Gutsarchiv Stresow (Bestand)
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H 222 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1545) 1604 - 1945
Findhilfsmittel: Findbuch von 1990 (online recherchierbar).
Registraturbildner: Stresow gehört zur Stadt Möckern, Lkr. Jerichower Land, Sachsen-Anhalt.
Stresow wird 1368/81 in den Lehnbüchern der Magdeburger Erzbischöfe genannt, gelangte aber wohl 1533 im Zuge des Ausgleichs über die benachbarte Burg Grabow endgültig unter kurbrandenburgische Landesherrschaft. 1773 wurde Stresow als Teil des Ziesarschen Kreises im Rahmen eines Gebietstausches an das ebenfalls preußische Herzogtum Magdeburg abgetreten und gehörte 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Beim Verkauf einer Hälfte des Hauses Grabow durch Wichmann von Wulffen an Sebastian von Plotho wird Stresow 1545 als Zubehör genannt. Im Laufe der Frühen Neuzeit behielten beide Familien hier Rechte. 1766 erwarb Amtsrat Wilkens das Wulffensche Rittergut für 24 Jahre auf Wiederkauf. 1820 wird eine Familie Wahnschaffe, 1839 und noch 1853 eine Familie Laue und 1854 Herrmann Hammer als Besitzer genannt. Von diesem erwarb 1856 Graf Heinrich Moritz von der Schulenburg-Heßler auf Vitzenburg das Gut. Sein Sohn Werner verkaufte Stresow 1886 an den Leutnant Ernst Gärtner. Vermutlich dessen Schwester, Margarethe Gärtner, hinterließ es 1942 testamentarisch dem Kreis Jerichow I, weshalb es 1945 nicht im Zuge der Bodenreform enteignet wurde.
Zum 1842 landtagsfähigen Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit über Stresow und zwei zugehörige Mühlen, das Patronat über die Filialkirche Stresow der Pfarrei Grabow sowie gemeinsam mit dem Rittergut Grabow, aber mit Stresow als Hauptpatron, Gerichtsbarkeit und Pfarrpatronat über Rietzel.
Bestandsinformationen: Die Verzeichnungsinformationen zum Bestand wurden 2016 retrokonvertiert und für die Online-Recherche freigegeben.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Stresow gehört zur Stadt Möckern, Lkr. Jerichower Land, Sachsen-Anhalt.
Stresow wird 1368/81 in den Lehnbüchern der Magdeburger Erzbischöfe genannt, gelangte aber wohl 1533 im Zuge des Ausgleichs über die benachbarte Burg Grabow endgültig unter kurbrandenburgische Landesherrschaft. 1773 wurde Stresow als Teil des Ziesarschen Kreises im Rahmen eines Gebietstausches an das ebenfalls preußische Herzogtum Magdeburg abgetreten und gehörte 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Beim Verkauf einer Hälfte des Hauses Grabow durch Wichmann von Wulffen an Sebastian von Plotho wird Stresow 1545 als Zubehör genannt. Im Laufe der Frühen Neuzeit behielten beide Familien hier Rechte. 1766 erwarb Amtsrat Wilkens das Wulffensche Rittergut für 24 Jahre auf Wiederkauf. 1820 wird eine Familie Wahnschaffe, 1839 und noch 1853 eine Familie Laue und 1854 Herrmann Hammer als Besitzer genannt. Von diesem erwarb 1856 Graf Heinrich Moritz von der Schulenburg-Heßler auf Vitzenburg das Gut. Sein Sohn Werner verkaufte Stresow 1886 an den Leutnant Ernst Gärtner. Vermutlich dessen Schwester, Margarethe Gärtner, hinterließ es 1942 testamentarisch dem Kreis Jerichow I, weshalb es 1945 nicht im Zuge der Bodenreform enteignet wurde.
Zum 1842 landtagsfähigen Rittergut gehörten die Patrimonialgerichtsbarkeit über Stresow und zwei zugehörige Mühlen, das Patronat über die Filialkirche Stresow der Pfarrei Grabow sowie gemeinsam mit dem Rittergut Grabow, aber mit Stresow als Hauptpatron, Gerichtsbarkeit und Pfarrpatronat über Rietzel.
Bestandsinformationen: Die Verzeichnungsinformationen zum Bestand wurden 2016 retrokonvertiert und für die Online-Recherche freigegeben.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.9
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ