Die Brüder Ludolf, Balduin und Otto Herren von Steinfurt (Stenvorde) bekunden, ihr Bruder Johannes habe beschlossen, im Orden des Hospitals von Jerusalem zu dienen und daher in die Hand des Bruders Burgard von Loshem Vizepräzeptor des Ordens für Deutschland, die feierliche Profeß abgelegt und das Kreuz des Herrn und das Gewand der Professen angelegt. Die Brüder übertragen zur Unterstützung des Heiligen Landes und damit ihr Bruder nicht seinen Mitbrüdern zur Last fällt, ihr Recht auf die Kirche bzw. das Patronatsrecht der Kirche in Steinfurt und ebenso das Eigentumsrecht und das Vogteirecht an den Höfen, die auf deutsch in der Aa, zu der Schmitten, zu der Mutthelebecke, zu der Weine, zu der Hagenburgh, zu Weueldorp sowie den Heinrich [im Text Henricus irrtümlich im Nominativ statt Akkusativ] von Huones dem Orden und den Brüdern. Siegelankündigung der Brüder Ludolf und Balduin geschehen in Steinfurt im Hause der genannten Brüder. Datum 1270 Juli 1. in die sancte Penthecostes
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Die Brüder Ludolf, Balduin und Otto Herren von Steinfurt (Stenvorde) bekunden, ihr Bruder Johannes habe beschlossen, im Orden des Hospitals von Jerusalem zu dienen und daher in die Hand des Bruders Burgard von Loshem Vizepräzeptor des Ordens für Deutschland, die feierliche Profeß abgelegt und das Kreuz des Herrn und das Gewand der Professen angelegt. Die Brüder übertragen zur Unterstützung des Heiligen Landes und damit ihr Bruder nicht seinen Mitbrüdern zur Last fällt, ihr Recht auf die Kirche bzw. das Patronatsrecht der Kirche in Steinfurt und ebenso das Eigentumsrecht und das Vogteirecht an den Höfen, die auf deutsch in der Aa, zu der Schmitten, zu der Mutthelebecke, zu der Weine, zu der Hagenburgh, zu Weueldorp sowie den Heinrich [im Text Henricus irrtümlich im Nominativ statt Akkusativ] von Huones dem Orden und den Brüdern. Siegelankündigung der Brüder Ludolf und Balduin geschehen in Steinfurt im Hause der genannten Brüder. Datum 1270 Juli 1. in die sancte Penthecostes
B 001u, 143 - a
B 001u Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Urkunden
Fürstbistum Münster, Landesarchiv - Urkunden >> 2. 1201 bis 1300
1270 Juni 1
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:22 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Tektonik)
- 1.2.1.1. Verwaltung, Justiz, Landstände (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Landesarchiv (Tektonik)
- Fürstbistum Münster, Landesarchiv / Urkunden (Bestand)
- 2. 1201 bis 1300 (Gliederung)