Der Rat der Stadt Hildesheim(b) bekundet, daß nach dreimaliger offizielller Anschlagung die Zwangsversteigerung der Behausung des Andreas Ries im vorderen Brüel der Stadt stattgefunden habe. Das Haus liegt zwischen dem Friesenhof, den zur Zeit Landrentmeister Günther Gercken bewohnt als Mieter der (Stadt)-kammer und Herman Meyers Haus. Zu dem versteigerten Gut gehört ein Hof und ein dahinter liegender Garten. Der Mitbürger Herr Wolff Friedrich Merck, verordneter Vizesekretär des Domkapitels, hat für ben. Haus 500 Taler geboten. Es erfolgte kein höheres Gebot. 1676 Januar 4 ist das Gut an ihn für benannte Summe, jeder Taler zu 36 Mariengroschen, per publizierten Dekrets, gerichtlich verkauft worden. Die Stadt Hildesheim läßt das Haus nunmehr an den Käufer auf. Es ist frei bis auf den Stadtschoß und eine jährliche Rente zu Michaelis (= 29. September) von 3 Talern an den Pfarrherren und die Kirche St. Pauli. Siegler: Die Stadt mit Stadtsiegel.
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Der Rat der Stadt Hildesheim(b) bekundet, daß nach dreimaliger offizielller Anschlagung die Zwangsversteigerung der Behausung des Andreas Ries im vorderen Brüel der Stadt stattgefunden habe. Das Haus liegt zwischen dem Friesenhof, den zur Zeit Landrentmeister Günther Gercken bewohnt als Mieter der (Stadt)-kammer und Herman Meyers Haus. Zu dem versteigerten Gut gehört ein Hof und ein dahinter liegender Garten. Der Mitbürger Herr Wolff Friedrich Merck, verordneter Vizesekretär des Domkapitels, hat für ben. Haus 500 Taler geboten. Es erfolgte kein höheres Gebot. 1676 Januar 4 ist das Gut an ihn für benannte Summe, jeder Taler zu 36 Mariengroschen, per publizierten Dekrets, gerichtlich verkauft worden. Die Stadt Hildesheim läßt das Haus nunmehr an den Käufer auf. Es ist frei bis auf den Stadtschoß und eine jährliche Rente zu Michaelis (= 29. September) von 3 Talern an den Pfarrherren und die Kirche St. Pauli. Siegler: Die Stadt mit Stadtsiegel.
V 505u, 238
V 505u Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing - Urkunden
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing - Urkunden >> 1. Urkunden
8.11.1678
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster
Pergament
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: Unterschriften Matthias Beurman, Harmen Niehauß
Vermerke: Unterschriften Matthias Beurman, Harmen Niehauß
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:41 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 4. Nichtstaatliches Schriftgut / Archivische Sammlungen (Tektonik)
- 4.4. Nachlässe und Sammlungen (V) (Tektonik)
- 4.4.2. Sammlungen von Vereinen, Institutionen und Firmen (Tektonik)
- Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.) (Tektonik)
- Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Familie Mensing / Urkunden (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)