Sammlung von Briefen, Karikaturen usw. des Münchner Lithographen Carl Hohfelder
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StAM, Polizeidirektion München (Pol.Dir.) 344/3
StAM, Polizeidirektion München Polizeidirektion München, Sachakten vor 1945
Polizeidirektion München, Sachakten vor 1945 >> Polizeidirektion München vor 1945 >> 4. Unterricht, Bildung und Kultur >> 4.2. Pressewesen
1849 - 1852
Darin: a) 19 Geschäftsbriefe zwischen dem Lithographen Carl Hohfelder, München, Bluenstr. Nr.7/I bzw. Müllerstraße neben dem Gesundheitsamt, und f. Reisenden (Asböck, Anton Braidt) aus den Jahren 1849-1852. Hohfelder stellte offenbar in großer Menge Flugblätter über Mord-Szenen, Unglücksfälle, Todesurteile, sog. Kuriositätenblätter, geistliche Bilder (Abndmahl, Heiligenbilder, koloriert und nicht koloriert), politische Karikaturen (Kossuth, Abel, Dembinsky, Lola, Guckkasten, Pressefreiheit, Bierkrawall, Staatsmaschine, Judenemanzipation, Pfarrer m.d.Kuh usw.) her, daneben wohl auch Bilder pikanten Inhalts (Abd. el Kader, es ist aus nackten Frauenzimmern zusammengesetzt). Irgend eine politische Karikatur aus seiner Offizin dürfte zur polizeilichen Durchsuchung und Beschlagnahme bei Hohfelder geführt haben, vielleicht die in 344/3 unter i) und k) erwähnten. Von dieser Beschlagnahme rühren wohl auch die meisten der verzeichneten Broschüren, Zeitungen, ebenso die folgenden Papiere her: b) Verzeichnis der Hohfelderschen Kuriositätenblätter, Karikaturen usw., c) Teil eines satyrischen Artikels über die "Schreiber", d) Großdeutsches Gedicht "Däschler Auer", unterzeichnet (beginnend: "Altes Eisen, altes Eisen!), e) Vers auf den Schriftsteller "Zander" früher Jude, dann Protestant, dann Katholik, f) Aquarellskizze, Entwurf für eine Karikatur: "Große außerordentliche Abfassung Moni's it Versen" 1852, g) Bleistift-Entwurf für ein Bild Kossuths, h) Projekt für zwei politische Karikaturen (Sturz des Großherzogs von Baden, Apotheose Robert Blums), i) Bleistiftskizze für eine Karikatur "Neuerrichtetete Aufhütte", von den beiden Wildschützen Wilhelm Friedrich und Nikolaus Hetmann
Akten
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
22.04.2025, 13:55 MESZ
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