Otto von Dorgelo zum Bretberge bezeugt für sich und seine Söhne Johann Otto und Heinrich, dass nach seinem Tod seine Ehefrau Elseke die ehelichen Kinder auf seinem Gut zum Brotberge aufziehen und den Haushalt leiten soll. Sollte diese Regelung der Mutter ohne Kindern nicht mehr gefallen, soll Elseke zur Leibzucht sein Haus und Hof in Vechta samt Zubehör erhalten. Sollte der Hof durch Brand Schaden nehmen, so sollen die Söhne ihn so aufbauen, dass eine Adlige darin standesgemäß wohnen kann. Daneben soll Elseke zwei Kempen, alle Ländereien und Gärten zu Vechta erhalten, den Heglen Zehnten bei Berchtruppe (Bergstrup) samt Zubehör, den bis zum ihrem Tod die Jungfer Elseke von Dorgelo inne gehabt hatte. Daneben Bruggemanns Erbe zu Messchendorpe (Märschendorff), Pulsfoerders Erbe zu Kaernen [?], Moermans Erbe zu Harnns (Harme [?]), ein Erbe zu Slerhusen (Schledehausen), zu Kalveslaige (Calveslage), Dodkenn Erbe zu Erlte (zu Visbek, Kreis Vechta), ein Erbe zu Rechterfeld (zu Visbek, Kreis Vechta), Boigenn Kotten zum Bandiecke [?], dem Meyerhof zu Oltmanshusen [?], sowie mehrere angeführte einzelne Naturalgefälle sowie Holzrechte und Schweinemastrechte. Sollte Elske sich nach Ottos Tod wieder verheiraten erhält sie an Stelle der Leibzucht 800 Goldgulden ausbezahlt, erhält ihre Morgengabe und was nach Landessitte üblich ist. Siegelankündigung des Ausstellers, des Andreas von Quernheim sowie Adolfs Slepegell. Unterschriften: Aussteller, Andreas von Quernheim, Adolfs Slepgell. dusent viffhunderth drey und seventich ahm mitwoeken na trium regnum. Rückseitig Vermerk des Notars Henricus Ringell vom 27. Februar 1613 (auf Haus Brettberg), dass Otto von Dorgelo, Dompropst zu Münster und Domherr zu Osnabrück, und Gottschalck Rolandes glaunhaft bezeugen, dass die Herforder Stiftsjungfern Nese und Dorothea von Dorgelo ihren Bruder Rottger von Dorgelo zum Brettberg den Leibzuchtbrief ihrer Mutter nicht gefunden wurde und Rottgers Ehefrau Catharina von Monnich diese Leibzucht übertragen wollen

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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