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Der Offizial von Würzburg vidimiert eine Urkunde.
Siegelankündigung des Offizialsiegels. Inserierte Urkunde von 1345 Juli
22: Kraft [III.] von Hoh...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1341-1350
1345 Oktober 26
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo trecentesimo quadragesimoquinto feria quarta ante diem beatorum Symonis et Jude apostolorum
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Offizial von Würzburg vidimiert eine Urkunde. Siegelankündigung des Offizialsiegels. Inserierte Urkunde von 1345 Juli 22: Kraft [III.] von Hohenlohe und seine Frau Anna verkaufen wegen ihrer Schulden bei Juden und Christen Otto [II. von Wolfskeel], Bischof von Würzburg, und seinem Stift die Burg und Stadt Röttingen, die Dörfer Riedenheim, Schönstein, Isingen, Sonderhofen, Oberhausen (Obernhoven), Bolzhausen, Aufstetten, Sächsenheim sowie die Kirchstellen von St. Peter und St. Blasius in Röttingen. Das alles wird mit sämtlichen Leuten, Rechten, Steuern, Zöllen, Gerichten und Zubehör verkauft. Weiterhin werden verkauft: das Halsgericht zu der Hart [in der Herrschaft Röttingen]; die Gerichtsgewalt in der Burg und Stadt Röttingen; die Gerichts- und Vogteirechte in den genannten Dörfern; die Burg und das Dorf Ingolstadt mit allen Rechten; das Halsgericht in Albrechtshausen; die Gerichts- und Freiungsgewalt in Ingolstadt, Aldersheim und Sulzdorf mit allem Zubehör; der Weinzins und alle Rechte in Wintershausen mit allem Zubehör; die Freiungsgewalt in Zweinhofen mit allen Rechten; die Burg Reichenberg mit allen Rechten und den Dörfern Hachenhausen und Gerolshausen; der Weinzins in Heitingsfeld, Ingolstadt und Reichenberg mit Zubehör. Ausgenommen vom Verkauf sind die Seen von Herichsheim und Aldersheim, der (Frawynen-)Hof in Sächsenheim und der Hof in Moos (Mose) [Gem. Geroldshausen, Lkr. Würzburg]. Für die aufgezählten Güter und Rechte hat Bischof Otto 17000 Pfund Heller guter Währung gezahlt. Alle Lehnsverhältnisse in Röttingen, Ingolstadt und Reichenberg bleiben mit Otto als neuem Lehnsherrn bestehen, bis auf die Dörfer, die zu Röttingen gehört haben, aber nicht erwähnt und verkauft wurden. Alle Güter und Rechte können weiterverkauft werden, bis auf den Hof in Sächsenheim. Kraft und Anna verzichten für sich und ihre Erben auf alle genannten Besitzungen und Rechte zugunsten des Bischofs Otto ebenso wie auf Rechtsmittel. Anna versichert, dass sie auf die genannten Güter keinerlei Ansprüche hat, die mit ihrer Morgengabe in Verbindung stehen. Siegelankündigung von Kraft [III.] von Hohenlohe und seiner Frau Anna. (Diser brief ist gegeben do man zalte nach Crists gebuort dritzehenhundert iar und darnach in dem fuenifundevieregisten iare an dem nehesten Frytage vor sante Jacobs tage). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers).
Vermerke (Urkunde): Siegler: Offizial von Würzburg
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Inserierte Urkunde: UB Hohenlohe II, Nr. 691 [mit Hinweis auf das Transsumpt von 1345 Oktober 26] im Staatsarchiv Marburg].
Das Halsgericht zu der Hart lag in der Herrschaft Röttingen [Landstadt im Lkr. Würzburg], vgl. UB Hohenlohe II, S. 747.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.