17 / 27 (Mainz): desgl.
Enthält: u. a.: Kriegsleiden des rheinischen Adels, Kaiser verlangt Lehnsdienste der Reichsritterschaft gegen Graf [Ernst] v. Mansfeld, erhält aber nur z. T. Geld, Rezeption des Adam v. Mörle gen. Böhm, Wahl des Caspar Lerch v. Dirmstein zum Ritterhauptmann der Oberrheinischen Reichsritterschaft, beglaubigte Kopie der Mittelrheinischen Reichsritterschaftskanzlei 1737
Enthält: 1622 Mai 3 (Rothenburg): Korrespondenztagsabschied, u. a.: Legation an den Kaiserhof, u. a. wegen Bedrückungen durch Kurpfalz, Inkompetenz des kurpfälzischen Hofgerichts in Sachen v. Wallendorff / v. Forstmeister, Reichsjustizreform, Differenzen der fränkischen Reichsritterschaft mit den Bistümern Bamberg und Würzburg
Enthält: Haft des J. G[ottfried] v. Sickingen durch den spanischen General Cordova seit zehn Monaten, Original, mit Beiakten, u. a.: Korrespondenz der fränkischen Reichsritterschaft mit Mansfeld (Nr. 3 ff.), Instruktion der rheinischen Reichsritterschaft zum Korrespondenztag, Original (Nr. 6), 1622 November 3: Gesuch der rheinischen Reichsritterschaft an den fürstlichen Kollegialtag zu Regensburg um Hilfe gegen Kriegsdrangsale (Nr. 8), 1622 Februar 13 / 23: schwäbischer Ritterabschied (Auszug, Nr. 10), Korrespondenz mit dem Kaiser, Reichsvizekanzler von Ulm, Dr.Christoph Erbermann in Oehringen (Syndikus der fränkischen Reichsritterschaft)
Enthält: 1622 September 9 (Mainz): rheinischer Ritterabschied, u. a.: kurpfälzische Zudringlichkeiten, Remonstration gegen die Einsetzung eines katholischen Pfarrers in Nieder-Saulheim durch den Kollator, das Heiligkreuz in Mainz, Rückstände der v. Sickingen infolge starker Einquartierungen in Landstuhl, beglaubigte Kopie der Niederrheinischen Reichsritterschaft
Enthält: 1623 Mai 20 (Regensburg): Abschied und Diarium der ritterschaftlichen Legation November 1622-März 1623, Oberrheinische Reichsritterschaft: C[aspar] Lerch und Stadtsyndikus zu Frankfurt Dr. Melchior Erasmus) zum fürstlichen Kollegialtag und den kaiserlichen Hoflager in Regensburg, Verhandlungen besonders über die üble Lage der Reichsritterschaft (Vorwurf Kaiser Ferdinands II., besonders die rheinische Reichsritterschaft sei meist 'besser pfälzisch als kaiserisch' gewesen und hätte selbst Ursache zu ihrem Unglück bzw. Beeinträchtigung ihrer Privilegien gegeben), Klagen der Reichsritterschaft gegen Kurpfalz über Kriegslasten, der Kaiser nehme übel, dass die Oberrheinische Reichsritterschaft die Reichspfandschaften Oppenheim, Nierstein, Kaiserslautern, Ingelheimer Grund einfach als dem Kaiser heimgefallene Reichslehen angesehen wissen wolle, Audienz bei General Graf Tilly, viele Einzelbeschwerden, u. a. der schwäbischen Reichsritterschaft gegen Österreich bzw. einzelne Stifte und Frauenklöster, mit zahlreichen Beiakten, u. a.: Instruktion für C[aspar] Lerch (Nr. 1 f.), Gesamtdeputation (Namen, Nr. 5), Verzeichnis aller Beschwerdepunkte gegen Kurpfalz (Nr. 7), Bittschriften der drei Ritterkreise an den Kaiser (überreicht von C[aspar] Lerch), an Vizekanzler (Nr. 9 ff.)
Enthält: Verhandlungen mit Maximilian I. von Bayern (Nr. 12 f f.), Memorialia an den Kaiser, Reichsvizekanzler, Graf Tilly etc., wohlwollender Bescheid des Kaisers 1623 Februar 23 (Nr. 27)
Enthält: 1623 September 13 / 23 (Mainz): rheinischer Ritterabschied, u. a.: Bericht über Regensburg nebst kaiserlichem Dekret
Enthält: die Oppenheimer Lehen sollen durch den Gubernator der Pfalz Verdugo erteilt werden, der Adel soll in seine Häuser und Güter zurückkehren, Selbacher Grund
Enthält: Original, mit Beiakten, u. a.: 1623 März 17: Dekret Kaiser Ferdinands II. mit Zusagen: Schutz der Privilegien und Immedietät, Vermittlung bei Kurfürst Maximilian von Bayern bzw. dem künftigen Besitzer der Kurpfalz wegen deren Übergriffe (besonders in Religionssachen,Verwaltung der Sakramente, Einführung des Kalvinismus), Zollbefreiung nach dem Privileg Kaiser Rudolfs II. vom 9.7.1605, adlige Güter bleiben rittersteuerbar, auch wenn sie in nichtritterschaftliche Hände kommen, Schutz des Retraktrechts, verpachtete Rittergüter sind ritter- nicht landessteuerpflichtig, Schutz des Jagdrechts der Reichsritterschaft, möglichster Schutz gegen Kriegskontributionen und Brandschatzungen
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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