Meister Wilhelm, Hans, Paul (Pale) und Jerg von Neideck zu Ellhofen, Gebrüder, entlassen Dorothea, die Tochter des Hans Buman gen. Tälderli zu Ellhofen, gegen Zahlung von 7 fl rh, für deren Empfang sie hiermit quittieren, mitsamt ihrem Kind und allen möglichen weiteren Nachkommen aus ihrer Leibherrschaft. Deshalb sprechen die Aussteller auch namens ihrer Erben genannte Dorothea und ihr Kind von ihrer bisherigen Eigenschaft und allen daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen frei, entlassen dieselben aus ihrer Gewalt, entbinden sie von ihrem Eid, schließen für die Zukuft weitere Ansprüche und Forderungen von ihrer Seite gegen sie aus und gestatten ihnen, ab sofort nach Belieben sich einer neuen Leibherrschaft zu unterwerfen, Obrigkeit zu suchen oder städtisches Bürgerrecht anzunehmen. Die Freigelassene akzeptiert auf Verlangen der Aussteller ein Lösungs- oder Retraktrecht von deren Eigenleuten an allen liegenden Gütern in der Neideck'schen Herrschaft, die sie oder ihre Nachkommen von jetzt an erben werden.
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Meister Wilhelm, Hans, Paul (Pale) und Jerg von Neideck zu Ellhofen, Gebrüder, entlassen Dorothea, die Tochter des Hans Buman gen. Tälderli zu Ellhofen, gegen Zahlung von 7 fl rh, für deren Empfang sie hiermit quittieren, mitsamt ihrem Kind und allen möglichen weiteren Nachkommen aus ihrer Leibherrschaft. Deshalb sprechen die Aussteller auch namens ihrer Erben genannte Dorothea und ihr Kind von ihrer bisherigen Eigenschaft und allen daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen frei, entlassen dieselben aus ihrer Gewalt, entbinden sie von ihrem Eid, schließen für die Zukuft weitere Ansprüche und Forderungen von ihrer Seite gegen sie aus und gestatten ihnen, ab sofort nach Belieben sich einer neuen Leibherrschaft zu unterwerfen, Obrigkeit zu suchen oder städtisches Bürgerrecht anzunehmen. Die Freigelassene akzeptiert auf Verlangen der Aussteller ein Lösungs- oder Retraktrecht von deren Eigenleuten an allen liegenden Gütern in der Neideck'schen Herrschaft, die sie oder ihre Nachkommen von jetzt an erben werden.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2715
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1500-1549
1502 Juni 14 (vff zinstag vor sant Vits tag)
15,4 x 33 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Wilhelm von Neideck; Hans von Neideck; Paul von Neideck; Jerg von Neideck
Empfänger: Dorothea Buman
Siegler: Hans von Neideck
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Dorothea Buman
Siegler: Hans von Neideck
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Buman, Dorothea
Buman, Hans, gen. Tälderli
Neideck, Hans von
Neideck, Jerg von
Neideck, Paul von
Neideck; Wilhelm von
Ellhofen im Allgäu : Weiler-Simmerberg LI
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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