Großer Generalstab der Preußischen Armee / Oberste Heeresleitung des Deutschen Heeres (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Bundesarchiv, BArch PH 3
Kontext:
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Preußische Armee 1867 bis 1918/1919 >> Spitzenbehörden
Bestandslaufzeit:
1867-1920 (1926-1972)
Bestandsbeschreibung:
Geschichte des Bestandsbildners: 1 Aufgaben und Organisation des Großen Generalstabes
1.1.1 Stellung und Aufgaben des Großen Generalstabs innerhalb der Preußischen Armee (1)
Der Begriff Generalstab wurde erstmals in der A.K.O. vom 20. Juli 1817 über den Normaletat des Generalstabs und ab 1821 auch in den gedruckten Ranglisten verwendet.
Der Große Generalstab gehörte neben dem Geheimen Militärkabinett und dem Kriegsministerium zu den Spitzenbehörden der Preußischen Armee. Der zunächst noch beim Kriegsministerium ange-siedelte Generalstab konnte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts schließlich von seiner Abhängigkeit vom Kriegsministerium lösen. 1821 wurde er selbstständig. Mit Kabinettsordre vom 24. Mai 1883 wurde der Generalstab zu einer Immediatbehörde und wurde unmittelbar dem Monarchen zugeordnet; faktisch hatte er diese Stellung schon seit den Einigungskriegen.
Die Aufgaben des Kriegsministeriums und des Großen Generalstabs überschnitten sich zum Teil, was hin und wieder zu Konflikten führte. Nach Artikel 63 der Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871 bildete die gesamte Landmacht des Reiches ein einheitliches Heer, das in Krieg und Frieden unter dem Befehl des Kaisers stand. Im Frieden hatte der Chef des Großen Generalstabes praktisch keine Befehlsgewalt und kein Inspektionsrecht. Er fungierte lediglich als Chef und Disziplinarvorgesetzter des Großen Generalstabs. Die höchste Kommandogewalt lag zwar faktisch beim Kaiser, praktisch nahm diese jedoch der Chef des Generalstabes der Armee war. Im Kriege erteilte der Chef des Generalstabes nach den Mobilmachungsbestimmungen im Namen des Kaisers operative Befehle und war für die Leitung und Ausführung der militärischen Operationen wie auch der übrigen Dienstzweige mitverantwortlich. Durch die Schulung von Führern und die Fürsorge für die kriegsmäßige Truppenausbildung hatte er einen bestimmenden Einfluss auf die Gestaltung der Armee. Zu seiner Tätigkeit gehörte auch die Pflege der kriegswissenschaftlichen Bildung, besonders das Studium und die Bearbeitung der Kriegsgeschichte, das Sammeln von Nachrichten und statistischem Material über fremde Heere und die verschiedenen Kriegsschauplätze, Kartenlegung, Untersuchung und Beschreibung des eigenen Landes.
In der Friedenszeit gab es keine weitreichenden Veränderungen in der Organisation des Großen Generalstabs lediglich einige Erweiterungen durch den zunehmenden Umfang der General-stabsaufgaben.
1.2. Die Chefs des Generalstabs der Armee in Preußen (seit der offiziellen Einführung der dienstlichen Bezeichnung) (2)
11.1.1821 - 21.1.1829 Generalleutnant Freiherr von Wülffing gen. Weiss
29.11.1829 - 13.5.1848 General der Infanterie Wilhelm von Krauseneck
13.5.1848 - 7.10.1857 General der Kavallerie Karl von Reyher
29.10.1857 - 10.8.1888 Generalfeldmarschall Helmuth Graf von Moltke
10.8.1888 - 7.2.1891 General der Kavallerie Alfred Graf von Waldersee
7.2.1891 - 1.1.1906 General der Kavallerie Alfred Graf von Schlieffen
1.1.1906 - 14.9.1914 Generaloberst Helmuth von Moltke der Jüngere
14.9.1914 - 29.8.1916 General der Infanterie Erich von Falkenhayn
29.8.1916 - 3.7. 1919 Generalfeldmarschall Paul von Beneckendorff und von Hindenburg
3.7.1919 - 30.9.1919 Generalleutnant Wilhelm Groener
Zwischen 1914 und 1918 wurden insgesamt vier Oberste Heeresleitungen (OHLs) gebildet (3)
1. OHL: Generaloberst Helmuth von Moltke, Chef des Generalstabes des Feldheeres vom 2. August - 14. September 1914
2. OHL: General der Infanterie Erich von Falkenhayn, Chef des Generalstabes des Feldheeres vom 14. September (offiziell ab 3. September 1914) - 29. August 1916
3. OHL: Generalfeldmarschall Paul von Beneckendorff und von Hindenburg, Chef des Generalstabes des Feldheeres vom 29. August 1916 - 9. November 1918, Oberbefehlshaber des Feldheeres vom 9. November 1918 - 3. Juli 1919, ihm wurde der General der Infanterie Erich Ludendorff als Erster Generalquartiermeister zur Seite gestellt
4. OHL: Generalleutnant Wilhelm Groener übernahm nach dem Rücktritt von Hindenburgs am 25. Juni 1919 die OHL nun unter der Bezeichnung „Kommandostelle Kolberg" bis zur Auflösung am 30. September 1919
1.3 Die organisatorische Entwicklung des Großen Generalstabs (4)
1.3.1 Organisation des Großen Generalstabs 1814-1919
1.3.1.1 Die Errichtung eines Generalstabsdepartments im Kriegsministerium
Am 22. August 1814 schlug Boyen die Errichtung eines besonderen Generalstabsdepartments vor, in dem künftig die Plankammer sowie die Offiziere des Generalstabes und der Adjutantur angemessen eingesetzt werden sollten. Das 2. Department wurde Generalstabsdepartement. Sein jeweiliger Direktor war zugleich Chef des Großen Generalstabes. In Folge des Feldzuges von 1815 konnte der neu gegründete Große Generalstab seine Tätigkeit erst 1816 aufnehmen. Chef des Großen Generalstabes wurde von Grolman. Er erließ eine vorläufige Instruktion nach der sich der Generalstab folgendermaßen gliederte: Drei Abteilungen: Das Östliche Kriegstheater, das Mittlere Kriegstheater, das Westliche Kriegstheater. Eine Abteilung für Kriegsgeschichte und die Aufnahmeabteilung.
1817 wurde bei der Kriegsgeschichtlichen Abteilung ein Kriegsarchiv errichtet, welches in erster Linie eine Aktensammelstelle für Akten der Feldzüge darstellte. Gleichzeitig wurde eine Bibliothek eingerichtet. Die Aufnahmeabteilung zerfiel in den astronomisch-trigonometrischen Teil und in das Aufnahme- und Zeichenbüro. Die Plankammer bestand aus der alten und neuen Plankammer. Die alte Plankammer in Potsdam war für die historischen Unterlagen zuständig, die neue in Berlin für die Unterlagen der Abteilungen.
Organisation am 17. Juli 1817
Abteilung Östliches Kriegstheater
Abteilung Mittleres Kriegstheater
Abteilung Westliches Kriegstheater
Kriegsgeschichtliche Abteilung mit Kriegsarchiv und Bibliothek
Abteilung für Aufnahmen
Plankammer
Lithografisches Institut
1.3.1.2 Die Loslösung des Generalstabes vom Kriegsministerium
1819 wurde Oberst Rühle von Lilienstern zum Nachfolger Grolmans als Chef des Großen Generalstabes bestimmt. Der Ranghöhere von Müffling kehrte in den Generalstabsdienst zurück. Um diese Situation aufzulösen wurde Müffling Chef des Generalstabes der Armee des Berliner Generalstabs und der Truppengeneralstäbe. Rühle wurde Chef des Großen Generalstabes, also der in Berlin im 2. Departement befindlichen Generalstabsoffiziere. Der Generalstab in seiner Gesamtheit war zwar nun eine selbstständige Behörde, war jedoch immer dem Kriegsministerium zugeordnet. Formal stand der Chef des Generalstabs der Armee nicht unter dem Kriegsminister, während der Chef des Großen Generalstabes sowohl Untergebener des Kriegsministeriums als auch des Chef des Generalstabs der Armee war. 1824 wurde das 2. Department aufgelöst. Ein Jahr später führte der Generalstab der Armee die Geschäfte. Rühle wurde Verbindungsoffizier zum Kriegsministerium. Eine Besonderheit ist die seit 1821 eingeführte direkte Berichterstattung der Generalstabsoffiziere an den Chef des Generalstabes ohne Beteiligung des Kriegsministers. Mit Boyen veränderte sich die Stellung des Generalstabes. So wurden die Generalstabsoffiziere nun im Generalstab befördert.
1.3.1.3 Der Einfluss von Clausewitz
Clausewitz' Veröffentlichung „Vom Kriege" erschienen 1832/34 posthum hat auf das Denken und Planen des Generalstabes nur in fachlicher Hinsicht Einfluss gehabt. Clausewitz ging es um die Wesens- und Kernfragen des Krieges. Er erkannte die politischen Rahmenbedingungen für die Kriegführung unter Napoleon und betrachtete seit dieser Zeit Krieg, Kriegführung und Politik als eine Gesamtheit. Er beschäftigte sich mit Fragen wie dem Verhältnis von Krieg und Politik, Strategie und Taktik, Bedeutung der moralischen Größen, dem „Vernichtungskrieg" und dem „absoluten Krieg" zu den „natürlichen Verhältnissen" des Krieges, das Clausewitz zu einer spezifischen Bewertung des „Enderfolges" bewog.
1.3.1.4 Der Generalstab unter Moltke auf dem Weg zur Alleinzuständigkeit
Bei der Mobilmachung gegen Österreich trat der Generalstab praktisch nicht in Erscheinung, die Mobilmachung lag beim Kriegsministerium. Erst die Feldzüge 1866 liefen nach dem Plan des Generalstabes ab, was als erste Phase für eine Alleinzuständigkeit gewertet werden kann. Dies war der Verdienst des neuen Generalstabschefs von Moltke. Unter Moltke erfuhr der Generalstab eine zahlenmäßige Vergrößerung auf 88 Offiziere und 21 Offiziere des Nebenetats.
Die Gliederung des Großen Generalstabs seit 1867
I. Hauptetat (88. Offiziere)
1. Abteilung: Armeen der ostwärtigen Nachbarn
2. Abteilung: Deutsche Armeen, Eisenbahnangelegenheiten
3. Abteilung: Armeen der westlichen Nachbarn
II. Nebenetat (wissenschaftliche Tätigkeiten, 21 Offiziere)
Kriegsgeschichtliche Abteilung
Geographisch-statistische Abteilung
Topographische Abteilung
Landestriangulation
Plankammer
1.3.1.5 Der Generalstab unter Waldersee
Die Gliederung des Großen Generalstabes seit 1. April 1889
Der Generalquartiermeister wurde zunächst wieder abgeschafft, jedoch wurden zum 1. April 1889 drei Oberquartiermeister (O.Q.) eingerichtet.
Zentralbüro (ab 1890 Zentralabteilung)
Oberquartiermeister (O. Q.) I seit 1. April 1889:
2. Abteilung Ordre de Bataille (Schlachtordnungen) und Aufmarsch des deutschen Heeres
Eisenbahnabteilung
Eisenbahnsektion
Die Eisenbahnsektion war für den Dienstbetrieb und die Ausbildung des dem Chef des Generalstabes der Armee unterstellten Eisenbahn-Regiments und der Luftschiffer-Abteilung zuständig.
Eisenbahn-Regiment
Oberquartiermeister (O.Q.) II
4. Abteilung - Neubildung für die Angelegenheiten fremder Festungen und die Aufstellung der Angriffsentwürfe, mit AKO vom 19. Dez. 1889 kam die Abteilung für fremde Festungen vom Ingenieur-Komitee hinzu
Geographisch-statistische Abteilung (seit 1894 eine selbstständige Abteilung)
Deutsche Sektion (Angelegenheiten der Kriegsakademie und die Übungsreisen des Generalstabes)
Oberquartiermeister (O.Q.) III
1. Abteilung (Rußland, die skandinavischen Staaten, Österreich, Balkan etc.)
3. Abteilung (Frankreich, England, Belgien, Niederlande, Schweiz, Italien)
Abteilung für Kriegsgeschichte
Landesaufnahme
Die Stellung des Generalquartiermeisters wurde abgeschafft.
1.3.1.6 Gliederung des Großen Generalstabes der Armee seit 1908
Zentralabteilung
6. Abteilung (Manöver)
Oberquartiermeister (O.Q.) I
2. Abteilung (Aufmarsch)
Technische Sektion (Luftstreitkräfte)
4. Abteilung (Fremde Festungen des westlichen Kriegstheaters)
7. Abteilung (Fremde Festungen des östlichen Kriegstheaters)
Eisenbahnabteilung
Oberquartiermeister (O. Q.) II
3. Abteilung (Fremde Heere im Westen)
9. Abteilung (Deutsche Kolonien)
Oberquartiermeister (O. Q.) III
5. Abteilung (Übungsreisen des Generalstabes)
8. Abteilung (Angelegenheiten der Kriegsakademie)
Oberquartiermeister IV (O.Q.) (seit 1. April 1894 neu hinzugekommen)
1. Abteilung (Fremde Heere im Osten)
10. Abteilung (Fremde Heere im Osten)
Oberquartiermeister V
Kriegsgeschichtliche Abteilung I und II
Landesaufnahme
1.3.1.7 Gliederung des Großen Generalstabes vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914
Der Chef des Großen Generalstabes
Zentralabteilung (Personal, Organisation, Verwaltung) mit Sektion III b (Nachrichtenwesen)
6. Abteilung (Manöver)
Kriegsgeschichtliche Abteilung II (ältere Kriegsgeschichte)
Oberquartiermeister (O.Q.) I.
2. (deutsche Abteilung) -Aufmarsch- und Operationsabteilung
Eisenbahnabteilung
Sektion 1a (zur Neubearbeitung der Militär-Transportordnung)
4. Abteilung (fremde Festungen)
Oberquartiermeister (O.Q.) II
3. Abteilung (Frankreich mit Marokko, England mit Ägypten, Afghanistan)
9. Abteilung (Italien, Belgien, Schweiz, Holland, Spanien, Portugal, Amerika, deutsche Kolonien)
Oberquartiermeister (O.Q.) III
5. Abteilung (Operationsstudien)
8. Abteilung (Kriegsakademie und Generalstabsdienst)
Oberquartiermeister (O.Q.) IV
1. Abteilung (Russland, Nordische Staaten, Ostasien, Persien, Türkei)
10. Abteilung (Österreich-Ungarn und Balkanstaaten)
Oberquartiermeister (O.Q.) V
Kriegsgeschichtliche Abteilung I (neuere Kriege)
Kriegsarchiv
Kartenarchiv
Chef der Landesaufnahme und Oberquartiermeister
Trigonometrische Abteilung
Topographische Abteilung
Kartographische Abteilung
Photogrammetische Abteilung
Kolonialsektion
1.3.1.8 Der Chef des Generalstabes des Feldheeres 1914 bis 1918
Generalstab des Feldheeres und Oberste Heeresleitung (OHL) des Deutschen Heeres
Mit der Mobilmachung am 2. August 1914 wurde der Chef des preußischen Generalstabes der Armee zum "Chef des Generalstabes des Feldheeres", zugleich wurde die OHL gebildet, die im Großen Hauptquartier angesiedelt war. Der Chef des Generalstabes des Feldheeres verkörperte somit die OHL und wurde vom Begriff her immer mit ihr gleichgesetzt.
Am 5. August 1914 wurde der stellvertretende Generalstab der Armee in Berlin mobilgemacht. Letzerer blieb bis zum 31. Januar 1919 bestehen. Mit der Demobilisierung nahm der Große Generalstab mit Ausnahme der bei der OHL verbleibenden Stellen seine Tätigkeit am 1. Februar 1919 wieder auf. (10) Auf Grund des Versailler Vertrages wurde im Juli 1919 die Auflösung des Großen Generalstabes beschlossen und eingeleitet. Am 4. Juli 1919 übernahm Generalmajor von Seeckt die Geschäfte des Chefs des Generalstabes. Die Bezeichnung der Dienststelle war nun "General von Seeckt". Am 30. September 1919 wurde der Große Generalstab schließlich endgültig (mit der Errichtung eines Abwicklungsamtes aus einem Teil der Zentralabteilung) aufgelöst.
1. Generalstabsabteilungen
Zentralabteilung
Sie war zuständig für Empfang und Zuleitung des Schriftwechsels an die zuständigen Stellen, in Zusammenarbeit mit dem Militärkabinett für Personalsachen und die Verwaltung.
Leiter der Abteilung war Oberst von Fabeck, seit 26. März 1916 wurde die Abteilung durch Oberst Tieschowitz von Tieschowa geführt.
Operationsabteilung
Die Abteilung mit der engsten Verbindung zum Generalstabschef. Sie war auch das Büro für seine persönlichen Schreiben. Ihr oblag es, die Voraussetzungen für alle operativen Maßnahmen der Armee zu schaffen: Kriegsgliederung und Organisation des gesamten Heeres zu überwachen und Verbesserungen vorzuschlagen sowie Ausbildung, Bewaffnung und Einsatzfähigkeit der Verbände. Dem Chef der Operationsabteilung oblagen die Beratung des Generalstabschefs, die Bearbeitung der operativen Pläne des Generalstabschefs und die Ausfertigung seiner Befehle.
Während des Krieges wurde die Abteilung umfangreich erweitert.
Chefs:
Generalmajor Tappen
Oberstleutnant Wetzell (seit 31. Aug. 1916)
Operations-Abteilung B
Unter der Operationsabteilung wurde zum 18. August 1916 noch eine Unterabteilung eingerichtet, die für die mazedonische und türkische Front zuständig war.
Operations-Abteilung II
Am 23. September 1916 wurde die Stelle des Feldmunitionschefs aufgelöst. Die Aufgaben des Munitions- und Geräteersatzes übernahm die Munitionssektion in die Operationsabteilung. Anschließend wurde die Munitionssektion mit der kriegswirtschaftlichen zur Operationsabteilung II vereinigt.
Chef:
Oberst Bauer
Nachrichtenabteilung, seit dem 20. Mai 1917 Abteilung Fremde Heere
Sie war zuständig für die Verfolgung der militärischen Operationen im Ausland v.a. für die Kriegsführung der Feindstaaten indem sie Informationen zu deren Organisation und Kräfteverteilung sammelte.
Abteilung III b
Ihre Aufgabe bestand in der Übermittlung von Nachrichten über den Gegner. Dies geschah durch bei den Armeen und an geeigneten Punkten der Heimat eingesetzten Nachrichten-Offizieren. Zudem gab es freiwillige oder bezahlte Agenten im neutralen und im feindlichen Auslande und die Geheime Feldpolizei in den besetzten Gebieten. Nachrichtenmaterial lieferten darüber hinaus die Grenzpolizeistellen und die Feldpolizei, die auch zur Durchführung der Spionage diente. Die Stellen des Nachrichtendienstes und der Spionageabwehr im Heimatgebiet kommunizierten mit der Abteilung III b des stellvertretenden Generalstabes, die wiederum der Abteilung III b im Großen Hauptquartier unterstellt war. Die Richtlinien für den vaterländischen Unterricht wurden genauso von der Abteilung erlassen wie der eingerichtete Pressedienst, der die öffentliche Meinung steuern sollte.
Politische Abteilung, seit 10. Februar 1916 Militärpolitische Abteilung
Sie war für die militärpolitischen Angelegenheiten aller Staaten zuständig, bearbeitete Rechtsfragen und gab die Informationen an die Militärattachés weiter und war die schriftführende Stelle in Friedensfragen.
2. Der Generalquartiermeister und ihm nachgeordnete Stellen
Der Generalquartiermeister nahm alle Aufgaben zur Entlastung des Chefs des Generalquartiermeisters war, die sich unmittelbar auf die Operationen bezogen.
Dazu gehörte das gesamte Nachschub-, Etappen- und Eisenbahnwesen, Feldpost und Rechtspflege, Feldsanitäts- und Veterinärwesen.
Generalquartiermeister:
Generalleutnant von Stein seit 14. Sept. 1914
Generalleutnant Hahndorff seit 16. Jan. 1916
Nachgeordnete Stellen
Generalintendant des Feldheeres
Ihm oblag die Bereitstellung der Heeresverpflegung. Zudem bildete er die Spitze der Feld- und Truppenintendanturen.
Mit Übergang zum Stellungskrieg kam die Überwachung der Ernährung im besetzten Gebiet hinzu. Hier sind die Bodenbestellung und die dafür notwendige Beschaffung des landwirtschaftlichen Maschinenmaterials und die Nutzbarmachung des Ernteüberschusses für das Feldheer zu nennen. Später kam die industrielle Nutzung der besetzten Gebiete hinzu. Für den Westen wurde noch eine neue Wirtschaftsabteilung mit Wirkung zum 5. September 1916 eingerichtet.
Die Wirtschaftsabteilung wurde mit Wirkung zum 1. Jan. 1917 verselbstständigt und erweitert und in Beauftragter des Generalquartiermeisters für den westlichen Kriegsschauplatz (B.d.G. West) eingerichtet. In seiner Verantwortlichkeit lag die Verwaltung, Bewirtschaftung und Nutzbarmachung der besetzten Gebiete im Westen.
Zudem waren ihm unterstellt:
- Generalwechselamt
- Kunstsachverständiger für Denkmalpflege
- Kriegsgefangenen -und Zivilarbeiterbataillone
- elektrotechnische Werkstätte West
- Artillerie- und Traingerät-Instandsetzungs-Werkstätten
- Beute- und Sammelwesen (bis zur Unterstellung unter einen besonderen Beauftragten)
Zu Beginn waren auch folgende Stellen dem Generalquartiermeister unterstellt:
- Chef des Feldmunitionswesens
- Chef der Feldtelegraphie
- Chef des Feldeisenbahnwesens
- Chef des Feldflugwesens
- Inspekteur der Ballonabwehr-Kanonen
Chef des Feldsanitätswesens
Generalstabsarzt der Armee Prof. Dr. Schiernig leitete das Sanitätswesen im gesamten Kriegsgebiet als oberster Vorgesetzter des Sanitätspersonals.
Seine Zuständigkeit umfasste: den Sanitätsdienst, die Pflege und den Abtransport der Verwundeten, die Verteilung der Lazarettzüge und Lazarettschiffe sowie die Lazarette in der Heimat.
Feldoberpostmeister
Er beaufsichtigte das Postwesen auf allen Kriegsschauplätzen. Die Feldoberpost-Inspektionen West und Ost wurden zu seiner Entlastung errichtet.
Zweiter Kommandant des Großen Hauptquartiers
Ihm oblag die Sicherheit und Versorgung des Hauptquartiers und die Kontrolle des Unterpersonals. Er befehligte die Infanterie- und Kavallerie-Stabswache, ein Landsturm-Bataillon, ein Feldgendarmerie-Kommando, Militärpolizei, je eine Kraftwagen-Funkenstation und Fernsprechabteilung, drei Ballonabwehr-Geschütze (später durch zwei Flugabwehr-Batterien ersetzt), einen Scheinwerferzug (später Ausbau zu einer Scheinwerferabteilung), die Feldintendantur des Großen Hauptquartiers nebst Feldkriegskasse, Kraftwagenpark, Feldpostamt, Zentrale für Postüberwachung West mit Postüberwachungsstelle des Großen Hauptquartiers, Marketenderei und Lesehalle.
Geheime Feldpolizei
Die Geheime Feldpolizei kooperierte eng mit der Sektion III b.
Während des Krieges kamen außer dem Befehlshaber der Gruppe West noch eine ganze Reihe von Dienststellen zum Großen Hauptquartier hinzu.
Der 1915 neu geschaffene Befehlshaber der Truppen wurde in Luxemburg verortet.
Chef des Feldkraftfahrwesens
Der Chef des Feldkraftfahrwesens wurde Ende des Jahres 1916 errichtet und dem Generalquartiermeister unterstellt. Er diente der Zentralisierung der Kraftfahrformationen. Er war nach Zustimmung des Generalquartiermeisters gegenüber den Kraftfahrtruppen bei den Armee-Oberkommandos und den Heeresgruppen im Westen zugeteilten Stabsoffizieren weisungsberechtigt. Zum 17. Mai 1918 wurde der Stab des Kommandeurs der Kampfwagen-Abteilungen dem Chef des Kraftfahrwesens unterstellt.
Beauftragter des Generalquartiermeisters für den östlichen Kriegsschauplatz (B.d.G.Ost)
Der B.d.G. Ost mit Sitz in Warschau war zuständig für die Nutzbarmachung des Landes im Verwaltungsgebiet des Oberbefehlshabers Ost und des Generalgouvernements Warschau.
Militär-Bergwerks-Direktion Valenciennes
Sie fiel seit September 1917 in die Zuständigkeit des Generalquartiermeisters. Die Bergwerksverwaltungen Mons und Valenciennes, die bis dahin dem Gouvernement Metz zugeordnet waren, wurden zu einer Militär-Direktion vereinigt.
Die deutsche Vertretung im besetzten Italien
Eingesetzt im Februar 1918 in Udine mit Abtransport der 14. Armee. Sie diente der Durchsetzung der deutschen Interessen bei der gemeinsam mit Österreich erworbenen Kriegsbeute.
Beauftragter des Generalquartiermeisters in Pferdeangelegenheiten
Der Kommandeur der 13. Kavallerie-Brigade und sein Stab sollten auf Grund des zunehmenden Pferdemangels den Pferdebedarf an der Ost- und Westfront regeln. Er wurde dem GQ zum 31. Dezember 1916 zugeteilt. Im Februar 1918 wurde er zum Beauftragten des Generalquartier-meisters in Pferdeangelegenheiten.
Beauftragter des Generalquartiermeisters in Berlin
Um wieder Handelsbeziehungen mit den ehemals russischen Gebieten aufbauen zu können, die aus den Verträgen mit den Verbündeten resultierten, war eine Abstimmung zwischen den Zentralbehörden und dem Generalstab notwendig. Er nahm außerdem die Aufsicht über die Ein- und Ausfuhrstellen war.
Beauftragter des Generalquartiermeisters für das Beute- und Sammelwesen
Dieser wurde mit Wirkung zum 1. Juni 1918 geschaffen und war für die Verwaltung der Kriegsbeute und die Kontrolle der Dienststellen verantwortlich.
General der Munitionskolonnen und Trains im Großen Hauptquartier
Mit Zunahme der Formationen ging auch die waffentechnische Zusammenziehung einher, die im Juli 1918 geschaffen wurde. Ihre Aufgabe lag in der Verwendung der Einheiten, sie übte die Aufsicht über den technischen Dienst im Kriegsgebiet als auch in der Heimat aus und zeichnete für den Ersatz an Bespannung und Feldgerät verantwortlich.
3. Oberste Waffenbehörden
Fußartillerie und Pioniere zählten zu den Spezialwaffen, ihre technische Ausbildung wurde von den Inspektionen überwacht.
Der General der Fußartillerie im Großen Hauptquartier
Er war Berater des Chefs des Generalstabes des Feldheeres für die technischen Fragen und den Einsatz der schweren Artillerie. Zudem prägte er die Ausbildung in der Heimat. Ihm unterstanden der später eingerichtete "Inspekteur des Artillerie-Meßwesens" und der "Stabsoffizier für schweres Flachfeuer".
Zunächst hatte er keinen direkten Einfluss auf den General der Artillerie. Dies änderte sich auch nicht als die OHL zur Vereinheitlichung der Artillerie statt der "Feldartillerie-Brigade-Kommandeure" und Generale der Fußartillerie die Einheitsstäbe "Generale von der Artillerie" einführte. Damit erfolgte seine Benennung in "General von der Artillerie Nr. 1". Einen Monat später wurde er "Generalinspekteur der Artillerieschießschulen". Ihm oblag die Leitung der Schießausbildung der gesamten Feld- und Fußartillerie im Feld und in der Heimat.
Generalinspekteure:
General der Artillerie von Lauter (bis zum 15. Okt. 1917)
Generalleutnant Ziethen
Der General vom Ingenieur- und Pionierkorps im Großen Hauptquartier
Er war oberster Waffenvorgesetzter der Pionierformationen. Er beriet den Chef des Generalstabes des Feldheeres und war verantwortlich für die organisatorische und technische Weiterentwicklung der Pioniere. Darüber hinaus unterstanden ihm die Sonderdienste der Pioniere, wie die seit Ende 1915 existierenden Inspizienten des Minenwerfergerätes, der 1916 geschaffene Inspekteur der Gasregimenter und der im Mai 1918 errichtete Inspizient der Pionier-Nahkampfmittel. Im August 1918 erhielt er die Bezeichnung General der Pioniere beim Chef des Generalstabes des Feldheeres.
General der Pioniere:
General der Infanterie von Claer bis zum 2. Juli 1916
Generalmajor Marschall von Bieberstein seit 28. August 1918
Der Chef des Feldmunitionswesens
Dieser unterstand zunächst dem Generalquartiermeister. Zu seinen Aufgaben gehörte die vom Kriegsministerium bereitgestellte Munition in Verbindung mit dem Feldeisenbahnchef sowie den Geräteersatz auf Grund der Bedarfsmeldungen der Armee-Oberkommandos und der Etappeninspektion zu koordinieren. Darüber hinaus war er für die Planung des Bedarfes der Armeeoberkommandos und der Etappeninspektionen und dessen Meldung an das Kriegsministerium zuständig. Mit Wirkung zum 10. Mai 1915 wurde er direkt dem Chef des Generalstabes des Feldheeres unterstellt. Damit sollte eine enge Abstimmung mit der Operationsabteilung gewährleistet werden. Am 23. September 1916 wurde die Stelle des Chefs des Feldmunitionswesens aufgelöst. Seine Aufgaben wurden von der Operationsabteilung wahrgenommen.
Der Chef der Feldtelegraphie
Der Chef der Feldtelegraphie war während der ersten drei Kriegsjahre beim Generalquartiermeister angesiedelt. Er leitete die gesamten Nachrichtentruppen und Nachrichtenmittel des Feldheeres. Während des Krieges wurden die Nachrichtenformationen stark ausgeweitet, was die Heeresleitung unter Hindenburg dazu veranlasste eine Neuorganisation durchzuführen. Es wurde zur Entlastung des Feldtelegraphiechefs jeweils ein General der Telegraphentruppen für den westlichen, östlichen und südöstlichen Kriegsschauplatz geschaffen. Diese Generale waren dem Chef der Feldtelegraphie unterstellt. Es erfolgte eine erneute Umstrukturierung des Nachrichtenwesens. Durch eine erneute Organisationsänderung wurde der Chef der Feldtelegraphie zum "Chef des Nachrichtenwesens" und direkt dem Chef des Generalstabes des Feldheeres unterstellt. Zudem wurde er kommandierender General. Er war nun verantwortlich für Organisation, Verwendung, Ausbildung, Stellenbesetzung, Ersatz, Nachschub, technische Erfordernisse und den gesamten deutschen Funkentelegraphie-Verkehr.
Chefs:
Generalmajor Balck
Oberst von Wolff seit 7. Dez. 1914
Generalmajor von Hesse seit 9. Apr. 1917
Der Chef des Feldeisenbahnwesens
Er war zunächst dem Generalquartiermeister unterstellt. Erst mit Ablösung im Oktober 1916 wurde er dem Chef des Generalstabes unmittelbar unterstellt. Zu seinen Aufgaben gehörten das komplette Eisenbahnwesen und die Nutzung der Wasserstraßen. Beim Oberbefehlshaber Ost wurde er durch den Feldeisenbahnchef Ost vertreten. Bahnbeauftragte gab es auch bei den Etappenkommandos und den Etappen-Inspektionen, später kamen bevollmächtigte Generalstabsoffiziere bei den verbündeten Staaten in Konstantinopel, Sofia, Wien dazu seit Mitte 1916 auch bei den Heeresgruppen. Weitere Straffungen der Organisation wurden durch die Schaffung selbstständiger Eisenbahntransportabteilungen, die ihren Sitz im Großen Hauptquartier in Kowno und in Pleß hatten, geschaffen.
Chefs:
Generalmajor Groener bis 31. Okt. 1916
Oberst Freiherr von Oldershausen
Chef des Kriegsvermessungswesens
Mit dem Stellungskrieg und der Fertigung unterschiedlichster Karten wurde das Kriegsvermessungs-wesen zunehmend bedeutender. Der im Juli 1915 eingerichtete Chef des Kriegsvermessungswesens sollte diese Aufgabe steuern. Diesem waren alle Einheiten des Vermessungswesens unterstellt. Je nach Bedarf wurden dazu Stabsoffiziere des Vermessungs-wesens den Armeeoberkommandos im Westen und den Heeresgruppen im Westen zugeteilt.
Chef des Feldflugwesens
Während man den Heeresluftschiffen überlegen war, lag man mit den Fliegern hinter Frankreich zurück, bei den Fesselballons war man in etwas gleich aufgestellt. Um die Luftstreitkräfte effizienter zu gestalten, wurde 1915 der Chef des Feldflugwesens beim Generalquartiermeister eingerichtet. Er leitete die Flieger, die Feldluftschiffer und den Wetterdienst. Für die Flugabwehr, die zur Artillerie zählte, wurde am 1. Juli 1915 ein Inspekteur der Ballonabwehr-Kanonen beim Generalquartiermeister geschaffen. Durch Allerhöchste Kabinettsordre wurde am 8. Oktober 1916 Generalleutnant Hoppner zum Kommandierenden General der Luftstreitkräfte ernannt und der bisherige Chef des Feldflugwesens, Oberstleutnant von der Liet-Thomsen, zu seinem Generalstabschef. Dem Kogenluft waren sämtliche Formationen der Flieger, der Luftschiffer, der Flugabwehr und des Wetterdienstes im Feld und in der Heimat unterstellt.
Außenstellen
Militärbevollmächtigte bei den Verbündeten
Kriegspresseamt
Dieses wurde im Oktober 1915 dem Chef des Generalstabes direkt unterstellt. Diesem wurde auch die Oberzensurstelle eingegliedert, die bisher organisatorisch bei den stellvertretenden kommandierenden Generalen war. Die Aufgaben des Kriegspresseamtes waren die bessere Zusammenarbeit der Heimatbehörden mit der Obersten Heeresleitung auf dem Gebiete der Presse, die Auskunftserteilung an die Behörden und die Presse und die gleichmäßige Handhabung der Presseaufsicht.
Ihr oblag auch die Weiterleitung der Zensurrichtlinien an die Zensurstellen. Das Presseamt hatte zu allen Dienststellen Kontakt, der sonst übliche Instanzenweg existierte hierbei nicht. Es war in eine Auskunftsstelle, eine Auslandsstelle und die Oberzensurstelle gegliedert. Im Oktober 1918 wurde das Kriegspresseamt dem Kriegsministerium unterstellt.
Militärische Stelle des Auswärtigen Amtes
Die Stelle wurde am 1. Juli 1916 eingerichtet und war der Obersten Heeresleitung unterstellt, organisatorisch jedoch dem Auswärtigen Amt, der Abteilung III b des stellvertretenden Generalstabs, dem Kriegspresseamt, dem Kriegsministerium, dem Admiralstab und dem Reichsmarineamt unterstellt war. Sie war für die Abwehr feindlicher Propaganda und für die deutsche Propaganda im In- und Ausland zuständig.
Am 30. Januar 1917 wurde eine "Bild- und Photostelle eingerichtet, welche im April 1917 als "Bild- und Filmamt" etatisiert wurde. Im Dezember 1917 erfolgte auf Initiative des Bild- und Filmamtes die Gründung der Universum Film AG, welche für Aufklärungszwecke eingesetzt wurde.
Das Bild- und Filmamt wurde im Januar 1918 administrativ dem Kriegsministerium unterstellt. Es blieb jedoch weiterhin die Militärische Stelle des Auswärtigen Amtes weisungsbefugt.
Die Organisation des Großen Generalstabs ab 1. Februar 1919 (5)
Nachdem am 11. Januar 1919 der Demobilmachungsbefehl gegeben worden war, nahm der Große Generalstab mit Ausnahme der bei der OHL verbleibenden Teile am 1. Februar 1919 seine Tätigkeit wieder auf. Die Vertretung des Chefs des Generalstabes des Feldheeres übernahm der älteste in Berlin anwesende Oberquartiermeister, zunächst der Chef der Landesaufnahme.
Chef des Generalstabes des Feldheeres
Zentralabteilung (Z)
Chef der Landesaufnahme
Abteilung Fremde Heere (F) unter Major von Rauch. Der Abteilung sind angegliedert die Nachrichtengruppe (Ng.) (ehemalige Sektion III b), unter Leitung von Major Gempp und die bisherige O IVa unter Leitung von Major Crantz
Eisenbahnabteilung (E) unter Leitung eines bayerischen Majors im Generalstab Baur
Kriegswirtschaftliche Abteilung (Kriweis) unter Leitung eines bayerischen Majors im Generalstab Baur
Wirtschaftliche Abteilung (W) unter Leitung des Majors von Berghes
Kriegsgeschichtliche Abteilung (K 1) unter Leitung von Oberst Sydow
Kriegsgeschichtliche Abteilung (K 2) unter Leitung von Oberst von Haeften
Kriegsgeschichtliche Abteilung (K 3) unter Leitung von Major Mueller-Loebnitz
Bibliothek, Kriegsarchiv und die Abteilung B.K. wurden dem Oberquartiermeister für Kriegsgeschichte unterstellt.
Anmerkungen:
(1) Vgl. Wiegand Schmidt-Richberg. Die Regierungszeit Wilhelms II., in: Militärgeschichtliches Forschungsamt, MGFA (Hg.): Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648 - 1939. Band 3, Abschnitt V. Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1890-1918, München 1983 ff, S. 69-72. Curt Jany: Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914, 2. erg. Aufl. (= Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914, Bd. 4), Osnabrück 1967, S. 122.
Vorwort von Hans-Heinrich Fleischer im Findbuch zum Bestand PH 3 Großer Generalstab der Preußischen Armee/Oberste Heeresleitung des Deutschen Heeres (ungedrucktes Manuskript), Bd. 1, S. I.
(2) Vgl. Walter Görlitz: Kleine Geschichte des deutschen Generalstabes, Berlin 1977, S. 439.
(3) Vgl. Enzyklopädie Erster Weltkrieg, hg. v. Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz in Verbindung mit Markus Pöhlmann, aktual. u. erw. Studienausgabe, Paderborn 2009, S. 754f.
(4) Vgl. Curt Jany: Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914, 2. erg. Aufl. (= Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914, Bd. 4), Osnabrück 1967, S. 294-296. Cron, Hermann: Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914 bis 1918, Berlin 1937, S. 3-23.
Manfred Messerschmidt: Die politische Geschichte der preußisch-deutschen Armee, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648 - 1939, Bd. 2, Abschnitt IV, 1. Teil: Militärgeschichte im 19. Jahrhundert 1814-1890, München 1983, S. 287, 308-325. Edgar Graf von Matuschka und Wolfgang Petter: Organisationsgeschichte der Streitkräfte, Bd. 2, Abschnitt IV, München 1983, S.312. Waldemar Erfurth: Die Geschichte des deutschen Generalstabes 1918-1945 (= Studien zur Geschichte des Zweiten Weltkrieges, hg. v. Arbeitskreis für Wehrforschung in Frankfurt/Main, Bd. 1), Göttingen 1957.
PH 3/124 Die Organisation des Großen Generalstabes 1803-1914 und PH 3/1026 Die Organisation des Großen Generalstabes (vom 18. Jahrhundert bis zu seiner Auflösung 1919, Manuskript von HOAR Stoeckel)
(5) Vgl. PH 3/3 Verfügung des Großen Generalstabes vom 25. Jan. 1919

Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Der Generalstab des Feldheeres verfügte bereits seit 1816 über ein eigenes Archiv, das jedoch keine eigenständige Behörde, sondern vorrangig eine Sammlung von Akten zur Bearbeitung der Kriegsgeschichte war. Erst ab 1842 beteiligte sich die Kriegsgeschichtliche Abteilung neben dem Sammeln der Akten auch an den eigentlichen archivischen Aufgaben.(7)
Im Jahr 1918 wurden der ältere Teil des Kriegsarchivs des Großen Generalstabs bis 1858 und der ältere Bestand des Archivs der Geheimen Kriegskanzlei bis 1874 zusammengeführt. 1920 wurde das Archiv als „Abteilung Berlin" unter Wahrung der preußischen Eigentumsverhältnisse dem Reichsarchiv unterstellt.
Im Jahr 1924/25 kam es zu einer Aufteilung der Bestände zwischen dem Preußischen Geheimen Staatsarchiv und dem Reichsarchiv, Abteilung Berlin. Dies geschah auf Grund des zwischen der preußischen Archivverwaltung und dem Reichsarchiv abgeschlossenen Teilungsabkommen vom 18. Juni 1924, welches die Abgrenzung der Bestände nach dem Jahr 1866 bzw. 1867 vorsah. Danach sollten die Unterlagen bis 31.12.1866 im Geheimen Staatsarchiv bzw. die Unterlagen ab 1867 im Reichsarchiv verwahrt werden. Für den Generalstab wurde allerdings das Grenzjahr 1858 vereinbart. Zunächst stand dabei v.a. dessen Registratur im Vordergrund, diese Zäsur wurde jedoch auch auf die Manuskriptensammlung und das Kriegsarchiv ausgedehnt. So erhielt das Geheime Staatsarchiv das Archiv des Großen Generalstabs bis 1858, die Akten ab 1859 gelangten ins Reichsarchiv.
Mit Errichtung des Heeresarchivs Potsdam im Jahr 1936 ging die Zuständigkeit für die Überlieferung des Großen Generalstabs vom Reichsarchiv auf das Heeresarchiv Potsdam über. 1936/1937 erfolgte die Abgabe der Unterlagen vom Reichsarchiv an das Heeresarchiv in Potsdam.(8)
Auch die Akten, die das Geheime Staatsarchiv erhalten hatte, gelangten in das Heeresarchiv Potsdam. Damit umfasste das Heeresarchiv Potsdam seit 1937 die gesamten militärischen Archivalien des altpreußischen Staates (mit Ausnahme der Weltkriegsranglisten und Stammrollen des Zentralnachweisamtes).
1944 wurden als besonders wichtige erachtete Unterlagen aus dem Heeresarchiv in Potsdam nach Bad Reichenhall und Blankenburg im Harz ausgelagert. Die Akten des Generalstabes hier v.a. die der Zentralabteilung und des Generalquartiermeisters wurden nach Reichenhall verbracht. Schließlich wurden die Akten von dort aus nach Kufstein verbracht. Der Befehl zur Vernichtung der Bestände durch den Beauftragten des Führers für die militärische Geschichtsschreibung Scherff wurde in Kufstein vollständig ausgeführt. In Bad Reichenhall wurde der Vernichtungsbefehl nur teilweise umgesetzt.(9)
So wurden dort verwahrte ältere Unterlagen von der Vernichtung ausgenommen.
Darüber hinaus überdauerten Archivalien aus verschiedenen Gründen den Krieg: Ein Teil von Unterlagen wurden in den 1920 Jahren an das amerikanische Nationalarchiv ausgeliehen und dort kopiert. Andere Unterlagen blieben in den Behörden und wurden gar nicht erst an die Archive abgeben.
Durch den Luftangriff auf Potsdam am 14. April 1945 wurde der Großteil der Akten des Großen Generalstabs vernichtet.
Von den Akten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges blieben Abschriften in ganz geringem Umfang im Nationalarchiv in Washington erhalten, die in den 1920er Jahren in den USA erstellt worden waren. Mehrausfertigungen sind an die Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs abgegeben worden. Zudem liegen im Bestand als Ersatzüberlieferung Kopien aus dem Preußischen Justizministerium (ehemals P 135) und des Preußischen Kriegsministeriums aus Luftfahrakten der Bayerischen Armee (ehemals IL 41 Königlich Bayerische Inspektion des Ingenieurkorps, IL 42 Königliche Bayerische Inspektion des Militär-, Luft- und Kraftfahrwesens, IL 43 Königliche Bayerische Inspektion des Militär-Luftfahrwesens) vor. Die Akten waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach England verbracht worden; sie wurden in den 50er Jahren an das Militärgeschichtliche Forschungsamt zurückgegeben, sind dort listenmäßig erfasst worden und erhielten seinerzeit die genannten Signaturen. Bei Auflösung der Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes sind sie 1968 zunächst in die Abteilung Militärarchiv gelangt und nach erfolgter Durchsicht zuständigkeitshalber an die Abteilung Kriegsarchiv des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München abgegeben worden. Ebenso wurden die oben erwähnten Doppelstücke von Aktenabschriften, die die National Archives Washington abgegeben haben, in diesen Bestand aufgenommen (Zg. 120/77). Darin finden sich auch verstreut Unterlagen, die die Abteilung Militärarchiv aus Privathand erhalten hat, ihre Herkunft ist durch die Zugangsnummer, nachweisbar. Bereits früher nach Freiburg gelangte Unterlagen trugen Bestandssignaturen wie H 01 bis H 05, solche aus dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt waren mit I H und I W bezeichnet.
Die Unterlagen mit den Signaturen PH 3/444-978 befanden sich zuvor im ehemaligen Militärarchiv der DDR in Potsdam. Sie gelangten 1994 vom Militärischen Zwischenarchiv Potsdam, wie das Militärarchiv der DDR nun hieß, in die Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs und wurden dem Bestand angegliedert. Die Unterlagen wurden 1945 von der sowjetischen Militäradministration gesichert und in eine eigens dazu eingerichtete Aktensammelstelle verbracht. Ein Teil dieser Akten ging in das 1946 errichtete Zentralarchiv für die sowjetische Besatzungszone, ein Teil wurde für „interalliierte Zwecke" in Deutschland zurückbehalten und ein weiterer Teil ging in die UdSSR. Ein nicht zu verachtender Teil der Archivalien ging anderweitig verloren. Er wurde auch privat veräußert, verkauft, verheizt oder weiterverarbeitet. 1988 erhielt das Militärarchiv der DDR auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem ehemaligen Ministerium für Nationale Verteidigung (Hauptstab der Nationalen Volksarmee) und dem Ministerium für Verteidigung der UdSSR (Generalstab der Sowjetarmee) ca. 40 t militärischen Archivguts. Bei dieser Rückführung handelt es sich offenbar nur um eine Auswahl von Akten. Einen großen Teil der rückgeführten Unterlagen bilden die Unterlagen der Eisenbahnabteilung des Großen Generalstabs mit 229 Akten. Ein weiterer großer Komplex beinhaltet Akten der Operationsabteilung des Großen Generalstabs bzw. der Obersten Heeresleitung zu Artillerie, Fußartillerie und Munition. Der letzte große Überlieferungskomplex sind Unterlagen der Abteilung III b des Großen Generalstabes bzw. der Obersten Heeresleitung. Dabei handelt es sich v.a. um Unterlagen von Nachrichtenoffizieren bei den AOKs 2, 4 und 5.(10)
Der andere Teil der Akten findet sich im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation(11). Die preußisch-deutschen Akten militärischer Provenienz wurden digitalisiert und können auf der unten angegebenen Website eingesehen werden. Es handelt sich dabei um Akten aus der Eisenbahnabteilung sowie Karten des Generalstabes des Feldheeres.(12)
Neben den vorgenannten drei Überlieferungskomplexen enthielt die Abgabe auch Unterlagen des Kriegsarchivs der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Großen Generalstabes. Sie wurden im Oktober 1995 vom Militärischen Zwischenarchiv in Potsdam nach Dahlem abgegeben. Die Regelung, dass Akten nach dem 31.12.1866 in der Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs verwahrt werden, kam hier nicht zur Anwendung, da es sich beim Kriegsarchiv um einen gewachsenen Pertinenzbestand handelte, der sich vor allem auf das 18. Jahrhundert bezog. Dem Benutzungsinteresse wurde hier größere Bedeutung zugemessen als der bestehenden Regelung.
Archivische Bearbeitung
Eine Bewertung der Unterlagen fand nicht statt, da die Unterlagen vor 1945 insbesondere die Unterlagen der Preußischen Armee starke kriegsbedingte Schriftgutverluste und Überlieferungs-lücken aufweisen.
Das erste Teilfindbuch wurde im Jahr 1984 erstellt. Das zweite Teilfindbuch (444-978) wurde mit Überführung der Unterlagen aus dem ehemaligen Militärarchiv der DDR in Potsdam nach Freiburg im Jahre 1995 vorgelegt. Vorlage für dieses Teilfindbuch bildete eine vom Militärarchiv der DDR erstellte Kartei.
Weiteren Zuwachs erfuhr der Bestand durch den Transfer von Unterlagen aus dem Bestand RH 61 Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt des Heeres. Weitere Zugänge verschiedener Provenienz wurden dem Bestand angegliedert und verzeichnet.
Die zwei Teilfindbücher wurden in der Datenbank erfasst. Die Klassifikation wurde neu erstellt. Soweit dies möglich war, wurden die alten Klassifikationen der Teilfindbücher mit in die neue Klassifikation einbezogen. Neu hinzu gekommene Akten wurden ebenfalls in die Klassifikation aufgenommen. Organisationsunterlagen sind kaum vorhanden. Ein Aktenplan liegt nicht vor. Die Klassifizierung des Bestandes erfolgte in Anlehnung an die Organisation des Großen Generalstabs soweit dies auf Grund der vorhandenen Aktenstruktur möglich war. Akten haben sich zum Teil nicht in ihrem ursprünglichen Entstehungszusammenhang befunden, sodass die Provenienz nicht immer eindeutig bestimmt werden konnte.
Großformate (PH 3/1251-1845) wurden aus den Akten entnommen und dem Bestand angegliedert. Die zugehörige ADS-Bestand PHD 6 wurde kompett in den Bestand überführt. Die Unterlagen sind über die Altsignatur nachgewiesen.
Der Bestand wurde umgeboxt und mikroverfilmt mit Ausnahme der Großformate.
Anmerkungen:
(7) Vgl. Vorwort von Irina Fröhlich zur Geschichte des Kriegsarchivs des Großen Generalstabs Bestand Großer Generalstab Rep. 15 A im Geheimen Staatsarchiv Preußischer http://archivdatenbank.gsta.spk-berlin.de/midosasearch-gsta/MidosaSEARCH/iv_ha_rep_15_a/index.htm?kid=fb00a839-3ee0-407f-adec-fcb857bbb85f
(8) Vgl. Adolf Brennecke: Archivkunde. Ein Beitrag zu Theorie und Geschichte des Europäischen Archivwesens, bearb. nach Vorlesungsnachschriften und Nachlaßpapieren und ergänzt von Wolfgang Leesch, Leipzig 1953, S. 307-310.
(9) Vgl. Thomas Menzel: Die Überlieferung zum Ersten Weltkrieg in der Abteilung Militärarchiv des Bundesarchivs, in: Papierkrieg. Quellen zur Geschichte des Ersten Weltkrieges in Archiven Österreichs, Deutschlands und Tschechiens, hg. v. Generaldirektion des Österreichischen Staatsarchivs (= Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs, 57), Innsbruck, Wien, Bozen 2014, S. 3f. Gerhart Enders: Die ehemaligen deutschen Militärarchive und das Schicksal der deutschen Militärakten nach 1945, in: Zeitschrift für Militärgeschichte, Heft 1, 1969, S. 604. Bernhard Poll: Vom Schicksal der deutschen Heeresakten und der amtlichen Kriegsgerichtsschreibung, in: Der Archivar, Nr. 1, April 1953, Sp. 73.
(10) Vgl. Uwe Löbel: Neue Forschungsmöglichkeiten zur preußisch-deutschen Heeresgeschichte. Zur Rückgabe von Akten des Potsdamer Heeresarchivs durch die Sowjetunion, in: MGM 51 (1992), S. 143-149.
(11) http://tsamo.germandocsinrussia.org/de/nodes/2-deutsche-beuteakten-zum-ersten-weltkrieg-im-zentralarchiv-des-verteidigungsministeriums-der-russischen-foderation-bestand-500-findbuch-12519
(12) Vgl. Vorwort von Irina Fröhlich, GStA

Inhaltliche Charakterisierung: Auf Grund der überragenden Bedeutung des Großen Generalstabs als Spitzenbehörde der Preußischen Armee bzw. des Deutschen Heeres kommt dem Bestand eine herausragende Stellung in der Überlieferung der Preußischen Armee zu. In Folge der hohen Schriftgutverluste bei der Preußischen Armee in Folge des Zweiten Weltkrieges kommen auch den Überlieferungen der badischen, Württembergischen, Bayerischen und Sächsischen Armee eine wichtige Rolle als Ersatzüberlieferung zu.
Der ursprüngliche Aktenbestand des Großen Generalstabs mit Vorakten betrug aller Wahrscheinlichkeit ca. 80.000 Akten (6). Durch Kriegseinwirkungen ist der Großteil der Überlieferung des Großen Generalstabes 1945 beim Brand des Heeresarchivs zerstört wurden. Erhalten geblieben sind für den Zeitraum von 1867 bis 1920 lediglich 2059 Akten. Die Unterlagen vor 1867 finden sich heute im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz. Dort sind 900 Akten des Kriegsarchivs der Kriegsgeschichtlichen Abteilung und 14 Akten der Zentral- und Fachabteilungen des Großen Generalstabs überliefert.
Der hier vorliegende Bestand beinhaltet im Wesentlichen vier große Überlieferungskomplexe:
1) Unterlagen des Großen Generalstabs von 1867 bis zur Mobilmachung 1914
2) Unterlagen des Generalstabs des Feldheeres von der Mobilmachung bis zur Auflösung
1919
3) Unterlagen des (wiedererrichteten) Großen Generalstabs vom 1. Februar 1919 bis 30.
Sept. 1919
4) Unterlagen des Generalstabs des Feldheeres von der Mobilmachung bis zur Auflösung
1919
Zum Abwicklungsamt des Großen Generalstabs liegen keine Unterlagen vor.
(6) Formationsverzeichnis für die Bestände des Großen Generalstabes RH 18/702

Umfang, Erläuterung: Bestand ohne Zuwachs
37,0 lfm 1006 AE

Zitierweise: BArch PH 3/...
Provenienz:
Großer Generalstab der Preußischen Armee / Oberste Heeresleitung des Deutschen Heeres, 1867-1919
Umfang:
2114 Aufbewahrungseinheiten
Archivalientyp:
Schriftgut
Sprache der Unterlagen:
deutsch
Verwandte Bestände und Literatur:
Fremde Archive: Geheimes Staatsarchiv, Berlin

Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: 1. Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv Freiburg
PH 2 Preußisches Kriegsministerium
PH 3-KART Oberste Heeresleitung / Großer Generalstab und Kommandobehörden des Deutschen Heeres.- Karten
RM 2 Kaiserliches Marinekabinett
RM 3 Reichsmarineamt
RM 5 Admiralstab der Marine / Seekriegsleitung der Kaiserlichen Marine
RM 40 Dienststellen und Kommandostellen der Kaiserlichen Marine im Mittelmeer und im Osmanischen Reich
RM 110 Kommandostellen der Marineluftstreitkräfte der Kaiserlichen Marine
RM 120 Generalkommando des Marinekorps der Kaiserlichen Marine (Marinekorps Flandern)
RH 18 Chef der Heeresarchive
RH 61 Kriegsgeschichtliche Forschungsanstalt des Heeres
N 16 Nachlass Moltke, Helmuth Karl Bernhard Graf von
N 78 Nachlass Moltke, Helmuth von
N 43 Schlieffen, Alfred Graf von
N 429 Hindenburg, Paul von
N 77 Ludendorff, Erich
2. Bundesarchiv, Abteilung Deutsches Reich, Berlin
R 43-I Reichskanzlei
R 904 Waffenstillstandskommission
R 67 Archiv für deutsche Kriegsgefangene des Frankfurter Vereins vom Roten Kreuz und für Kriegsgefangenenforschung

Literatur: Quellen:
PH 3/3 Wiederaufnahme der Tätigkeit des Großen Generalstabes am 1. Febr. 1919.- Verfügung des Chefs des Generalstabs mit Übersicht über die zunächst bestehenden Abteilungen
PH 3/124 Die Organisation des Großen Generalstabes 1803-1914
PH 3/1026 Major a.D. HOAR Stoeckel: Die Organisation des Großen Generalstabes (Von den Anfängen bis 1920)
Literatur:
Cron, Hermann: Geschichte des Deutschen Heeres im Weltkriege 1914 bis 1918, Berlin 1937.
Crone, Wilhelm: Achtung! Hier Großes Hauptsquartier!, Leipzig 1934.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hg v. Militärgeschichtlichen Forschungsamt, Bd 3, Abschnitt V: Von der Entlassung Bismarcks bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1890-1918), Herrsching 1983, s. 69-72.
Förster, Gerhard/Helmert, Heinz/Otto, Helmut/Schnitter, Helmut: Der preußisch-deutsche Generalstab 1640-1945. Zu seiner politischen Rolle in der Geschichte, Berlin 1966.
Hossbach, Friedrich: Die Entwicklung des Oberbefehls über das Heerin Brandenburg, Preußen und im Deutschen Reich von 1655-1945. Ein kurzer Überblick, Würzburg/Main 1957.
Hubatsch, Walter: Großes Hauptquartier 1914 bis 1918, in: Ostdeutsche Wissenschaft. Jahrbuch des Ostdeutschen Kulturrates, Bd 5, 1958, S. 422-461.
Jany, Curt: Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914, 2. erg. Auflage (= Die Königlich Preußische Armee und das Deutsche Reichsheer 1807 bis 1914, Bd. 4), Osnabrück 1967.
Kriegsgeschichtliche Einzelschriften, hrsg. vom Großen Generalstab, Berlin 1883-1914.
Kraus, Karl: Der preußische Generalstab und das 19. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 1991.
Manfred Messerschmidt: Die politische Geschichte der preußisch-deutschen Armee, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, Bd. 2, Abschnitt IV, 1. Teil:
Millotat, Christian: Das preußisch-deutsche Generalstabsystem: Wurzeln, Entwicklung, Fortwirken, Zurüch 2000.
Raschke, Martin: Der politisierende Generalstab. Die friderizianischen Kriege in der amtlichen deutschen Militärgeschichtsschreibung, 1890 - 1914, Freiburg 1993.
Studien zur Kriegsgeschichte und Taktik, 1901-1913.
Urkundliche Beiträge und Forschungen zur Geschichte des Preußischen Heeres. Hrsg. v. Großen Generalstab, Berlin 1901-1914.
Zwehl, Hans von: Generalstabsdienst im Frieden und im Kriege. Berlin 1923.
Herwig, Holger H.: Marne 1914. Eine Schlacht, die die Welt veränderte?. Paderborn 2016.
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.