Pautke, Johannes (Bischof) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
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Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 5 Nachlässe, Handakten und personengeschichtliche Sammlungen
Bestandsbeschreibung: Johannes Albert Friedrich Wilhelm Pautke wurde am 08.04.1888 in Freienwalde an der Oder geboren. Er studierte in Berlin, Halle und Rostock Theologie. Er wurde am 18.08.1912 in Berlin ordiniert. Zunächst war er Hilfsprediger in Neukölln, bevor er 1914 seine erste Pfarrstelle auf Usedom antrat. Dort blieb er aber nur wenige Monate. Im August 1914 wurde er als 3. Pastor an St. Marien zu Lübeck gewählt. In der Zeit des Kirchenkampfs gehörte er der Bekennenden Kirche an. 1935 erhielt er eine Ordnungsstrafe durch den Landeskirchenrat, weil er zusammen mit den Pastoren Gerhard Fölsch, Werner Greiffenhagen, Julius Jensen, Axel Werner Kühl und Bruno Meyer der Einführungsfeier von Propst Wagner trotz Anordnung von Bischof Erwin Balzer ferngeblieben war. 1936/1937 eskalierte der Kirchenkampf in Lübeck, und er wurde zusammen mit 7 weiteren Pastoren unter Hausarrest gestellt und entlassen. Im April 1937 kam es zu einer Einigung, und die Pastoren nahmen ihren Dienst wieder auf.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er 1945 zum Propst der Lübecker Landeskirche und Mitglied der Kirchenleitung. Auf der neugebildeten Synode im Mai 1948 wurde er zum Bischof gewählt. 1951 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Ehrendoktorwürde. Anfang 1952 trat er der CDU bei. Er beteiligte sich maßgeblich am Aufbau der St. Marienkirche und führte auch die Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier.
Johannes Pautke starb am 24.11.1955 in Lübeck.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er 1945 zum Propst der Lübecker Landeskirche und Mitglied der Kirchenleitung. Auf der neugebildeten Synode im Mai 1948 wurde er zum Bischof gewählt. 1951 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Ehrendoktorwürde. Anfang 1952 trat er der CDU bei. Er beteiligte sich maßgeblich am Aufbau der St. Marienkirche und führte auch die Feierlichkeiten zur 700-Jahr-Feier.
Johannes Pautke starb am 24.11.1955 in Lübeck.
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
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