Kurfürst Philipp unterricht seinen Burggrafen zu Alzey an, der mit ihm nebst anderen Räten bei der Verhörung zu Alzey anwesend war, dass er sich mit Rheingraf Johann wegen der Gebrechen im Amt Alzey vertragen hat und befiehlt ihm, die Rheingrafen gemäß der Vereinbarung zu handhaben. Die zukommenden Leute, die Wildfänge genannt werden, sollen die Rheingrafen in den Dörfern zu Wörrstadt (Werstat) und Ober-Saulheim (Obern Sawlnheim) als Besserung ihrer Lehen empfangen, in den anderen Dörfern soll es gemäß der Lehnbriefe gehalten werden. Die Tochter des Michael Storm (Storms Michels) soll Rheingraf Johann als Leibeigene behalten. Das Gericht zu Ober-Saulheim hat er dem Pfalzgrafen als Lehen aufgetragen, die Untertanen sollen ihm als Gerichtsherrn huldigen. Die Atzung zu Bornheim soll Rheingraf Johann ungehindert gebrauchen.
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Kurfürst Philipp unterricht seinen Burggrafen zu Alzey an, der mit ihm nebst anderen Räten bei der Verhörung zu Alzey anwesend war, dass er sich mit Rheingraf Johann wegen der Gebrechen im Amt Alzey vertragen hat und befiehlt ihm, die Rheingrafen gemäß der Vereinbarung zu handhaben. Die zukommenden Leute, die Wildfänge genannt werden, sollen die Rheingrafen in den Dörfern zu Wörrstadt (Werstat) und Ober-Saulheim (Obern Sawlnheim) als Besserung ihrer Lehen empfangen, in den anderen Dörfern soll es gemäß der Lehnbriefe gehalten werden. Die Tochter des Michael Storm (Storms Michels) soll Rheingraf Johann als Leibeigene behalten. Das Gericht zu Ober-Saulheim hat er dem Pfalzgrafen als Lehen aufgetragen, die Untertanen sollen ihm als Gerichtsherrn huldigen. Die Atzung zu Bornheim soll Rheingraf Johann ungehindert gebrauchen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 824, 152
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1492 Juli 28 (samßtags nach Jacobi)
fol. 168v-169r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Kopfregest: "Wie sich unser gnedigster herr mit Ringrave Johann der gebrecht im ampt Altzey vertragen und dem burggraven deßhalb bevelhe geben lassen hatt".
Alzey AZ
Bornheim AZ
Saulheim AZ
Wörrstadt AZ
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:12 MESZ
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