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Vor Johan Römer, Dechant am alten Dom und Generalvikar, stiften die beiden Brüder Priester Hinrich und Bürger Albert Wulffert zum Gedächtnis für ihren +Vater Johan Wulffert bestimmte Einkünfte zur Errichtung für 2 Vikarien an St. Servatii mit Zustimmung des derzeitigen Pfarrers Sweder Bischopinck an der Servatiikirche. Berechtigt sollen die Angehörigen der Familie Wulffert bzw. die Nachkommen aus der Ehe des Bürgers Bernhard Wysse gen. Grüter mit der +Gertrud Wulffert sein. Nach Aussterben der Berechtigten soll das Paronoat an den münsterschen Rat übergehen. Es folgen genaue Bestimmungen über die Dotation, den Gottesdienst, die Altäre, Patrozinica etc.
Abschrift 16. Jh.
Archivale
Bürgen/Zeugen: Zeugen: Eberhard Rinsche und Bernhard Warendorpp, Priester und Vikar an St. Servatii.
Verweis: siehe Diözesanarchiv Münster A6, Spic. III, Hs 164 f 228
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.