Michel Han zu Harburg, verordneter und gesetzter Testamentsvollstrecker und Vormund von Anna, Maria, Margarethe, Barbara und Hans von Scheppach, den hinterlassenen Kindern des verstorbenen Hans von Scheppach zu Amerdingen (Achmerding), bekennt für sich und seine Nachkommen als Vormund und Kurator der genannten Kinder und ihrer Erben, dass sich ihre Mutter Christina von Scheppach nach ihrer kürzlich erfolgten Wiederverheiratung mit Veit von Scheppach, Pfleger zu Neresheim, und ihm als Pfleger und Vormund der Kinder wegen ihrer Forderung nach Auszahlung von 356 rh fl verglichen hat. Das Geld wurde von Christina von Scheppach mehrfach gefordert, war aber nicht verfügbar, sodass Michel Han mit Bewilligung von Graf Wolfgang I. von Oettingen als Inhaber der ordentlichen Obrigkeit und Landesherrschaft der Kinder den eigenen Weiher der Kinder bei der Amerdinger Hart gelegen, der Bauernweiher (Bawrnweyer) genannt, zum Kauf anbot, aber zunächst keinen Käufer finden konnte. Um weiteren Schaden für die Kinder zu vermeiden, verkauft Michel Han den Weiher mit allen seinen Rechten und Gerechtigkeiten an Veit von Scheppach und seine Erben für 350 rh fl, die den Weiher als freies und eigenes Gut nun künftig so besitzen sollen und gebrauchen können, wie ihn bisher der verstorbene Hans von Scheppach und seine Kinder innegehabt und hergebracht haben. Im Namen von Christina von Scheppach und ihren Kindern verzichtet Michel Han auf alle Rechte und Gerechtigkeiten an diesem Weiher.

Landesarchiv Baden-Württemberg
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