Vor dem unten genannten Notar und den nachbenannten Zeugen erscheint Hans [von] Hoenberg (Hoenberger), Burgmann zu Hadamar (Hadamer), und bittet, ihm einen Lehnsbrief vorzulesen. Diesem Brief zufolge haben er und seine Vorfahren von einem Herrn von Hessen etliche...

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Vollständiger Titel:
Vor dem unten genannten Notar und den nachbenannten Zeugen erscheint Hans [von] Hoenberg (Hoenberger), Burgmann zu Hadamar (Hadamer), und bittet, ihm einen Lehnsbrief vorzulesen. Diesem Brief zufolge haben er und seine Vorfahren von einem Herrn von Hessen etliche Freiheiten und Rechte zu Lehen empfangenrdie Holzfuhren und Dienste der Gemeinde Dorndorf (Dorndorff) im Kirchspiel Blasiusberg (Bleßberg) betreffen. Nach dieser Auskunft lässt Hans von Hoenberg durch Boten die Ältesten der Gemeinde Hadamar holen und befragt sie, ob ihnen bekannt sei, dass die Gemeinde Dorndorf seinen Vorfahren Dienste und Holzfuhren geleistet habe. Die Ältesten, Hans Snyder und sein Bruder Jakob, beide um die sechzig Jahre, bestätigen vor Notar und Zeugen, dass sie bei dessen Großvater, dem + älten Hoenberger gearbeitet, gesehen und gehört haben, dass die Dorndorfer diesem verstorbenen von Hoenberg Dienste und Holzfuhren geleistet haben. Danach bekundet Lutzenhentz, etwa 70 Jahre alt, dass die von Dorndorf dem verstorbenen Herrn von Hoenberg alle Fronfasten 5 oder 6 Wagen Holzfuhren gemacht haben. Die Holzfuhren der Dorndorfer werden auch von Claß Smidt bestätigt. Hentz Husellman sagt aus, sein Schwiegervater Contz Husman in dem Hof von Niedertiefenbach (zu Nidern diffenbach in deme Hobe) sei Schultheiß gewesen und haben den Dorndorfern geboten, Holzfuhren für den v. Hoenberg zu machen, was diese auch getan hätten. Hans Bodenbender bestätigt die Holzfuhren ebenfalls. Claiß Brendel erklärt, er sei Keller des Herrn von Nassau (Nassauwe) gewesen und habe gesehen, dass die von Dorndorf alle Fronfasten 5 oder 6 Wagen mit Holzfuhren gemacht hätten für Hans den verstorbenen Bruder Dietharts von Hoenberg. Sie wären dem Herrn von Hessen keinen weiteren Dienst schuldig gewesen, und hätten nur den Zehnten nach Ellar (Eller) fahren müssen. Claß Hen bestätigt wie die anderen die Holzfubren. Auf Verlangen Hans von Hoenbergs stellt der Notar die vorstehende Urkunde aus.
Archivaliensignatur:
Hessisches Hauptstaatsarchiv, 1008 a, 38
Kontext:
Nachlass Jacob Friedrich Eberhard >> Urkunden des Hofes Faulbach und der damit verbundenen Besitzstücke >> 5 1476-1500
Laufzeit:
1500-03-26
Formalbeschreibung:
Ausfertigung Perganentt Notariatsinstrument mit Signet und Unterschrift des Richardus Virginia, Kleriker Mainzer Bistums, Öffentlicher Notar und Schreiben von päpstlicher und kaiserlicher Gewalt
Archivalientyp:
Urkunde
Sonstige Erschließungsangaben:
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum nach Christi unßers Heren Geburt 1500 Jare der dritten Romercale indiction uff Donnerstag den 26. tag des Mondes Hertze umb die dritte Stunde nach Mittag im 8. Jahr d. Regierung Papst Alexanders VI.

Vermerke (Urkunde): Zeugen: Diese Dinge sind geschehen in Haus und Stube des Hans von Hoenberg in Anwesenheit von Frederich von Diez (Dietze), Schultheiß von Hadamar, Hentz Kremer, Hans Eppelman, Schöffen zu Hadamar.

Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Ende 16 Jh. Abt. 1008 a Nr. 182 f. 69.
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
1008 a Nachlass Jacob Friedrich Eberhard
Rechteinformation:
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.