3. Gebirgs-Division (Bestand)
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BArch RH 28-3
call number: RH 28-3
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsheer und Heer >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten >> Divisionen >> Gebirgs-Divisionen
1939-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Die organisationsgeschichtlichen Angaben und Unterstellungsübersichten sind aus dem Werk von Georg Tessin, "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945", Bd. 2, Seite 169-170, Frankfurt/Main und Osnabrück, 1966 ff. übernommen.
3. Gebirgs-Division
(WK XVIII, E.I./138 Leoben)
*1.4.1938 in Graz aus der 5. und 7. Division des österr. Bundesheeres. 26.8.1939 mobil mit:
Geb. Jg. Rgt. 138 Leoben I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 139 Klagenfurt I.-III.
Geb. Art. Rgt. 112 Graz I.-III.
Aufkl. Abt. 12, dann 112; Pz. Abw. Abt. 48; Geb. Pi. Btl. 83,
sonstige Div. Einheiten 68.
1.5.1940 treten Aufkl. Abt. 112 und III./Art. Rgt. 112 zur 6. Geb. Div. über. Vor dem Einsatz in Norwegen ließ das Geb. Jg. Rgt. 139 etwa die Hälfte aller Kompanien als "A"-Staffel zurück; sie bildeten am 1.5.1940 das Geb. Jg. Rgt. 141 der 6. Geb. Div. Am 10.11.1940 wurde für die Division das Radf. Btl. 68 in Narvik aus Abgaben neu gebildet. Beim Abtransport der Division aus Finnland blieb das Geb. Jg. Rgt. 139 mit der I./Geb. Art. Rgt. 112 zurück und wurde am 14.1.1942 als verst. Geb. Jg. Rgt. 139 (später Brigade) Heerestruppe. Auch tauschten Radf. Abt. 68 und Geb. Pz. Abt. 48 während der Auffrischung im WK XVIII mit der Radf. Abt. 95 und Pz. Jg. Abt. 95 der 5. Geb. Div. Das Art. Rgt. 112 wurde unter Ersatz seiner I. Abt. auf 3 Abteilungen gebracht, ein Geb. Jg. Rgt. 144 in Grafenwöhr am 2.3.1942 aus Abgaben der Rgt. 85 und 100 neu für die Division gebildet.
Geb. Jg. Rgt. 138 I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 144 I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 112 I.-III.
Radf. Abt. 95; Pz. Jg. Abt. 95; Geb. Pi. Btl. 83,
sonstige Div. Einheiten 68.
1943 erhielt das Art. Rgt. eine IV. (schw.) Abt. aus der III./111 der 2. Geb. Div. 1944 schied die von der Division getrennt in Norwegen eingesetzte Aufkl. Abt. 95 aus und wurde I./Radf. Aufkl. Rgt. Norwegen. Eine vorhandene Aufkl. Schw. 83 wurde dafür zur Aufkl. Abt. 83 erweitert.
Die Division kam Mai 1945 bei Deutsch-Brod in russische Gefangenschaft.
Unterstellung:
1939
Sept.: XVIII; 14. Armee; Süd; Osten; Slowakei, Polen
Okt./Nov.: z. Vfg.; 6. Armee; "B"; Westen; Eifel
Dez.: z. Vfg.; 16. Armee; "A"; Westen; Hunsrück
1940
Jan.: z. Vfg.; 16. Armee; "A"; Westen; Hunsrück
März/Aug.: XXI; Norden; Norwegen (Narvik)
Sept /Dez.: Geb. K. Norw.; XXI; Norden; Norwegen
1941
Jan., Nov.: Geb.K. Norw. Norwegen; Norden; Norwegen, Finnland (Murmansk)
Dez.: z. Vfg.; Norwegen; Norden; Finnland
1942
Jan./Apr.: BdE (WK XVIII); Heimat; Tr. Üb. Pl. Grafenwöhr
Mai/Aug.: z. Vfg; Norwegen; Norden; Norwegen
Sept.: z. Vfg.; Nord; Osten; Reval, Leningrad
Okt.: z. Vfg.; 11. Armee; Nord; Osten; Leningrad
Nov.: II. Lw.; LIX; Mitte; Osten; Welikije-Luki
Dez.: z. Vfg.; Don; Osten; Don (Rgt. 138 bis März bei Hgr. Mitte)
1943
Jan./Feb.: z. Vfg.; Fretter-Pico; "B"; Osten; Donez
März: XXX; 1. Pz.Armee; Süd; Osten; Woroschilowgrad
Apr./Mai: Mieth; 6. Armee; Süd; Osten; Donez/Mius
Juni/Sept.: IV; 6. Armee; Süd; Osten; Donez/Mius
Okt.: IV; 6. Armee; "A"; Osten; Melitopol. Saporoshje
Nov./Dez.: IV; 1. Pz.Armee; Süd; Osten; Melitopol, Saporoshje
1944
Jan./Feb.: IV; 6. Armee; Süd; Osten; Melitopol, Saporoshje
März: XXIX; 6. Armee; "A"; Osten; Nikopol
Apr./Mai: XXX; 6. Armee; Südukr.; Osten; Kischinew
Juni/Sept.: XVII; 8. Armee; Südukr.; Osten; Ostkarpathen
Okt.: IX. ung.; 8. Armee; Süd; Osten; Ungarn
Nov./Dez.: XXIX; 8. Armee; Süd; Osten; Slowakei
1945
Jan.: XVII: 1. Pz.Armee; "A"; Osten; Slowakei
Feb./Mai: XXXXIX; 1. Pz.Armee; Mitte; Osten; Oberschlesien
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. April, 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai., 8. Juni., 4. Juli., 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov., (26. Nov.), (31. Dez.)
1945 19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres auch, waren die Kriegstagebücher der Gebirgs-Divisionen vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1. - 6. Gebirgs-Division, 1. Ski-Jäger-Division
- März 1963 : 7. - 8. Gebirgs-Division
- Sept. 1965: 6. Gebirgs-Division (Nachtrag)
- Mai 1966: 157. und 188. Reserve-Division
- Okt. 1967: 1., 3. und 5 Gebirgs-Division (Nachtrag).
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Kavallerie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1 - 5 (Nachträge in Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Nachträge Div. 6 - 7
- Guide Nr. 63: Nachträge Div. 1 - 5.
- Guide Nr. 68: Division 157.
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Aus den Vorkriegsjahren sind praktisch keine Unterlagen vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB Apr. 1940 (Anlagen bis Sept. 1940) bis Juni (Anlagen bis Sept.) 1940, März bis Dez. 1941 und Sept. 1942 bis Mitte Nov. 1943.
Ib: KTB Mitte Juni 1940 bis Juni 1942, Feb. 1942 bis Apr. 1943 (Entwurf) und Mai bis Nov. 1943 sowie KTB der Unterabteilungen aus 1939/40.
Ic: TB März 1941 bis Dez. 1941, Aug. bis Nov. 1943 und Nov. 1944.
IIa: TB März bis Dez. 1941 sowie Divisionstagesbefehle (1 AE) Mitte Okt. 1943 bis Anfang Jan. 1944.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 28-3/...
3. Gebirgs-Division
(WK XVIII, E.I./138 Leoben)
*1.4.1938 in Graz aus der 5. und 7. Division des österr. Bundesheeres. 26.8.1939 mobil mit:
Geb. Jg. Rgt. 138 Leoben I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 139 Klagenfurt I.-III.
Geb. Art. Rgt. 112 Graz I.-III.
Aufkl. Abt. 12, dann 112; Pz. Abw. Abt. 48; Geb. Pi. Btl. 83,
sonstige Div. Einheiten 68.
1.5.1940 treten Aufkl. Abt. 112 und III./Art. Rgt. 112 zur 6. Geb. Div. über. Vor dem Einsatz in Norwegen ließ das Geb. Jg. Rgt. 139 etwa die Hälfte aller Kompanien als "A"-Staffel zurück; sie bildeten am 1.5.1940 das Geb. Jg. Rgt. 141 der 6. Geb. Div. Am 10.11.1940 wurde für die Division das Radf. Btl. 68 in Narvik aus Abgaben neu gebildet. Beim Abtransport der Division aus Finnland blieb das Geb. Jg. Rgt. 139 mit der I./Geb. Art. Rgt. 112 zurück und wurde am 14.1.1942 als verst. Geb. Jg. Rgt. 139 (später Brigade) Heerestruppe. Auch tauschten Radf. Abt. 68 und Geb. Pz. Abt. 48 während der Auffrischung im WK XVIII mit der Radf. Abt. 95 und Pz. Jg. Abt. 95 der 5. Geb. Div. Das Art. Rgt. 112 wurde unter Ersatz seiner I. Abt. auf 3 Abteilungen gebracht, ein Geb. Jg. Rgt. 144 in Grafenwöhr am 2.3.1942 aus Abgaben der Rgt. 85 und 100 neu für die Division gebildet.
Geb. Jg. Rgt. 138 I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 144 I.-III.
Geb. Jg. Rgt. 112 I.-III.
Radf. Abt. 95; Pz. Jg. Abt. 95; Geb. Pi. Btl. 83,
sonstige Div. Einheiten 68.
1943 erhielt das Art. Rgt. eine IV. (schw.) Abt. aus der III./111 der 2. Geb. Div. 1944 schied die von der Division getrennt in Norwegen eingesetzte Aufkl. Abt. 95 aus und wurde I./Radf. Aufkl. Rgt. Norwegen. Eine vorhandene Aufkl. Schw. 83 wurde dafür zur Aufkl. Abt. 83 erweitert.
Die Division kam Mai 1945 bei Deutsch-Brod in russische Gefangenschaft.
Unterstellung:
1939
Sept.: XVIII; 14. Armee; Süd; Osten; Slowakei, Polen
Okt./Nov.: z. Vfg.; 6. Armee; "B"; Westen; Eifel
Dez.: z. Vfg.; 16. Armee; "A"; Westen; Hunsrück
1940
Jan.: z. Vfg.; 16. Armee; "A"; Westen; Hunsrück
März/Aug.: XXI; Norden; Norwegen (Narvik)
Sept /Dez.: Geb. K. Norw.; XXI; Norden; Norwegen
1941
Jan., Nov.: Geb.K. Norw. Norwegen; Norden; Norwegen, Finnland (Murmansk)
Dez.: z. Vfg.; Norwegen; Norden; Finnland
1942
Jan./Apr.: BdE (WK XVIII); Heimat; Tr. Üb. Pl. Grafenwöhr
Mai/Aug.: z. Vfg; Norwegen; Norden; Norwegen
Sept.: z. Vfg.; Nord; Osten; Reval, Leningrad
Okt.: z. Vfg.; 11. Armee; Nord; Osten; Leningrad
Nov.: II. Lw.; LIX; Mitte; Osten; Welikije-Luki
Dez.: z. Vfg.; Don; Osten; Don (Rgt. 138 bis März bei Hgr. Mitte)
1943
Jan./Feb.: z. Vfg.; Fretter-Pico; "B"; Osten; Donez
März: XXX; 1. Pz.Armee; Süd; Osten; Woroschilowgrad
Apr./Mai: Mieth; 6. Armee; Süd; Osten; Donez/Mius
Juni/Sept.: IV; 6. Armee; Süd; Osten; Donez/Mius
Okt.: IV; 6. Armee; "A"; Osten; Melitopol. Saporoshje
Nov./Dez.: IV; 1. Pz.Armee; Süd; Osten; Melitopol, Saporoshje
1944
Jan./Feb.: IV; 6. Armee; Süd; Osten; Melitopol, Saporoshje
März: XXIX; 6. Armee; "A"; Osten; Nikopol
Apr./Mai: XXX; 6. Armee; Südukr.; Osten; Kischinew
Juni/Sept.: XVII; 8. Armee; Südukr.; Osten; Ostkarpathen
Okt.: IX. ung.; 8. Armee; Süd; Osten; Ungarn
Nov./Dez.: XXIX; 8. Armee; Süd; Osten; Slowakei
1945
Jan.: XVII: 1. Pz.Armee; "A"; Osten; Slowakei
Feb./Mai: XXXXIX; 1. Pz.Armee; Mitte; Osten; Oberschlesien
Anmerkung:
Die Unterstellungsverhältnisse sind (nach den "Schematischen Kriegsgliederungen") jeweils nur für einen Stichtag pro Monat angegeben; im Einzelnen
1940
9. Juni, 21. Juli, 1. Aug., 13. Sept., 7. Okt., 7. Nov., 12. Dez.
1941
15. Jan., 10. Feb., 12. März, 5. April, 1. Mai, 5. Juni, 1. Juli, 7. Aug., 3. Sept., 2. Okt., 4. Nov., 4. Dez.
1942
2. Jan., 6. Feb., 10. März, 5. Apr., 11. Mai., 8. Juni., 4. Juli., 5. Aug., 2. Sept., 8. Okt., 5. Nov., 1. Dez.
1943
1. Jan., 3. Feb., 4. März, 9. Apr., 1. Mai, 1. Juni, 7. Juli, 5. Aug., 5. Sept., 4. Okt., 8. Nov., 3. Dez.
1944
15. Apr., 15. Mai, 15. Juni, 15. Juli, 31. Aug., 16. Sept., 13. Okt., 5. Nov., (26. Nov.), (31. Dez.)
1945 19. Feb., 1. März, 12. Apr., 7. Mai
Die "Schematischen Kriegsgliederungen" setzen erst mit dem 8. Juni 1940 ein; aus dem ersten Vierteljahr 1944 fehlen sie.
Bearbeitungshinweis: Die Bestände der Divisionskommandos waren bereits im Jahr 1984 verzeichnet worden (Frau Günthner). Das hieraus im April 1984 fertiggestellte Findbuch wurde 2010 retrodigitalisiert und 2012 sowie 2015 überarbeitet.
Bestandsbeschreibung: Wie die Kriegstagebücher aller anderen Verbände, Einheiten und Dienststellen des Heeres auch, waren die Kriegstagebücher der Gebirgs-Divisionen vom Mobilmachungstag (26.8.1939) an dem Heeresarchiv Potsdam einzureichen, wo sie eine Zugangssignatur erhielten (anfangs getrennt nach Kriegsschauplätzen: P für Polen, W für Westen; nach der Beendigung des West- und des Norwegenfeldzuges aber nur nach laufender Nummer), in dieser Reihenfolge auch eingelagert, dann aber systematisch nach den kriegstagebuchführenden Stellen und deren Abteilungen in Eingangslisten erfasst wurden. Diese Listen (sog. "Potsdam-Listen") sind erhalten geblieben. Aus ihnen geht hervor, dass Kriegstagebücher von Divisionen noch bis Anfang oder Mitte 1944 beim Heeresarchiv eingegangen sind. Jedoch sind Divisions-Kriegstagebücher, die später als Mitte oder Ende 1943 in Potsdam eingingen, offenbar nicht mehr an die Zweigstelle Liegnitz ausgelagert worden und mit allen anderen Beständen, die sich noch in Potsdam befanden, beim Brand des Heeresarchivs im April 1945 verlorengegangen. Weitere Lücken - die nur zum Teil durch E = Ersatzakten aus Doppelüberlieferungen wieder aufgefüllt werden konnten - haben sich durch Aktenverluste beim Brand in der Kriegswissenschaftlichen Abteilung des Generalstabs des Heeres im Februar 1942 ergeben. Sonst aber sind die Liegnitzer Divisionsbestände vollständig mit einem Evakuierungszug Anfang 1945 nach Thüringen gelangt, wo sie im April 1945 von amerikanischen Truppen erbeutet und bald darauf nach Frankfurt/Main gebracht wurden, von wo sie in die USA gelangten. Dort wurden sie nochmals erfasst, verfilmt (mit Ausnahme der Quartiermeister-Unterlagen) und ab 1962 an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Hier kamen sie zunächst in die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes und nach deren Auflösung (Anfang 1968) in das Bundesarchiv-Militärarchiv.
In den einzelnen Rückgaben waren enthalten:
- Sept. 1962: 1. - 6. Gebirgs-Division, 1. Ski-Jäger-Division
- März 1963 : 7. - 8. Gebirgs-Division
- Sept. 1965: 6. Gebirgs-Division (Nachtrag)
- Mai 1966: 157. und 188. Reserve-Division
- Okt. 1967: 1., 3. und 5 Gebirgs-Division (Nachtrag).
In den "Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Virginia" sind Kriegstagebücher von Kavallerie-Divisionen wie folgt erfasst:
- Guide Nr. 41: Divisionen 1 - 5 (Nachträge in Nr. 63)
- Guide Nr. 45: Nachträge Div. 6 - 7
- Guide Nr. 63: Nachträge Div. 1 - 5.
- Guide Nr. 68: Division 157.
Außer den Materialien aus Potsdam (bzw. Liegnitz), die etwa 95-98% der Bestände ausmachen, sind noch zu nennen:
- Beuteschriftgut vom westlichen Kriegsschauplatz, das in den USA zumeist "Pseudo-Potsdam-Nummern" ab 70.000 erhalten hat,
- Einzelakten aus anderen der in den USA z.T. unter Sachbetreffen gebildeten Schriftgutgruppen ("EAP", u.a.),
Abgaben aus Privathand, dabei auch Nachkriegs-Ausarbeitungen ("Studies" für die Historical Division/US Army in Europe, u.a.) - siehe die Zugangs-Vermerke in der Spalte "Bemerkungen".
Aus den Vorkriegsjahren sind praktisch keine Unterlagen vorhanden; Gleiches gilt für das bei den einzelnen Abteilungen der Divisionsstäbe außerhalb der Kriegstagebuch-Unterlagen angefallene Routine-Schriftgut.
Die Schriftgutverzeichnisse weisen stets die gleiche Reihenfolge auf:
- "Stammtafeln" (mit organisationsgeschichtlichen Angaben - auch zu den Divisionseinheiten)
- Ia (Führungsabteilung; auch: Ausbildungsangelegenheiten)
- Ic (Feindaufklärung, Spionage- und Sabotageabwehr, Truppenbetreuung)
- IIa/IIb (Adjutantur: Personalwesen)
- Ib (Quartiermeister) - mit den Unterabteilungen:
III (Div. Gericht)
IVa (Intendant)
IVb (Div. Arzt)
IVc (Div. Veterinär)
IVd ev./kath. (Div. Geistliche)
- Kommandant des Divisions-Stabsquartiers (nur im ersten Kriegsjahr)
- Sonstige Unterlagen.
Inhaltliche Charakterisierung: Ia: KTB Apr. 1940 (Anlagen bis Sept. 1940) bis Juni (Anlagen bis Sept.) 1940, März bis Dez. 1941 und Sept. 1942 bis Mitte Nov. 1943.
Ib: KTB Mitte Juni 1940 bis Juni 1942, Feb. 1942 bis Apr. 1943 (Entwurf) und Mai bis Nov. 1943 sowie KTB der Unterabteilungen aus 1939/40.
Ic: TB März 1941 bis Dez. 1941, Aug. bis Nov. 1943 und Nov. 1944.
IIa: TB März bis Dez. 1941 sowie Divisionstagesbefehle (1 AE) Mitte Okt. 1943 bis Anfang Jan. 1944.
Erschließungszustand: Vollständig erschlossen
Zitierweise: BArch RH 28-3/...
3. Gebirgs-Division (3. GD), 1939-1945
92 Aufbewahrungseinheiten; 2,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Fremde Archive: Deutsche Dienststelle (WASt) Berlin: Erkennungsmarken-Verzeichnisse und namentliche Verlustmeldungen
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
N 555 (Nachlass Heß, Wilhelm)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RM 7 Seekriegsleitung
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
RM 7/127 (Einsatz 1942)
ZA1/ 1288 - 1289: Erfurth, Waldemar: Finnlands letzter Krieg, 1941 - 1944
ZA1/ 1587 und auf Mikrofilm FC 2990 N: Kreppel, Hans: Operations of the 112th Mountain Artillery Regiment (3d Mountain Division) in the Nikopol Bridgehead until the eastward Breakout, 29 Oct 1943 - 16 Feb 1944
ZA1/ 1894: Konrad, Rudolf Peter und andere: ("Mountain Warfare Project") Truppenführung im Gebirge
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 41 und 63
Buchner, Alex: Narvik. Die Kämpfe der Gruppe Dietl im Frühjahr 1940. Neckargemünd 1958
Busch, Fritz-Otto: Kampf um Norwegens Fjorde. Fall Weserübung Nord. Preetz 1964
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Klatt, Paul: Die 3. Geb. Div. 1939-19465. Bad Nauheim 1958
Ruef, Karl: Odysee einer Gebirgsdivision. Die 3. Geb. Div. im Einsatz. Graz, Stuttgart 1976
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
MSG 2 (Militärgeschichtliche Sammlung)
MSG 3 (Sammlung von Verbandsdruckgut)
N 555 (Nachlass Heß, Wilhelm)
PERS 15 (Verfahrensakten von Gerichten der Reichswehr und Wehrmacht)
RH 7 (OKH / Heerespersonalamt, darin Verleihungsvorschläge und Verleihungslisten)
RM 7 Seekriegsleitung
ZA 1 (Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Wehrmachtführung und Heer)
Akten:
RM 7/127 (Einsatz 1942)
ZA1/ 1288 - 1289: Erfurth, Waldemar: Finnlands letzter Krieg, 1941 - 1944
ZA1/ 1587 und auf Mikrofilm FC 2990 N: Kreppel, Hans: Operations of the 112th Mountain Artillery Regiment (3d Mountain Division) in the Nikopol Bridgehead until the eastward Breakout, 29 Oct 1943 - 16 Feb 1944
ZA1/ 1894: Konrad, Rudolf Peter und andere: ("Mountain Warfare Project") Truppenführung im Gebirge
Literatur: Guides to German Records Microfilmed at Alexandria/Va. Washington 1958 ff., Bde. 41 und 63
Buchner, Alex: Narvik. Die Kämpfe der Gruppe Dietl im Frühjahr 1940. Neckargemünd 1958
Busch, Fritz-Otto: Kampf um Norwegens Fjorde. Fall Weserübung Nord. Preetz 1964
Held, Walter: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg. Eine Bibliographie der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. 5 Bde. Osnabrück 1978 ff.
Klatt, Paul: Die 3. Geb. Div. 1939-19465. Bad Nauheim 1958
Ruef, Karl: Odysee einer Gebirgsdivision. Die 3. Geb. Div. im Einsatz. Graz, Stuttgart 1976
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. 20 Bde. Osnabrück 1967 ff.
Besondere Benutzungsbedingungen: Grundlage für jede Benutzung von Archivgut im Bundesarchiv sind das Bundesarchivgesetz und die Benutzungsverordnung.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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