Archiv der Freiherren von Woellwarth zu Essingen: Urkunden (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 9/2
Kontext:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Deposita
Bestandslaufzeit:
1359-1840
Bestandsbeschreibung:
Überlieferungsgeschichte

Die erstmals 1140 erwähnten Edelfreien von Wöllwarth (Wellwart) waren ursprünglich im Ries begütert, verlagerten ihren Besitzschwerpunkt aber allmählich auf die Ostalb. Seit 1410 bestanden eine ältere (Laubacher) und eine jüngere (Lauterburger) Linie. Die Laubacher Linie besaß u. a. Laubach (Gde. Abtsgemünd), Attenhofen, Fachsenfeld und Waiblingen (Stadt Aalen) und Polsingen (Lkr. Weißenburg-Gunzenhofen). Die Lauterburger Linie erbte zunächst Hohenrode (Gde. Essingen), noch im 15. Jahrhundert kamen Essingen und Lauterburg (Gde. Essingen) und Neubronn (Gde. Abtsgemünd) hinzu, 1726 Kleiningersheim (Lkr. Ludwigsburg). Einige der Besitzungen (Essingen, Lauterburg, Neubronn) wurden zeitweise im Kondominat mit anderen Adelsfamilien verwaltet.



1. Familien- und Besitzgeschichte: Die freiherrliche Familie von Woellwarth - so die heutige Schreibweise - ist mit den Brüdern Eberhard und Otto de Wellenwarte um 1140 erstmals nachzuweisen (1). Seit Georg von Woellwarth (verst. 1409), Ritter, ist die Genealogie derer von Woellwarth im Mannesstamm lückenlos überliefert (2). Stand die Familie ursprünglich dem Kloster Kaisheim nahe, so trat sie mit Georg in engste Verbindung zur Abtei Lorch. Anlaß hierfür war die Eheschließung Georgs mit Anna, der Tochter Ulrichs von Schechingen, vor 1363 (4). Annas Bruder Volkard (I.) wurde 1372-1389 Abt zu Lorch; sein Neffe Volkard (II.) von Woellwarth folgte ihm 1391-1399 in diesem Amt nach. Dessen direkter Nachfolger war mit Abt Johann von 1399-1413 wieder ein Schechinger (5). Georg von Woellwarth erwarb in Lorch als Leibgeding das Ritterhaus des Klosters, er stiftete den Mauritiusaltar und zwei Jahrtage für seine Familie, und er gründete 1398, dem Beispiel der Schechinger folgend, in der Mauritiuskapelle das woellwarthsche Erbbegräbnis (7). Durch Lorch wurden ferner die schon unter Graf Eberhard (II.) dem Greiner bestehenden Beziehungen Georgs zu den Grafen von Württemberg (8) wesentlich gefestigt: 1395 wurde Georg württ. Untervogt und Pfleger des Klosters Lorch; zur selben Zeit war er Hofmeister und Rat des Grafen Eberhard (III.) des Milden (9). Von den verehelichten Söhnen Georgs und Annas von Woellwarth war Ulrich mit Margarethe, der Tochter Heinrichs von Rechberg zu Heuchlingen und Witwe des Ulrich von Alfingen, verheiratet; er starb 1389 ohne männliche Erben (10). Georg der Ältere (verst. 1434) wurde der Stammvater der älteren Linie des Hauses (11), sein Bruder Georg der Jüngere (verst. 1442) begründete die jüngere Linie (12). Von den Enkeln Georgs des Älteren wurde Konrad (verst. vor 1467) (13) Ahnherr der sog. älteren Laubacher Linie, die 1572 mit Hans Bartholomäus im Mannesstamm erlosch (14). Auf Ulrich (verst. 1493), den Bruder Konrads, ist die Fachsenfelder Linie zurückzuführen (15). Nachdem Hans Sigmund (verst. 1622) (16) diese Linie zu großer wirtschaftlicher Blüte geführt hatte, teilte sie sich mit Georg Ulrich (verst. 1625) (17) und Friedrich (verst. 1633) (18) in die beiden Äste Fachsenfeld und Laubach. Allerdings errichteten am 12. Juni 1622 alle männlichen Mitglieder der Linie Fachsenfeld einen Fideikommiß, der eine völlige Besitzzersplitterung verhinderte (19). 1844 starb mit Heinrich Wilhelm, gesessen zu Polsingen und Fachsenfeld, der Ast Fachsenfeld aus (20). 1870 erlosch mit Karl Reinhard von Woellwarth-Laubach die ältere Linie der Freiherren von Woellwarth (21). Die von Georg dem Jüngeren (verst. 1442) (22) abstammende sog. Lauterburger Linie teilte sich mehrfach auf. Von allen Seitenästen war jedoch nur dem 1644 im Mannesstamm erloschenen Ast Woellwarth-Dorfmerkingen (23) der auf Georg des Jüngeren Urenkel Wilhelm (verst. 1548) (24) zurückging, ein längeres Bestehen vergönnt. In der Hauptlinie Woellwarth-Lauterburg beerbte 1601 Georg Wolf (verst. 1612) alle seine Verwandten, so daß der Besitz dieser Linie nochmals in einer Hand zusammengefaßt war (25). Georg Wolfs Söhne Heinrich Christoph (verst. 1653) (26) und Alexander (verst. 1663) (27) begründeten eigene Nebenlinien. Um eine Besitzzersplitterung zu verhindern, faßten die Urenkel und Ur-Urenkel Georg Wolfs am 17.März 1729 die wichtigsten Besitzungen der Familie in einem Fideikommiß zusammen (28). 1764 starben mit dem kaiserlichen Feldmarschall-Leutnant Philipp Gottfried die Nachkommen Heinrich Christophs in männlicher Linie aus (29). Von Alexander (verst. 1867) (30) stammen über den badischen Obersthofmeister Louis von Woellwarth (verst. 1820) (31) und seine Söhne Karl (verst. 1867) (32) und Wilhelm (verst. 1875) (33) alle heutigen Nachkommen der Linie Woellwarth-Lauterburg ab. Die Herren von Woellwarth waren ursprünglich im Ries begütert. Ihre Stammburg Wellenwart lag bei Harburg am linken Wörnitzufer (34). Sie war schon 1262 in der Hand der Grafen von Graisbach, welche die Burghut damals Marquard von Brünnsee übertragen hatten (35). Um 1299 verzichtete Otto von Woellwarth unter Vermittlung König Albrechts I. gegenüber Graf Berthold von Graisbach auf sein Rückkaufsrecht an Burg Wellenwart (36). In der Folgezeit waren es jedoch nicht die Grafen von Graisbach, sondern die Grafen von Oettingen, welche die von Woellwarth, wie auch zahlreiche andere Adelsfamilien, bis zum Ende des 14. Jahrhunderts aus dem Ries verdrängten (37). Grundlage für die starke Position, die sich Georg von Woellwarth (verst. 1409) innerhalb weniger Jahre im Gebiet zwischen Aalen, Ellwangen und Lorch schuf, war vermutlich ein Vermögen, das er in Italien erworben hatte. Hier, in Cetona bei Siena, ist er 1359 als einer der Hauptleute der Großen Kompanie, einer deutschen Söldnertruppe unter Graf Georg von Landau, erstmals nachzuweisen (38). Wenig später, um 1363, glückte Georg die Einheirat in die auf der Ostalb begüterte Familie von Schechingen (39), die ihrerseits mit den Herren von Böbingen und von Westerstetten verwandt war (40). Die aus dieser Ehe resultierenden Verbindungen Georgs zum Kloster Lorch wurden bereits oben angesprochen. - 1364 verzichtete der mittelfränkische Edelknecht Erkinger Relch gegenüber Georg auf sein ererbtes Wappen, den roten Halbmond im weißen Feld (41). Die Gründe für diesen "Wappenkauf" sind noch nicht zufriedenstellend geklärt; vor allem ist auffällig, daß die von Woellwarth bereits um 1300 ein Wappen mit halbmondförmiger Schildteilung führten (42) und das Georg selbst 1359 "mit einem etwas schiefen Halbmond" siegelte (43). Noch 1374 erwarb Georg von Woellwarth von Konrad von Adelmannsfelden Güter zu Schopflohe, also im Ries (44). 1376 ist er bereits "zu Hohenstat gesezzen" (45). Der Sohn, Georg der Ältere, verkaufte allerdings Burg und Dorf Hohenstadt bereits 1407 an Konrad Adelmann von Adelmannsfelden und dessen Sohn Hans (46). Aus dem Erbe von Georgs kinderlos verstorbenem Sohn Ulrich (verst. 1389) (47) erlangte die Familie vordem alfingischen Besitz in Affalterried, Attenhofen, Bernlohe, Rötenberg und Röthardt (48). Georgs des jüngeren Ehefrau Anna von Röhlingen (49) brachte mütterliches und väterliches Erbe zu Baiershofen, Killingen und Westhausen in die Ehe (50), ein Besitz, den Georgs Vater u.a. durch Ankäufe von den Herren von Killingen (51), den Herren von Leimberg (52) und den Herren von Lauchheim (53) vermehrte. 1401 erwarb Georg (verst. 1409) von Hans von Westerstetten die reichslehenbare Burg Schneckenroden (54), das spätere Hohenroden, die zur Keimzelle für die Reichsunmittelbarkeit der jüngeren Linie und für ihren Besitz südlich der Rems wurde. Die Erbteilung von 1410 (55) beließ Georg den Älteren im Besitz der Burg Leinroden und des Weilers Berg, eines oettingischen Lehens, das er 1409 von Konrad von Heinriet gekauft hatte (56). Aus dem Erbe seines Bruders Ulrich (verst. 1389) erhielt er Attenhofen, die Höfe Schnepfental und Weidenfeld, Affalterried (57), Oberrombach und die Vogtei über Rotsold (58), aus dem väterlichen Erbe Waiblingen bei Aalen, die bei Waiblingen gelegene Mittel- oder Eselsmühle, die Scherrenmühle bei Niederalfingen, die Heimatsmühle (59) und die Vogtei über Fachsenfeld. Bis 1430 erwarb die ältere Linie ferner u.a. Güter zu Röhlingen und Dalkingen (60), Teile des Zehnten zu Ober- und Unterböbingen (61), den Hofherrnhof mit dem Volkmarsholz (62), Güter zu Treppach und Pommertsweiler und den Hof Westerhalden (63). Ab 1434 faßte sie in Rodamsdörfle Fuß (64). Konrad von Woellwarth (verst. um 1465) (65) erhielt bei der Erbteilung mit seinem Bruder Ulrich (verst. 1493) die Burg Laubach (66); die Burg wurde also spätestens vom Vater der beiden Brüder, Georg dem Alten (verst. 1439) (67), erworben (68). Auf Konrad dürfte die Erwerbung des ellwangischen Lehens Mantelhof zurückgehen (69). Das 1499 von Wilhelm von Woellwarth (verst. 1518) erworbene Hohenstein (70) verkaufte Wilhelms gleichnamiger Neffe (verst. 1554) bereits 1534 wieder (71). Mit Hans von Woellwarth (verst. 1519) engagierte sich die ältere Linie 1512 erstmals im Bergbau (72). Der Enkel Hans Sigmund (verst. 1622) begründete Bergbau am Braunenberg bei Wasseralfingen (73). Sein Reichtum erlaubte ihm, Schloß Laubach umzubauen, Schloß Fachsenfeld neu zu bauen, die Kirchen in Fachsenfeld, Leinroden und Polsingen zu errichten und für 18.000 fl das zum Kanton Altmühl gehörende Rittergut Polsingen zu erwerben (74). Vom Kaiser erhielt er 1575 den Blutbann zu Fachsenfeld (75), 1604 den Blutbann zu Laubach (76) und 1582 die Freiheit von fremdem Gericht (77). 1597 führte er in seinen Herrschaften die Reformation durch (78). Nachdem 1572 mit dem Tod von Hans Bartholomäus alle Besitzungen der älteren Linie an Hans Sigmund gefallen waren (79), teilten dessen Söhne das Erbe wieder, errichteten allerdings, wie schon erwähnt, 1622 einen Fideikommiß (80). Größere Neuerwerbungen gelangen der Linie Woellwarth-Fachsenfeld nicht mehr. 1810 erbte Heinrich Wilhelm (verst. 1844), dem schon zwei Drittel von Fachsenfeld gehörten, Polsingen (81). Er mußte allerdings Fachsenfeld "zum Ausgleich von Vermögensforderungen" an die Töchter Carl Christians (verst. 1810) abgeben (82); es fiel schließlich 1828 an den Freiherrn Wilhelm von Koenig, den Schwiegersohn von Karl Christians Tochter Friederike (verst. 1818), die mit dem württ. Finanzminister Carl Freiherr Varnbüler von und zu Hemmingen verheiratet war (83). Ludwig Carl (verst. 1851) verkaufte Leinroden 1818 (84) an die Schwestern Philippine Magdalene (verst. 1825), Ehefrau des Karl Friedrich Reinhard von Gemmingen, und Ernestine Sebastiane (verst. 1817), Ehefrau des Freiherrn Franz von Werneck, aus der Linie Woellwarth-Lauterburg (85). 1844 erbte Ludwig Carl Polsingen (86) und hinterließ es seinem Sohn, welcher es 1856 verkaufte (87). Als mit diesem Sohn, Reinhard, 1870 die Linie Woellwarth-Laubach erlosch, fiel der Restbesitz, Schloß Laubach und der Braunenberg bei Wasseralfingen, an die Linie Woellwarth-Lauterburg (88). Der Stammvater dieser Linie, Georg der Jüngere (89), erhielt bei der Erbteilung 1410 (90) aus dem Erbe seiner Ehefrau Anna von Röhlingen Killingen, Baiershofen und Westhausen (91), ferner das, was sein Vater in diesen Orten hinzugekauft hatte (92). Aus dem Erbe seines Bruders Ulrich fielen an ihn Bernlohe, Röthardt, die Höfe Rötenberg und Eglof, ein Haus und eine Hofraite in Aalen (93), aus dem väterlichen Erbe das Reichslehen Schneckenroden (94), der vom Gmünder Bürger Konrad Wolf 1402 erkaufte Teil des Zehnten zu Ober- und Unterböbingen (95) und kleinere Besitzungen zu Essingen und Lautern (96). Gerade diesem Besitz in und um Ober- und Unterböbingen, Essingen und Lautern wandten Georg der Jüngere und seine Erben in der Folgezeit ihre besondere Aufmerksamkeit zu. 1413 erwarb Georg von Graf Eberhard III. von Württemberg die Pfandschaft über das Reichslehen Lauterburg mit Essingen (97). 1479 konnte Georgs Enkel Rennwart (verst. 1492) diese Pfandschaft als württ. Afterlehen erwerben (98). Die ebenfalls von Württemberg verpfändete Herrschaft Rosenstein/Heubach (99) verpfändete Georg der Jüngere 1431 weiter (100), doch gelang es seinem Sohn Wilhelm (verst. 1463), sie wieder auszulösen (101). Die am 20. Okt.1480 (102) an die Brüder Rennwart (verst. 1492) und Jörg von Woellwarth (verst. 1511) verkaufte Herrschaft wurde - wohl schon wenig später (103) - durch Württemberg zurückgekauft; so trat die alte Verpfändung wieder in Kraft. Um 1520 verlegte Georg (verst. 1551) seinen Wohnsitz vom Rosenstein in das Städtchen Heubach (104). Als 1579 Württemberg die Pfandschaft einlöste (105), blieben das Schloß in Heubach und weitere Güter im Besitz der jüngeren Linie (106). Die Konzentration der jüngeren Linie auf Lauterburg und Umgebung stand mehrfach in Frage. Aufgrund seiner Eheschließung mit Margaretha, der Tochter des Heinrich von Freyberg zu Ellgau (107), fiel Rennwart von Woellwarth (verst. 1493) Besitz in der Umgebung von Donauwörth zu, der teilweise auf die Wauler von Druisheim und die Marschall von Donnersberg zurückging (108). Rennwart hat diesen Besitz jedoch zugunsten von Erwerbungen in Essingen abgestoßen; er kaufte zum Beispiel 1475 den Hof Dauerwang (109). Georg Heinrich (verst. 1551) konnte 1538 und 1540 die Essinger Güter der Klöster Kirchheim am Ries und Gotteszell erwerben 110). - Rennwarts Bruder Georg (verst. 1511) erheiratete Güter in Bönnigheim und Erligheim; 1494 kaufte er vom Hochstift Speyer Güter in Besigheim, Erligheim und Cleebronn hinzu. Rennwarts Sohn Heinrich erweiterte 1499 diesen Besitz durch ein halbes Achtel des Ganerbiats Bönnigheim. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der gesamte Besitz am Neckar zur Schuldentilgung abgestoßen; den größeren Teil mit Bönnigheim erwarb 1660 das Erzstift Mainz (111). Wie die ältere so engagierte sich auch die jüngere Linie seit 1511 im Bergwesen (112). Vom Kaiser erlangte sie 1544 den Blutbann zu Hohenroden (113), 1547 die Freiheit von fremden Gerichten (114) und das Privileg, in allen Fällen mit rotem Wachs zu siegeln (115). 1548 erlaubte Kaiser Karl V. Georg Heinrich (verst. 1551), den Zoll zu verdoppeln, den die jüngere Linie auf dem Hemling zwischen den Reichsstädten Aalen und Schwäb. Gmünd vom Reich zu Lehen trug (116). Mitte des 16.Jahrhunderts führten Georg Heinrich (verst. 1551) und Georg Reinhard (verst. 1569) in ihrem Gebiet die Reformation durch (117). Der Versuch, südlich von Lauterburg auf dem Albuch Fuß zu fassen, gelang der jüngeren Linie nur teilweise. Zwar konnte sie zahlreiche Wälder und Weiden erwerben bzw. behaupten. Seit 1507 gestand ihr Württemberg außerdem gegen ständig wachsende Entschädigungen das Gnadenjagen auf dem Albuch zu (118). Bartholomä aber, das zur Herrschaft Lauterburg gehörte, mußte 1638 an den Ulmer Altbürgermeister Johann Jakob Schad verkauft werden (119). - Auch das ellwangische Lehen Dorfmerkingen konnte nur für ein knappes Jahrhundert gehalten werden. Amalie von Woellwarth (verst. 1517) war mit Wolf von Alfingen zu Hohenalfingen und Westhausen verehelicht. Nach dessen Tod 1545 beanspruchte Wilhelm von Woellwarth (verst. 1548) das Erbe für seine drei Söhne, die 1548 mit Dorfmerkingen abgefunden wurden (120). Nach dem Aussterben des Asts Woellwarth-Dorfmerkingen 1644 zog Ellwangen das Lehen als heimgefallen ein (121). Schon zuvor, 1640, hatte die jüngere Linie gegenüber Ellwangen auf Bernlohe verzichten müssen (122), das seit dem 14. Jahrhundert in Familienbesitz war (123), und 1642 war das ellwangische Lehen Baiershofen an Hans Caspar Blarer von Wartensee verkauft worden (124). Über seine Ehefrau Dorothea Adelmann von Adelmannsfelden (verst. 1626) erhielt Georg Reinhard von Woellwarth (verst. 1624) einen Teil von Neubronn; den Rest konnte er zusammen mit seinen Brüdern durch Kauf hinzuerwerben (125). 1729 wurde auch Neubronn zu den Fideikommißgütern geschlagen (126). Friderike Karoline von Woellwarth (verst. 1796), Ehefrau des Sebastian von Woellwarth (verst. 1754),setzte jedoch die Herauslösung Neubronns aus dem Fideikommiß durch; es fiel an ihre Töchter und ging somit der Familie verloren (127). - 1696 mußte Alexander Maximilian (verst. 1718) wegen der ihm von seinem Vater hinterlassenen großen Schulden und wegen der Kosten eines mit Ellwangen geführten Prozesses sein Drittel von Essingen an Maximilian Freiherrn von Degenfeld verkaufen (128). - Über den Erwerb des Schlößleins Kleiningersheim, das Ludwig Carl (verst. 1753) 1726 von den Erben des württ. Kanzleiadvokaten Johann Dietrich Hörner kaufte (129), wurde eine Papierurkunde ausgestellt, der Kauf ist also im Bestand PL 9/3 dokumentiert; im PL 9/2 liegen aber Vorurkunden der Nothaft und der Jäger von Gärtringen vor (130).

2. Bestandgeschichte: Über die Geschichte des woellwarth-laubachschen Archivs läßt sich bisher kaum etwas sagen. Es bleibt abzuwarten, ob die Ordnung der Aktenbestände wenigstens für das 18. und 19. Jahrhundert neue Erkenntnisse ermöglicht. Drei Tatsachen fallen jedoch jetzt schon auf: 1. Zu den Beständen des woellwarth-laubachschen Archivs liegen keine Repertorien vor. 2. Mit 122 gegen 384 Pergamenturkunden ist das woellwarth-laubachsche Urkundenarchiv deutlich kleiner als das woellwarth-lauterburgische. Besonders kraß ist der Unterschied bei den Urkunden über Besitzerwerbung und -wahrung (Schiedssprüche, Verträge, Urteilbriefe, Kaufbriefe, Schuldbriefe und Schadlosbriefe). Da das woellwarth-laubachsche Lehenarchiv gut erhalten blieb, muß man annehmen, daß entweder das Lehenarchiv von den anderen Urkunden getrennt war - was unwahrscheinlich ist -, oder aber, daß die oben angesprochenen Urkundengruppen im Zusammenhang mit Besitzveräußerungen und -vererbungen verlorengingen. 3. Im Vergleich zum woellwarth-lauterburgschen Archiv sind alte Signaturen selten, was, ebenso wie das Fehlen von Repertorien, auf einen Mangel an fachlicher Betreuung hindeutet. - Nach dem Erlöschen der Linie Woellwarth-Laubach im Mannesstamm im Jahr 1870 ging das Archiv dieser Linie an die Linie Woellwarth-Lauterburg über. Relativ früh, vermutlich im Zusammenhang mit einer Besitzerfassung nach dem Tod Georgs des Älteren (verst. 1434) oder Georgs des Alten (verst. 1439) wurden die ältesten Kaufbriefe des woellwarth-laubachschen Archivs mit Lit. a-f signiert (131). Der jüngste Kaufbrief dieser Gruppe trägt das Datum vom 18. Apr. 1434, der nächste, nicht signierte Kaufbrief stammt aus dem Jahr 1451 (132). - Anfang des 17. Jahrhunderts wurden mehrere Lehenbriefe mit Vermerken versehen, die nicht im eigentlichen Sinn als Signaturen anzusprechen sind: Indem man den Namen des jeweiligen Besitzes auf der Rückseite der Urkunden vermerkte, wies man dem Besitzer von Leinroden die Lehenbriefe über das oettingische Lehen Leinroden zu (133), dem Besitzer von Laubach die Lehenbriefe über den Mantelhof (134) und dem Besitzer von Fachsenfeld einen Teil der Lehenbriefe über die Scherrenmühle (135). Weshalb einige ältere Lehenbriefe über die Scherrenmühle dem Besitzer von Leinroden zufielen (136), konnte nicht geklärt werden. In einem zweiten Arbeitsgang wurden die - damals - neuesten Lehenbriefe der Jahre 1603-1614 in derselben Art und Weise verteilt; der Rückvermerk enthält hier jeweils den Zusatz betreffend (137). Anlaß für diese "Signaturen" war wohl der Fideikommiß der älteren Linie vom 12. Juni 1622; er bestimmte, alle ererbten Urkunden seien im Archiv zu Fachsenfeld zu verwahren (138). Im woellwarth-lauterburgschen Archiv zeigen jene Rückvermerke aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, bei denen der Schreiber die Ich-Form wählte, nicht nur, daß die von Woellwarth bereits um 1510 mit der Feder umzugehen wußten, sondern auch, daß die Führung der Registratur - wohl nur einer Urkunden- und Aktenlade - damals Sache des Hausherrn war. Von Georg von Woellwarth (verst. 1551) sind mehrere solcher Rückvermerke in der Ich-Form erhalten (139). Drei Gruppen von Registratursignaturen stehen im Zusammenhang mit Teilungen des 16. und des frühen 17. Jahrhunderts; von ihnen sind die beiden früheren, jeweils ein senkrechter Strich bzw. ein kleiner Kreis, eher einem Laien als einem geschulten Verwalter zuzutrauen (140). Erst die dritte Signaturenschicht könnte auf die Betreuung des Archivs durch einen woellwarthschen Diener, vielleicht den Vogt zu Essingen, hinweisen (141). - Recht früh, im Dreißigjährigen Krieg, wurden Archiv und Registratur getrennt. Die Urkunden aus der Zeit vor 1578 blieben auf der Lauterburg, die Registratur wurde nach Schorndorf geflüchtet und ging dort beim großen Stadtbrand von 1634 verloren (142). Zwischen 1634 und 1732 wurde das Archiv dann, wie eine Serie von Rückvermerken mit Signaturen zeigt, die durchgehend von einer Hand geschrieben sind, listenmäßig erfaßt (143). Da nur ein Teil der woellwarth-lauterburgschen Urkunden diese Signaturen trägt, kam die Ordnung entweder nicht zum Abschluß, oder aber - dies ist nicht auszuschließen - ein Teil der Urkunden überstand den Dreißigjährigen Krieg an einem anderen Fluchtort. Spätestens seit dem Fideikommiß der Linie Woellwarth-Lauterburg von 1729 war das Archiv dieser Linie gemeinschaftliches Archiv (144). Sein Aufbewahrungsort, Burg Lauterburg, brannte 1732 aus, ohne daß das Archiv größeren Schaden gelitten hätte (145). Im Februar 1739 wurde es nach Neubronn verbracht (146). Diese Ortsveränderung wurde der Anlaß für eine Neuordnung und -verzeichnung des Archivs, die im Repertorium vom 11. Nov. 1743 ihren Abschluß fand (147). Der Schritt weg vom reinen Urkundenarchiv hin zu einem Archiv, in dem Urkunden und Altregistratur gemischt waren, war 1743 bereits vollzogen. Nachdem Neubronn an die Erben des Sebastian von Woellwarth (verst. 1754) verlorengegangen war (148), bemühte sich Friedrich Carl, seit 1764 einziger Agnat der Linie Woellwarth-Lauterburg, um die Verlegung des gemeinschaftlichen Archivs nach Essingen. Sie erfolgte nach langen, auch vor Gericht ausgetragenen Auseinandersetzungen in den Jahren 1761, 1765 und 1766 (149). In Essingen wurde das gemeinschaftliche Archiv unter Beibehaltung des schon 1743 angewandten Pertinenzprinzips durch den Stuttgarter Kanzleiadvokaten Lic. Ernst Heinrich Faber neu geordnet (150). Faber teilte den Bestand, in dem die Akten inzwischen eindeutig überwogen, in 127 Gruppen ein, wobei fast nur noch die Gruppen des Lehenarchivs den 1743 gebildeten Gruppen entsprachen. Fabers sechsbändiges Repertorium von 1783, das teilweise wörtlich aus den Urkunden zitiert, blieb gültig bis zur Neuordnung des Archivs in den Jahren 1921-1931. Die wenig systematische Ordnung Fabers und die zunehmende Inanspruchnahme des Archivs veranlaßten den ehemaligen Essinger Rentbeamten Wagner 1860 dazu, einen Index zu Fabers Repertorium zu erstellen (151). Dieser Index enthält zwar Orts- und Sachbetreffe, doch überwiegen eindeutig die Ortsbetreffe. In konsequenter Fortführung dieses Prinzips, das den Erfordernissen der Heimatforschung entgegenzukommen schien, schuf 1921-1931 Studienrat Kuno Schöllkopf aus Cannstatt eine neue Archivordnung (152), wobei er vor allem bestrebt war, ortsgeschichtliche Betreffe zusammenzufassen. Er zerschlug die alte Ordnung nach Sachbetreffen und ersetzte sie durch eine neue, die scheinbar ebenfalls auf Sachbetreffen beruhte; die Ordnungsgruppen Schöllkopfs reichen von A: Geschichte des Geschlechts und einzelner Mitglieder ... bis H: Bücherei (153). In Wirklichkeit überwog aber die Gruppe B: Beschreibung des Besitzes ... so eindeutig, daß man vor einer Ordnung des Archivs nach Ortsbetreffen sprechen muß. Schöllkopf hatte allerdings bei der Zuordnung der Archivalien - die Zerschlagung der alten Archivordnung ging teilweise bis zu einer Umlagerung von Einzelschriftstücken - zu den von ihm gebildeten Gruppen große Schwierigkeiten, wie das Repertorium von 1783 erkennen läßt, in dem mehrfach zwei aufeinanderfolgende Schöllkopf-Signaturen nachgetragen sind. Insbesondere eine konsequente Abgrenzung der Gruppe B gegenüber der Gruppe D: Streitigkeiten mit den Nachbarn, den Lehensherren ... ist kaum möglich. Die im Herbst 1931 abgeschlossene Verzeichnung war die letzte den Repertorien PL 9 vorangehende Bearbeitung des Bestands. Auf sie - oder zusammen mit ihr? - folgte lediglich noch eine Umsignierung aller Faszikel nach numerus currens (154). Bei den Signaturen des woellwarth-lauterburgschen Archivs ist zwischen Registratur- und Archivsignaturen zu unterscheiden. Die ältesten, bereits erwähnten Registratursignaturen stammen wohl nicht von Fachleuten: Nach 1508 (155) wurden die Urkunden, die Ober- und Unterböbingen betreffen, mit einem senkrechten Strich markiert (156); die zweifellos ebenfalls zu dieser Gruppe gehörende Urkunde vom 11. März 1467 wurde mit einem bisher nicht entschlüsselten Zeichen versehen (157). Nach 1566 wurde dieser Gruppe der Vertrag über die Abfindung der Anna von Hürnheim von 1566 (158) hinzugefügt. Eine zweite Urkundengruppe, die vor allem den alten Familienbesitz Killingen betrifft, wurde mit einem kleinen Kreis markiert (159), das jüngste Stück dieser Gruppe stammt aus dem Jahr 1536 (160). Der Lehenbrief vom 20. Sept.1401 (161) lag zwar im Laubacher Archiv; die Signatur belegt jedoch, daß er ursprünglich im woellwarth-lauterburgschen Archiv verwahrt wurde. Möglicherweise entstanden beide Signaturengruppen aus Anlaß derselben Erbteilung im 16. Jahrhundert. - Auf jeden Fall jünger sind die Signaturen Lit. H-P (162). Sie dürften zu Beginn des 17.Jahrhunderts angebracht worden sein. Die Urkunden Lit. A-G gingen, vielleicht anläßlich einer Erbteilung, verloren. Von weiteren Registratursignaturen des 17. und 18. Jahrhunderts, meistens Nummernsignaturen, konnten keine Reihen ermittelt werden, die Hinweise auf Entstehungszweck oder -zeit gegeben hätten. Die nach der Trennung in Archiv und Registratur auf den Urkunden angebrachten Archivsignaturen lassen sich in fünf Gruppen einteilen: 1. Signaturen aus der Zeit zwischen 1634 und 1732, 2. solche aus den Jahren um 1735-1743, 3. solche aus der Zeit unmittelbar vor 1783, 4. solche zwischen 1921 und 1931 und 5. solche nach 1931. Bei der ersten Gruppen stammen die Rückvermerke - sie ersetzen teils die Rückvermerke des 16. Jahrhunderts, teils ergänzen sie sie nur - und die Signaturen von einer Hand. Listet man die von Nr. 1-344 durchnumerierten Urkunden anhand der Rückvermerke auf (163), so zeigt sich, daß der Urheber dieser Signaturen die Urkunden nach Pertinenzgruppen zusammengefaßt hat: Die Nummern 1-35 enthalten Schadlosbriefe, die Nummern 39-45 Vertragsbriefe, die Nummern 47-59 ellwangische Lehenbriefe usw. Die Lücken sind teils durch die Papierurkunden des Bestands PL 9/3 zu füllen, teils mag es sich um Leernummern handeln. Falls sich Nachträge zu einer bereits abgeschlossenen Gruppe ergaben, wurden sie wieder in Sachgruppen zusammengefaßt; so enthalten zum Beispiel die Nummern 324-329 wiederum Vertragsbriefe. Dieser zwar nicht gerade komfortablen aber doch benutzbaren einstufigen Findliste - sie kann nur erschlossen werden, das Repertorium selbst ist nicht erhalten - hat ihr Verfasser nur rein schematisch das Alphabet vorangestellt. Er begann mit Lra. A. 1 (164), Lra. B. 2, Lra. C. 3 ... Lra. Z. 23 und fuhr dann mit Lra. A. 24, Lra. B. 25 ... fort bis zu Lra. Z. 344 (165). Um ein Lokaturensystem kann es sich hier nicht handeln, da bei einer Gliederung nach Buchstaben die zusammengehörenden Urkunden auseinandergerissen würden. Eine freilich nicht gerade befriedigende Erklärung für dieses nur scheinbar zweistufige System ist die, daß der Registrator in anderen Archiven zweistufige alphanumerische Lokaturensysteme gesehen und sie nachgeahmt hat, ohne sie verstanden zu haben. Bei Nachträgen hat der Registrator auf die Lra. verzichtet (166). Vermutlich sofort nach der Verbringung des woellwarth-lauterburgschen Archivs nach Neubronn (167) begann der für das Archiv Verantwortliche mit der Neuordnung. Er bildete 24 von A-Z signierte Sachgruppen, die er ohne strenge Systematik aneinanderreihte (168). Innerhalb jeder Gruppe folgen die Urkunden einander chronologisch; sie sind allerdings nach der Jahreszahl des Rückvermerks geordnet, die nicht selten falsch ist (169). Sobald die Urkunden chronologisch geordnet waren, wurden sie mit Rötel - in einigen Fällen mit Bleistift - numeriert; diese Rötelnummern sind z.T. kaum noch lesbar. In die chronologisch geordneten Gruppen wurden später weitere Archivalien eingereiht, so daß die Rötelnummern und die endgültigen Nummern nicht übereinstimmen. Zusammen mit den Kapitelsignaturen Lit. A-Z ergaben sich zweistufige Signaturen der Form Lit. F. No. 9 (170). Auf der Urkunde selbst wurde das Kapitel nicht immer angegeben. Das Repertorium zu dieser Archivschicht wurde am 11. Nov.1743 fertiggestellt (171). Bisher sind drei Exemplare bekannt; eines von ihnen stammt von der Hand jenes Schreibers, der auch die Urkunden und Akten signiert hat. Unter Faber, um 1783, wurden die Archivalien anfangs nach der Pertinenzgruppe und dem Lagerort signiert. Das zeigt eine Signatur wie Fasz. XLVII Lade F (172). Die Ladennummer wurde jedoch bald durch die Urkundennummer ersetzt. Falls diese mit der Urkundennummer der vorangehenden Signaturschicht übereinstimmte, konnte sie weggelassen werden. Die römischen Zahlen bei den 127 Kapitelnummern wurden im 19. Jahrhundert zugunsten arabischer aufgegeben, das "Fasz." durch ein "F" oder "f" ersetzt. Wo die Kapitelangabe fehlte, wurde sie später häufig mit Bleistift nachgetragen, vielleicht im Zusammenhang mit der Erarbeitung des Wagnerschen Index im Jahr 1860. Die auf Schöllkopf zurückgehende Signaturschicht läßt sich in erster Linie auf den Faszikelumschlägen nachweisen. Die Signaturen bezeichnen dort die Haupt- und die Untergruppe und gegebenenfalls den Unterfaszikel, zum Beispiel C 1 Fasz. 1 (173). Wo die Urkunden selbst nicht signiert sind, lassen sich ihre Nummern nur über das Repertorium ermitteln. - Bei der nicht abgeschlossenen Umsignierung der Hauptgruppe B wurden von Schöllkopf mit grüner Tinte Signaturen angebracht, aufgrund derer sich Einschübe in die vorangehende Signaturenschicht nachweisen lassen. So entsprechen einander zum Beispiel B 2.2 und Nr. 2 (2) [mit grüner Tinte] sowie B 2.4 und Nr. 2 (5) [mit grüner Tinte]; zwischen B 2.2 und B 2.4 wurde also außer B 2.3 eine weitere Nummer eingefügt (174). Wohl wenig später wurde der gesamte Bestand nach numerus currens durchsigniert, wobei man sich darauf beschränkte, die von Schöllkopf gebildeten Gruppen umzugliedern und die bisherigen Unterfaszikel als eigenständige Nummer zu zählen. So ergaben sich 260 Faszikelnummern. Der bisherigen Gruppe B entsprechen die Nummern 1-148, der Gruppe C die Nummern 149-167, der Gruppe D die Nummern 168-225, der Gruppe F die Nummern 226-237, der Gruppe G die Nummer 238 und der Gruppe A die Nummern 239-260 (175). Anlaß und Zeitpunkt dieser Neusignierung sind nicht bekannt. Manfred Thier hat bereits 1965 nach diesen Signaturen zitiert (176); sie sind also mit Sicherheit älter. Bei einer Zusammenstellung der Signaturen im woellwarth-lauterburgschen Archiv ergibt sich folgendes Bild: Lra. O. No. 60 Signatur 1634/1732 [Lra. C] 2. [mit Rötel] Signatur um 1735 Lit. C. No. 2 Signatur um 1735/1743 Fasz. 9. No. 2. Signatur 1783/1921 B 2.4 Signatur 1921/1931 Nr. 2 (5) [mit grüner Tinte] Signatur 1931/1965

3. Charakterisierung des Bestands: Die 507 Urkunden des Bestands PL 9/2 setzen mit dem Testimonium des Hermann Relch von 1359 ein (177). Seit etwa 1450 steigt ihre Zahl deutlich an auf etwa 15 Urkunden pro Jahrzehnt. Den zahlenmäßigen Schwerpunkt bilden die 1530er Jahre mit 42 Urkunden; dies überrascht insofern etwas, als nicht wenige Bestandsgruppen erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts einsetzen. Ab 1540 bis zum Beginn des Dreißigjährigen Kriegs sinkt die Zahl der Pergamenturkunden wieder auf den alten Stand ab. Der Krieg selbst bringt die zu erwartende Zäsur: Aus den 1630er und 1640er Jahren liegen nur je 3 Urkunden vor, unter ihnen ein Lehenbrief aus dem Jahr 1630 und ein Lehenrevers aus dem Jahr 1631 (178). Nach dem Großen Krieg beschränkte man die Verwendung von Pergament weitgehend auf Lehenbriefe und Privilegien. Nach 1806 wurden schließlich auch die Lehenbriefe - sie liegen bis 1840 vor - auf Papier geschrieben. Teilt man die Pergamenturkunden der woellwarthschen Archive nach geographischen Gesichtpunkten ein, sieht man, daß sie einen Komplex von seltener Geschlossenheit bilden. Einige Urkunden, vor allem Vorprovenienzen, betreffen das Ries, die Heimat der Freiherrn von Woellwarth. Der Hauptteil des Bestands gilt jedoch dem woellwarthschen Besitz auf der Ostalb und an der Rems, der zum Ritterkanton Kocher gehörte. Deutlich unterrepräsentiert sind die Urkunden über den Besitz westlich des Neckars; hingewiesen sei hier auf zwei Urkunden aus dem Besitz des württ. Geheimen Rats Melchior Jäger von Gärtringen (179). Nicht vertreten sind Urkunden über jenen Besitz, der dem Kanton Altmühl immatrikuliert war. Geographisch gesehen fällt eine Urkunde völlig aus dem Rahmen: Es handelt sich um die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen der durch die Steiermärkische Landesausstellung von 1986 wieder stark ins Bewußtsein gerückten Familie Herberstein und den übrigen Erben des Christoph Rindscheit im Jahre 1568 (180). Die Urkunde gelangte von den Trykopf, einer der erbenden Familien, durch Heirat an die Prunner von Vasoldsberg und von ihnen durch die Eheschließung der Elisabeth Prunner mit Gottlieb von Woellwarth-Laubach (verst. 1688) (181) ins woellwarth-laubachsche Archiv. Zwischen 1921 und 1931 hat Kuno Schöllkopf sie in die genealogischen Sammlungen (Gruppe C) des woellwarth-lauterburgschen Archivs eingereiht (182). Einen erheblichen Teil des Bestands PL 9/2 nehmen die Lehenarchive der beiden Linien Woellwarth-Laubach und Woellwarth-Lauterburg ein (183). Der Vergleich zwischen Lehenbriefen und -reversen zeigt, daß vor allem bei den ellwangischen Lehenurkunden größere Verluste zu beklagen sind, und zwar sowohl im woellwarthschen als auch im ellwangischen Archiv (184). Bei den Reichslehen, wo kein Vergleich mit den Lehenreversen vorgenommen wurde, lassen sich Lücken durch Vergleiche der verschiedenen Serien von Lehenbriefen untereinander erschließen. Die Pergamenturkunden - und zwar nicht nur die Lehenurkunden - des Bestands PL 9/2 bedürfen also auf jeden Fall der Ergänzung durch die Gegenüberlieferung und durch weitere Quellen; im Fall der Lehenurkunden sind dies vor allem die Lehenbücher (185). Nach Abschluß der Verzeichnung des Bestands PL 9/3 ist die dort verwahrte ergänzende Überlieferung heranzuziehen. Im woellwarth-lauterburgischen Archiv bieten zudem die Repertorien von 1743 und 1783 eine wertvolle Hilfe bei der Suche nach alten Archivzusammenhängen. Die wohl bedeutendste Urkundengruppe des Bestands PL 9/2 betrifft die Schenkung des Patronatsrechts der Kirche zu Essingen an das Kloster Kirchheim am Ries durch Kaiser Karl IV. im Jahr 1361; neben der Schenkungsurkunde selbst liegt aus dem folgenden Jahr die Zustimmung von vier Kurfürsten - unter ihnen Karl IV. als König von Böhmen und Reichserzschenk - zu dieser Vergabe von Reichsgut vor (186). Die Pergamenturkunden der woellwarthschen Archive bilden eine bedeutende Quelle für die Erforschung der Geschichte nicht nur der ehemals woellwarthschen Territorien im Kanton Kocher und - mit Einschränkungen - am mittleren Neckar, sondern auch für die Geschichte der Reichsstädte Aalen, Nördlingen und Schwäb. Gmünd. Die Lehenbriefe ergänzen teilweise Lücken in den Archiven der ehemaligen woellwarthschen Lehenherren. Insgesamt gesehen ist das Archiv der Freiherrn von Woellwarth ein unverzichtbarer Baustein der Archivlandschaft auf der Ostalb und im Ries.

4. Ordnung und Verzeichnung: Im November und Dezember 1984 wurde das Archiv der Freiherrn von Woellwarth-Lauterburg, das knapp 50 lfd. m umfaßt, aufgrund des Depositarvertrags vom 5.Nov. 1984 im Staatsarchiv Ludwigsburg hinterlegt, wo es in die drei Bestände PL 9/1, Rechnungen, PL 9/2, Pergamenturkunden, und PL 9/3, Papierurkunden, Akten und Amtsbücher, aufgeteilt wurde. Das Repertorium zu Bestand PL 9/1 liegt seit Februar 1985 vor, der Bestand PL 9/3 wird derzeit noch verzeichnet. Bei der Übernahme durch das Staatsarchiv Ludwigsburg befanden sich die Urkunden im Verbund mit den Akten. Die Aktenumschläge trugen die von Kuno Schöllkopf und die um 1931 vergebenen Signaturen (187). Aus konservatorischen Gründen wurden die Pergamenturkunden entnommen und getrennt verzeichnet, allerdings zusammen mit den nach 1806 ausgestellten württ. Lehenbriefen. Die Urkunden wurden anfangs durch Herrn Dr. Gerhard Taddey, ab November 1986 durch den Verfasser regestiert. Für zahlreiche Hinweise zum Bestand und zur Archivgeschichte sei an dieser Stelle den Bearbeitern von PL 9/3, Frau Ute Bitz und Herrn Udo Herkert, herzlich gedankt! Von Anfang an bestand Klarheit darüber, daß die von Kuno Schöllkopf geschaffene Ordnung nicht beibehalten werden konnte. Es galt zumindest, die alten Provenienzen Woellwarth-Laubach und Woellwarth-Lauterburg wiederherzustellen. Im Verlauf der Verzeichnungsarbeiten bot sich die Archivordnung von 1743 zur Übernahme an. Sie betraf ein Archiv, das damals noch weitgehend ein Urkundenarchiv war, und sie ging in ihren Pertinenzgruppen teilweise auf die ursprüngliche Registraturordnung zurück, insbesondere natürlich beim Lehenarchiv. Um gleichartige Urkunden in derselben Sachgruppe zusammenfassen zu können, wurde die Ordnung von 1743 jedoch nicht sklavisch übernommen. Auch die Reichenfolge der Gruppen wurde gegenüber der Vorlage von 1743 verändert. Die so gewonnene Ordnung ließ sich ohne weiteres auf das woellwarth-laubachsche Archiv übertragen. Innerhalb der einzelnen Gruppen sind die Urkunden chronologisch geordnet. Die chronologische Folge des besamten Bestands ist in einer gesonderten Liste erfaßt. Die Einteilung der Archive in Sachgruppen brachte freilich auch Probleme mit sich, die bei einer durchgehend chronologischen Reihung der Urkunden nicht aufgetreten wären. So mußte in einigen Fällen die Zuordnung zu einer Gruppe mehr oder weniger willkürlich ausfallen. Außerdem mußten Gruppen gebildet werden, die nur aus einer oder zwei Urkunden bestehen, weil die zugehörigen Stücke, Papierurkunden und Akten, im Bestand PL 9/3 verwahrt werden. Am Bestandsende wurden zwei Einzelstücke eingereiht, eine Urfehde (188) und ein Gesellenbrief (189); auch zu ihnen liegen ergänzende Stücke im Bestand PL 9/3. Der Aufbau der Regesten ist unterteilt in Datumzeile, Regestentext, zusätzliche Angaben und, in Einzelfällen, Anmerkungen. Bei der Datierung ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, daß dort, wo nach der Kalenderreform noch nach Heiligentagen datiert wurde, der alte Kalender beibehalten worden war; das Reich, das Hochstift Augsburg und das Stift Ellwangen datierten damals bereits nach Monatstagen. Zu beachten ist, daß im Bistum Augsburg der Georgstag nicht am 23., sondern am 24. April gefeiert wurde (190). Die Schreibweise der Quellen bis 1500 bei den Personennamen übernommen, bei den Ortsnamen in runden Klammern hinzugefügt. Zur Ermittlung der heutigen Form der alten Flurnamen wurden die Blätter der topographischen Karte 1:25.000 herangezogen. - Die zusätzlichen Angaben beginnen mit dem Siegelvermerk der Urkunde; wo er nähere Mitteilungen über das oder die Siegel enthält, werden sie zitiert. Es folgen knappe Beschreibungen der Urkunde, der Siegel, der Unterschriften, der Kanzlei- und der Rückvermerke. Soweit solche Vermerke Informationen enthalten, die über den Text der Urkunden hinausgehen, sind sie im Wortlaut wiedergegeben. Um 1870, also vor der Vereinigung den beiden Linienarchive, entsprachen die Provenienzen bzw. Nachprovenienzen den beiden Gruppen dieses Bandes, Woellwarth-Laubach und Woellwarth-Lauterburg. Diese Provenienzen sind daher nicht aufgeführt, wohl aber alle übrigen Vorprovenienzen, die sich ermitteln ließen. Die zahlreichen Signaturen der Urkunden vor allem des woellwarth-lauterburgschen Archivs sind im maschinenschriftlichen Repertorium des Bestands PL 9/2 erfaßt und durch Konkordanzen erschlossen. Auf ihren Abdruck im vorliegenden Band wurde verzichtet. - Bei einem Teil der Lehenurkunden - Ellwangen, Oettingen und Württemberg - wird auf die Gegenüberlieferung verwiesen. Frau Dr. Grünenwald, Fürstlich Oettingen-Spielbergisches Archiv in Oettingen, und Herrn Sponsel, Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv in Harburg, sei auch an dieser Stelle für ihre Unterstützung herzlich gedankt! - Wo der Vollabdruck oder die Veröffentlichung einer Urkunde im Regest ohne größeren Aufwand zu ermitteln waren, werden sie mitgeteilt. Zur Ermittlung der einschlägigen Literatur wurden Heyds Bibliographie der württembergischen Geschichte, Lissbergers Württembergische Geschichtsliteratur und die Landesbibliographie von Baden-Württemberg herangezogen. Die dort angegebenen Zeitungsartikel konnten allerdings in der Regel nicht angesehen werden. Nachtrag: Üttingen (Reg. 412) ist eindeutig Jettingen (heute Gde. Jettingen-Scheppach, LK Günzburg). - Aus Turnberg und Kappelberg (Reg. 242, 406 und 411) entwickelte sich der heutige Weiler Burghöfe (Gde. Mertingen, LK Donau-Ries). - Wisen (Reg. 408) ist die Wiesmühle (Gde. Altenmünster, LK Augsburg). - Der namensgebende Sitz der Marschälle v. Donnersberg ist heute Donnsberg (Gde. Nordendorf, LK Augsburg). Zur Retrokonversion: Im gedruckten Inventar sind alle Urkundenregesten (auch solche von inserierten Urkunden) mit einer laufenden Nummer durchgezählt. Da auf diese Regesten-Nummern, die in den meisten Fällen von den Bestellsignaturen abweicht, bisweilen Bezug genommen wird, wurde diese im Zuge der Retrokonversion in das Feld "Vorsignatur" als "Reg. xy" aufgenommen.

Fußnoten: (1) Wirtembergisches Urkundenbuch Bd. 4 Nachtrag Nr. 52 S. 351 (2) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 7ff (3) Vgl. Kammerer, Regesten S. 33 ff. passim und Kudorfer, Nördlingen S. 382 und S. 385 (4) Baumhauer, Woellwarth in Lorch S. 289 (5) Wolfgang Seiffer, Lorch. In: Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg. Augsburg 1975 (= Germania Benedictina; Bd. 5) S. 377 (6) s.u. Reg. 395 (7) Holtz, Wöllwarth im Kloster Lorch S. 61 ff.; Baumhauer, Woellwarth in Lorch S. 291 - Vgl. auch Stift Lorch. Quellen zur Geschichte einer Pfarrkirche. Bearb. von Gerhard Mehring. Stuttgart 1911 (= Württembergische Geschichtsquellen; Bd. 12) S. 38, S. 127 f., S. 144 und S. 190 (8) Am 6.Dez.1384 bürgt Georg von Woellwarth, Ritter, zusammen mit dem württ. Hofmeister Heinrich Truchseß von Hofingen, anderen vom Adel und den Städten Marbach, Schorndorf und Göppingen für Graf Eberhard (II.) von Württemberg; Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd I Nr. 516 S. 92 (9) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 7; Baumhauer, Woellwarth in Lorch S. 289. - Für das Jahr 1400 s. zum Beispiel Württembergische Regesten Nr. 11226-11227 S. 439 und Monumenta Hohenbergica. Urkundenbuch zur Geschichte der Grafen von Zollern-Hohenberg und ihrer Grafschaft. Hrsg. von L. Schmid. Stuttgart 1862 Nr. 800 S. 801 ff. (10) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S.7 f. (dort irrtümlich: verst. 1398). - Ulrich wird am 5 Nov. 1389 anläßlich der Belehnung seiner Brüder mit den von ihm getragenen Lehen als verstorben bezeichnet; s.u. Reg. 22 (11) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 8 (12) ebd. S. 23 f. (13) ebd. S. 9. - Konrad wird zwar erst am 11 Apr.1467 anläßlich der Jahrtagsstiftung seiner Witwe Magdalena von Westernach in das Augustinerkloster Schwäb. Gmünd als verstorben bezeichnet; Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd II Nr.1465 S.31f. Er dürfte jedoch schon vor der Belehnung seines Sohnes Kraft durch Ellwangen am 20. Mai 1465 verstorben sein; StAL B 422 U 597 (14) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 12 (15) ebd. S. 9 (16) ebd. S. 11 f. (17) ebd. S. 13 (18) ebd. S. 14 (19) StAL B 149 U 1;vgl. unten Reg. 92 f. (20) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 20 (21) ebd. S. 23 (22) s.o. Anm. 12 (23) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 32 (24) ebd. S. 26 (25) ebd. S. 31 (26) ebd. S. 32 (27) ebd. S. 33 (28) s.u. Reg. 315 (29) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 38 f. (30) s.o. Anm. 27 (31) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 42 f. (32) ebd. S. 45 f. (33) ebd. S. 46 (34) Vgl. Frickhinger, Die Burg Wellwart S. 28 f. und Heider, Schloß Wellwart bei Harburg S. 48 ff. (35) Kammerer, Regesten Nr. 8 S. 37 (36) ebd. Nr.17 S. 40 (37) Kudorfer, Nördlingen S. 79, S. 82, S. 193 und S. 203 (38) Schäfer, Deutsche Ritter und Edelknechte in Italien. Bd. 4 S. 269 Nr. 15 (39) Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd I Nr. 332 S. 62. - Vgl. Kolb, Heubach und Rosenstein S. 51! (40) Alberti, Adels- und Wappenbuch II S. 679 (41) s.u. Reg. 126; vgl. auch Reg. 125! (42) Kammerer, Regesten S. 31 f. und Heider, Schloß Wellwart bei Harburg S. 59 (43) PL 9/3 ASig.: A 1 Fasz. 1, 2 (44) s.u. Reg. 392 (45) OAB Aalen S. 162 und S. 264 (46) ebd. S. 264; Adelmann, Das Geschlecht der Adelmann S. 8 (47) s.o. Anm. 10 (48) s.u. Reg. 22 und Reg. 287; vgl. auch Reg. 362! (49) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 23 f. (50) s.u. Reg. 184, Reg. 265, Reg. 269 und Reg. 288 ff. sowie StAL B 422 U 577 (51) s.u. Reg. 23 und Reg. 291 (52) OAB Ellwangen S. 683; StAL B 422 U 580 (53) s.u. Reg. 291 (54) s.u. Reg. 396 (55) s.u. Reg. 291 (56) s.u. Reg. 60 (57) Affalterried ist in der Teilungsurkunde nicht erwähnt, war jedoch als ellwangisches Lehen 1401 im Besitz Georgs des Jüngeren; vgl. StAL B 422 U 577. Später war es Teil des ellwangischen Lehens Mantelhof, das der älteren Linie gehörte; s.u. Reg. 49 (58) Vgl. dazu Reg. 287! (59) Auch die 1399 von den Alfingen erworbene Heimatsmühle wird in der Teilungsurkunde nicht erwähnt; vgl. jedoch StAL B 422 U 584 (60) s.u. Reg. 25 (61) StAL B 422 U 583 (62) s.u. Reg. 109 (63) StAL B 422 U 584 (64) s.u. Reg. 110 (65) s.o. Anm. 13 (66) OAB Aalen S. 277 (67) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 8 (68) Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Bd. IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Stuttgart 1980 S. 679 datiert die Erwerbung von Laubach in die Zeit Georgs des Älteren (verst. 1434) (69) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 9 (70) ebd. (71) ebd. S. 10 (72) s.u. Reg. 99 (73) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 12; Abb. des Gedenksteins am Braunenberg von 1608 bei Hans-Wolfgang Bächle: Erz und Eisen der Ostalb. Gmünder Interesse an der Eisenerzerzeugung. In: Ostalb Einhorn 53, 1987, S. 60 (74) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 12 (75) s.u. Reg. 3 (76) s.u. Reg. 14 (77) s.u. Reg. 1 (78) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 12 (79) ebd. (80) s.o. Anm. 19 (81) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 20 (82) ebd. (83) ebd. S. 22 (84) ebd. S. 21 (85) ebd. S. 41 (86) ebd. S. 21 (87) ebd. S. 23 (88) ebd. (89) s.o. Anm. 12 (90) s.u. Reg. 291 (91) s.u. Reg. 288, Reg. 24 und StAL B 422 U 580 (92) s.u. Reg. 91 (93) s.u. Reg. 22 und 287 (94) s.u. Reg. 131 (95) s.u. Reg. 397 (96) s.u. Reg. 291 (97) Württembergische Regesten Nr. 6126 S. 225 (98) s.u. Reg. 421 (99) Vgl. dazu Kolb, Heubach und Rosenstein S. 52 f. (100) Württembergische Regesten Nr. 9554 S. 368 (101) ebd. Nrr. 9556-9557 S. 368 (102) ebd. Nr.9566 S. 368 (103) Vgl. Kolb, Heubach und Rosenstein S. 53 (104) ebd. S. 54: "vor 1524" (105) Kolb, Amt Heubach S. 92-95 (106) ebd. S. 96 (107) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 24 (108) s.u. Reg. 242 f., 406, 408 und 411 f. (109) s.u. Reg. 420 (110) s.u. Reg. 440 f. (111) OAB Besigheim S. 155 f. (112) Thier, Hüttenwesen S. 15 f. (113) s.u. Reg. 154 (114) s.u. Reg. 128 (115) s.u. Reg. 127 (116) s.u. Reg. 171 (117) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 28 f. - Zur Reformation in Essingen - um 1538 - s. 450 Jahre Evangelische Kirchengemeinde in Essingen S. 19 ff., zur Reformation in Heubach - nach 1556 - s. Kolb, Pfarrei Heubach S. 134 (118) Vgl. HStAS A 163 Repertorium S. 207 und unten Reg. 278 ff. (119) OAB Gmünd S. 302 f. - Vgl. dagegen das Schöllkopf-Repertorium Abt. B f. 1: "1532. Woellwarth kauft Bartholomä von Rechberg" und Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 33: "Das 1531 [sic!] von Rechberg erkaufte Bartholomä ..." Im Repertorium von 1783 ist dieser Kaufbrief (?), der bisher nicht zu ermitteln war, nicht aufgeführt! (120) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 27 f. (121) ebd. S. 32 (122) StAL B 423 Bü. 31 (123) s.u. Reg. 22 und 287 (124) s.u. Reg. 271 (125) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 32 (126) s.u. Reg. 315 (127) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 39 ff. (128) ebd. S. 36 f. und unten Reg. 472 (129) Stein, Groß- und Kleiningersheim S. 80 (130) s.u. Reg. 384 und 468 f. (131) s.u. Reg. 107, 104, 106, 109, 105 und 110 (132) s.u. Reg. 110 f. (133) s.u. Reg. 61-69 und 72 (134) s.u. Reg. 47-49 (135) s.u. Reg. 24 f., 29, 31 und 34-36 (136) s.u. Reg. 26-28, 30 und 33 (137) s.u. Reg. 38 f., 50 f. und 73 (138) s.u. Reg. 92 (139) Vgl. zum Beispiel Reg. 294, 331 f., 445, 508 und 511 (140) s.u. Anmm. 156 und 159 (141) s.u. Anm. 162 (142) Sebastian von Woellwarth schrieb am 24. März 1702 an den Kanton Kocher, daß dem Bericht nach, im 30-jährigen Krieg zu Schorndorff zimbliche Scripturn verbronnen sein sollen; Konzept in PL 9/3, Differenzen wegen der württ. Lehen. Der Fideikommiß von 1729 enthält die Notiz, die Familienverträge seien nebst noch vielen andern Documentis in anno 1634 zu Schorndorff im Rauch auffgegangen; s.u. Reg. 315. Vgl. auch das Repertorium von 1783 Bd. 1 fol. 232 und Bd. 4 fol. 882 sowie Holtz, Wöllwarth im Kloster Lorch S. 64. Rentamtmann Carl Wagner bezweifelte zwar in dem 1860 angelegten Index zum Repertorium von1783 den Verlust der Registratur im Jahr 1634: Actenpapiere ...: Verlust durch Verbrennen in Schorndorf, eine Sage; a.a.O. S. 5. Die Vernichtung der Akten beim Schorndorfer Stadtbrand würde jedoch in PL9/3 am einfachsten das Fehlen von Akten aus der Zeit vor 1650 erklären. - Dagegen scheint im Dreißigjährigen Krieg nur 1 Urkunde, der Lehenbrief Ferdinands II. über den Zoll auf dem Hemling vom 13. Juli 1621, verlorengegangen zu sein; Repertorium von 1783 Bd. 1 fol. 48 (143) s.u. Anm. 163 (144) s.u. Reg. 315 (145) Am 8. Mai 1732 schrieb Sebastian von Woellwarth an den Kanton Kocher, sein Stammhaus Lauterburg sei so schnell niedergebrannt, daß ich mich und die Meinige mit genauer Noth, geschweige, außer dem Archiv, nur das Wenigste salviren können; StAL B 575 I Bü. 1385. - Die zahlreichen Wachsflecken auf den Pergamenturkunden dürften auf diesen Brand zurückzuführen sein (146) Der Titel der Designatio der in dem Wöllwarthschen Archiv zu Neubronn befindlichen Acten trägt den Zusatz: so den 13. Feber 1739 gebracht worden; PL 9/3 (147) PL 9/3 Consignatio der in dem zu Neubronn befindlich-gemeinschafftlichen Wöllwarthschen Archiv verwahrlich liegenden Acten de dato 11ten 9bris 1743 (148) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 41 (149) PL 9/3 Prozesse Friedrich Carls, u.a. vor dem Reichshofrat, gegen Woellwarth-Neubronn wegen Herausgabe des gemeinschaftlichen Archivs (150) PL 9/3 Markt-Essingen Freyherrlich-Woellwarthscher Herrschaft. Archiv-Repertorium, in welchem die Dokumente theils im Auszuge, theils nach ihrem ganzen Innhalte verzeichnet sind. Verfaßt vom wirtembergschen Kanzley-Advokat Lt. Faber zu Stuttgart im Jar 1783. Sechs Bände (151) PL 9/3 Essingen, Alphabetischer Index zu dem Freiherrlich Wöllwarth-Lauterburgischen Archiv-Repertorium. Gefertigt durch den resignirten Rentbeamten Wagner im Jahr 1860. - Die Vorbemerkung Wagners besteht größtenteils aus einer Auseinandersetzung mit der Arbeit Fabers (152) Die in PL 9/3 vorliegende Kopie des maschinenschriftlichen Repertoriums beginnt mit der Übersicht über die einzelnen Abteilungen des Freiherrl. von Woellwarth'schen Archives in Essingen (153) die Gruppe H: Bücherei umfaßte auch die alten Archivrepertorien (154) s.u. Anm. 175 (155) s.u. Reg. 427 (156) s.u. Reg. 248, 250, 252, 327, 397, 409, 417 f. und 427 (157) s.u. Reg. 251 (158) s.u. Reg. 305 (159) s.u. Reg. 23, 132 f., 192, 195, 198 und 298 (160) s.u. Reg. 198 (161) s.u. Reg. 23 (162) s.u. Reg. 291, 154, 159, 195, 200, 204, 352 und 340 (163) Eine Konkordanz zu den bisher festgestellten Signaturen dieser Gruppe enthält das maschinenschriftliche Repertorium PL 9/2 S. 371-373 (164) Erste bisher bekannte Signatur ist Lra. E. 5.; s.u. Reg. 518 (165) s.u. Reg. 197 (166) s.u. Reg. 345: No. 356 (167) s.o. Anm. 146 (168) Die Konkordanz s. im maschinenschriftlichen Repertorium PL 9/2 S. 373-378 (169) Vgl. zum Beispiel Reg. 319 von 1421, die wegen des Datums 1414 im Rückvermerk vor Reg. 318 von 1420 eingeordnet war (170) s.u. Reg. 192 (171) s.o. Anm. 146 (172) s.u. Reg. 343 (173) s.u. Reg. 332 (174) s.u. Reg. 130 f. (175) PL 9/3 maschinenschriftliches Schöllkopf-Repertorium; die neuen Büschelnummern sind mit Bleistift nachgetragen (176) Vgl. Thier, Hüttenwerke S. 15 Anm. 62 und S. 17 Anm. 70 (177) s.u. Reg. 125 (178) s.u. Reg. 76 und 247 (179) s.u. Reg. 468 f. (180) s.u. Reg. 91 (181) Woellwarth-Lauterburg, Die Freiherrn von Woellwarth S. 16 (182) C 4 = Fasz. 156 (183) s.u. Reg. 3-88 und 130-259 (184) Vgl. dazu StAL B 422-424 (185) Die ellwangischen Lehenbücher s. in StAL B 424 (186) s.u. Reg. 260-264 (187) Zum Beispiel A 3.F 1/244 (188) s.u. Reg. 519 (189) s.u. Reg. 520 (190) Ergänzend zu Grotefend, Taschenbuch der Zeitrechnung vgl. Burr, Calendarium Elvacense S. 393

Gedruckte Quellen und Literatur: Adelmann von Adelmannsfelden, Georg Sigmund Graf: Das Geschlecht der Adelmann von Adelmannsfelden. Ellwangen (Jagst) 1948 Alberti, Otto von: Württembergisches Adels- und Wappenbuch. 2 Bd. Stuttgart 1899-1916, Woellwarth: S. 1077 f. Anhang oder Documenten und Beweiß-Belegen ... [1766] siehe Wahrhafte ... 1766 Baumbauer, Hermann: Die Ritter von Woellwarth in der Klosterkirche von Lorch. In: Ostalb Einhorn 6, S. 289-294 Beschreibung des Oberamts Aalen. Hrsg. von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau. Stuttgart 1854. Woellwarth: S. 162-169; zitiert: OAB Aalen Beschreibung des Oberamts Besigheim. Hrsg. von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau. Stuttgart 1853; zitiert: OAB Besigheim Beschreibung des Oberamts Ellwangen. Hrsg. von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau. Stuttgart 1886; zitiert: OAB Ellwangen Beschreibung des Oberamts Gmünd. Hrsg. von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau. Stuttgart 1870; zitiert OAB Gmünd Biedermann, Johann Gottfried: Geschlechtsregister der reichsfrey-unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken löblichen Ortes an der Altmühl, ... Bayreuth 1748. Woellwarth: Taf. CXX-CXXXI Böhmer, Johann Friedrich: Regesta imperii. Bd. VIII: Die Regesten des Kaiserreichs unter Kaiser Karl IV.: 1346-1378, hrsg. von Alfons Huber. Hildesheim 1968 Böhmer, Johann Friedrich: Regesta imperii. Bd. XI: Die Urkunden Kaiser Sigmunds (1410-1437), verzeichnet von Wilhelm Altmann. Bd. 1: 1410-1424, Hildesheim 1968 Burr, Viktor: Calendarium Elvacense. In: Archiv für Liturgiewissenschaft Bd. 6, 2 S. 372-416 Chmel, Joseph: Regesta chronologico-diplomatica Ruperti regis Romanorum. Auszug aus den im k.k. Archive zu Wien sich befindenden Reichsregistraturbüchern vom Jahre 1400 bis 1410. Mit Benutzung der gedruckten Quellen. Frankfurt a.M. 1834 Frey, Siegfried: Das württembergische Hofgericht (1460-1618). 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Paderborn 1940 (= Quellen und Forschungen aus dem Gebiete der Geschichte; 25) Schön, Theodor: Regesten zur Geschichte der Herren von Riexingen. In: Leutrum von Ertingen, Gerhard Graf: Die gräflich leutrum'sche Frauenkirche zu Unter-Riexingen. Mit einem Überblick über die Geschichte des Dorfes. Stuttgart 1891, S. 93-110 Schuler, Peter-Johannes: Notare Südwestdeutschlands. Ein prosopographisches Verzeichnis für die Zeit von 1300 bis ca. 1520. 2 Bd. Stuttgart 1987 (= Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg Reihe B; 90 und 99) Schulz, Thomas: Der Kanton Kocher der Schwäbischen Reichsritterschaft 1542-1805. Entstehung, Geschichte, Verfassung und Mitgliederstruktur eines korporativen Adelsverbandes im System des alten Reiches. Esslingen 1986 (= Esslinger Studien, Schriftenreihe; 7) Species Facti ... 1766 s. Wahrhafte ... Das Spitalarchiv zum Heiligen Geist in Schwäbisch Gmünd, bearb. von Alfons Nitsch u.a. Karlsruhe 1965 (= Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg; 9) Stammtafel des mediatisierten Hauses Rechberg, [hrsg. von Joseph Giefel und Theodor Schön]. o.O. 1893 Stein, Richard: Geschichte der Ortschaften Groß- und Kleiningersheim. Stuttgart 1903 Theil, Bernhard: Gmünder Bürgerlehen. Bemerkungen zur Belehnung von Bürgern in Schwäbisch Gmünd vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. In: Gmünder Studien 2, 1979, S. 55-79 Theil, Bernhard: Das Lehenswesen des Klosters Ellwangen im Spätmittelalter. In: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 34/35, 1975/1976, S. 101-122 Thier, Manfred: Geschichte der Schwäbischen Hüttenwerke 1365-1802. Ein Beitrag zur württembergischen Wirtschaftgeschichte. Aalen und Stuttgart 1965 Die Urkunden der Stadt Dinkelsbühl 1282-1450, bearb. von Ludwig Schnurrer. München 1960 (= Bayerische Archivinventare; 15) Urkunden und Akten der ehemaligen Reichsstadt Schwäbisch Gmünd 777 bis 1500, bearb. von Alfons Nitsch. Teil I: 777 bis 1450, Teil II: 1451 bis 1500. Schwäb. Gmünd 1966-1967 (= Inventare der nichtstaatlichen Archive in Baden-Württemberg; 11-12) 450 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Essingen. Text und Redaktion: U. Zeller. Essingen [1988] Vietzen, Hermann: Das Lehenbuch des Hochstifts Augsburg von 1424. Kempten 1939 (= Allgäuer Heimatbücher; 11) Wagner, C.F.: Beschreibung und Geschichte des Marktfleckens und Pfarrdorfs Essingen mit seinen Filialen. Aalen 1859 Wahrhafte und aus ohnverwerlichen Urkunden gezogene Species Facti, nebst angehängter kurzen doch gründlichen Deduction und Vorstellung/ daß das, in der von denen Herren Gebrüderen Friedrich Christoph und August Christoph/ Reichsgrafen von Degenfeld-Schomburg etc. Impetranten, an einem wider den Herzoglich-Württembergischen Herrn General-Major Friderich Carl Baron von Wöllwarth, auf Lauterburg, Lautern, Hohenroden, Eßingen, Killingen etc. Impetraten am andern Theil, coram Augustissimo puncto angeblichen Condominal- und Jurisdictional-Irringen allerunterthänigst erhobenen Klag-Sache ausgewürckte ... Mandatum Caesareum ... allergerechtest aufzuheben ... seye. o.O. 1766; mit: Anhang oder Documenten und Beweiß-Belegen von Num. 1-210 inclus. zu des Herzogl. Württembergischen Herrn General-Majors Friderich Carl Baron von Wöllwarth ... Vorstellung und Deduction ... [1766]; zitiert: Species Facti 1766, Anhang Weber, Raimund J.: Herrschaftsteilung und Dorfrecht. Rechts- und sozialgeschichtliche Anmerkungen zur Lauterner Dorfordnung vom 16. Februar 1599. In: Heubach und die Burg Rosenstein S. 151-164 Woellwarth, Albrecht Freiherr von: Ahelfingen und Woellwarth. In: Aus Vergangenheit und Gegenwart. Beilage zur Ipf- und Jagstzeitung vom 13. Okt. 1951 Woellwarth, Albrecht Freiherr von: Streiflichter aus der Geschichte der Lauterburg. In: Aus Vergangenheit und Gegenwart. Beilage zur Ipf- und Jagstzeitung 121, 1952, S. 267 Woellwarth-Lauterburg, Albrecht Freiherr von: Die Freiherrn von Woellwarth. Stammtafeln. Fortdr. der 2. Aufl. [Essingen] 1979 Württembergische ländliche Rechtsquellen. Bd.1: Die östlichen schwäbischen Landesteile, bearb. von Friedrich Wintterlin. Stuttgart. 1910 Württembergische Regesten von 1301 bis 1500. Bd.1-3: Altwürttemberg. Stuttgart 1916-1940 (= Urkunden und Akten des Württembergischen Hauptstaatsarchivs; Abt. 1)

Abkürzungsverzeichnis:
A Anmerkung
A. Aussteller
Abb. Abbildung
a.d. an der
abg. abgegangen
anh. anhängend
ASig. Archivsignatur
aufg. aufgegangen
Ausf. Ausfertigung
Bd. Band
Beil. Beilage
besch. beschädigt
bez. bezeichnet
Bl. Blatt
bz. Batzen
Bü. Büschel
D. Doctor
d Pfennig
Dept. Département
Di Dienstag
Do Donnerstag
Dr. Doktor/Druck
Fasz. Faszikel
fl rh/flor. Rhenen Gulden rheinisch
Fr Freitag
G. Gulden
geb. geborene
gen. genannt
JUD Iuris utriusque doctor
JULis Iuris utriusque Iicentiatus
k Kreuzer
Kr./-kr. Kreis/-kreis
Kt. Kanton
Kv. Kanzleivermerk
lat. lateinisch
Ib (hl) Pfund (Heller)
Lic. iur. Licentiatus iuris
Lit. Litera/Literatur
Lra. Litera
Lt. Licentiatus
Mo Montag
Mi Mittwoch
NB Notabene
No./Nro. Numero
Nr. Nummer
Perg. Pergament
Prov. Provenienz/Provinz
Reg. Regest
RT Reichstaler
S. Seite
s. siehe
Sa Samstag
s.a. siehe auch
Sg. Siegel
So Sonntag
s.o. siehe oben
Sr. Siegler
ß Schilling
s.t. salvo titulo
s.u. siehe unten
U Urkunde
UJCo. Utriusque iuris consultus
vgl. vergleiche
verst. verstorben
württ. württembergisch
Z. Zeuge


Siglenverzeichnis:
FÖAS LA Fürstlich Oettingen-Spielbergisches Archiv Oettingen, Lehenarchiv
FÖAW U I Fürstlich Oettingen-Wallersteinisches Archiv Wallerstein, Urkundensammlung I
HStAS Hauptstaatsarchiv Stuttgart
StAL Staatsarchiv Ludwigsburg

Umfang:
507 Urkunden (6,5 lfd. m)
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