Wilhelm Herckinck und Jaspar Mumme, Bürgermeister zu Bocholt, bekunden, daß sie unter Mitwirkung der Herren Albert Wynen, Pastors zu Ottenstein, und Gerd von Weseke, Priesters, als Schiedsleuten vonseiten des Herrn Gerd Bloitguet, Confessors des Süsternhauses in Borken, der seinen Konvent vertritt, sowie der Herren Adolf Godsteen und Heinrich Knufinck, Vikare zu Bocholt, als Schiedsleuten vonseiten des Wessel Knufinx, der Lijsken Sevekers und beider Vormunds Bernd Tedekinck folgenden Vergleich zustande gebracht haben: Wessel und Lijsken haben die Summe von 550 Hornschen Gulden, die dem Süsternhaus als Abfindung für die Süster Gertrud Sevekers zustehen, zu bestimmten Terminen bei Strafe von 100 Gulden zu zahlen. Die Bürgermeister kündigen ihr Schöffensiegel an. feria secunda proxima post festum purificationis beute virginis Marie
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Wilhelm Herckinck und Jaspar Mumme, Bürgermeister zu Bocholt, bekunden, daß sie unter Mitwirkung der Herren Albert Wynen, Pastors zu Ottenstein, und Gerd von Weseke, Priesters, als Schiedsleuten vonseiten des Herrn Gerd Bloitguet, Confessors des Süsternhauses in Borken, der seinen Konvent vertritt, sowie der Herren Adolf Godsteen und Heinrich Knufinck, Vikare zu Bocholt, als Schiedsleuten vonseiten des Wessel Knufinx, der Lijsken Sevekers und beider Vormunds Bernd Tedekinck folgenden Vergleich zustande gebracht haben: Wessel und Lijsken haben die Summe von 550 Hornschen Gulden, die dem Süsternhaus als Abfindung für die Süster Gertrud Sevekers zustehen, zu bestimmten Terminen bei Strafe von 100 Gulden zu zahlen. Die Bürgermeister kündigen ihr Schöffensiegel an. feria secunda proxima post festum purificationis beute virginis Marie
B 101u, 0 - IV N Nr. 8.
B 101u Domkapitel Münster - Urkunden
Domkapitel Münster - Urkunden >> 63. IV N: Miscellanea
1507 Februar 8
Vermerke: Ausf., Perg.; abhängendes, beschädigtes Siegel.
Urkunde
Nr: IV N Nr. 8.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:43 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
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