Georg Klöckler, Frei Landrichter in Obern und Niedern Schwaben, auf Leutkircher Heide und in der Gepirs, beurkundet Urteil des Landgerichts Altdorf. Im Termin vom 18. Januar 1564 klagte Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten und Ochsenhausen, durch seinen Fürsprech gegen David Baumgartner von Baumgarten, Freiherr zu Hohenschwangau und Erbach, wegen rückständiger Zinsen. Er erlangte Beleutung auf die verpfändeten Güter des Schuldners in Wohmbrechts. Diese wurde zwischenzeitlich vom Landgerichtsknecht zugestellt. Da die Beleutung "von einem gerichts tag zu dem andren" öffentlich verlesen und ihr nicht widersprochen wurde, hat sie der Abt ersessen. Nach Landgerichtsbrauch kann er die Güter damit verwerten. Auf seine Anforderung wird ihm ein Schirmer gegeben. Kläger erhält deshalb vorliegenden Erfolgungsbrief.
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Georg Klöckler, Frei Landrichter in Obern und Niedern Schwaben, auf Leutkircher Heide und in der Gepirs, beurkundet Urteil des Landgerichts Altdorf. Im Termin vom 18. Januar 1564 klagte Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten und Ochsenhausen, durch seinen Fürsprech gegen David Baumgartner von Baumgarten, Freiherr zu Hohenschwangau und Erbach, wegen rückständiger Zinsen. Er erlangte Beleutung auf die verpfändeten Güter des Schuldners in Wohmbrechts. Diese wurde zwischenzeitlich vom Landgerichtsknecht zugestellt. Da die Beleutung "von einem gerichts tag zu dem andren" öffentlich verlesen und ihr nicht widersprochen wurde, hat sie der Abt ersessen. Nach Landgerichtsbrauch kann er die Güter damit verwerten. Auf seine Anforderung wird ihm ein Schirmer gegeben. Kläger erhält deshalb vorliegenden Erfolgungsbrief.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1747
07669
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1564 Oktober 10 (zinstag vor sanct Gallen tag)
23,1 x 35,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Georg Klöckler, Frei Landrichter in Obern und Niedern Schwaben, auf Leutkircher Heide und in der Gepirs
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten und Ochsenhausen
Siegler: Aussteller (Landgerichtssiegel)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., stark besch.
Empfänger: Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten und Ochsenhausen
Siegler: Aussteller (Landgerichtssiegel)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., stark besch.
Baumgarten, von s. Baumgartner von Baumgarten
Baumgartner von Baumgarten, David
Hohenschwangau, Freiherren
Klöckler, Georg; Landrichter
Altdorf = Weingarten RV; Landgericht
Erbach UL
Hohenschwangau : Schwangau OAL
Leutkircher Heide; Landrichter
Schwaben, Landrichter
Wohmbrechts : Hergatz LI
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:22 MEZ
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