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Korrespondenz von Alfred Kerr an Max Liebermann
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Handschriftenabteilung I >> Archivalie – Korrespondenz
1906
"Sehr verehrter Herr Professor, Sie werden von der erneuten Agitation für ein Heine-Denkmal (Nordsee, Hamburg, schlimmstenfalls Berlin) gehört haben. Wollen Sie uns die Ehre erweisen in den Ausschuß einzutreten, dem bis jetzt unter Anderen Gerhart Hauptmann, Ernst Häckel, Hugo von Hofmannsthal, Richard Dehmel, Oskar Bie angehören? Es soll Ihnen keinerlei Arbeitslast daraus entstehen - aber Ihre Zugehörigkeit würde moralisch unser Werk fördern.
In diesen Tagen wird ein sachlicher Aufruf versandt, dessen Wortlaut ist: Für Heinrich Heines deutsches Denkmal bitten wir Geldgaben an die Deutsche Bank in Berlin zu senden. Die Presse bitten wir freundlich, durch Sammlungen das Werk zu unterstützen. Über die eingelaufenen Beträge wird öffentlich quittiert werden.
Dieser Aufruf ist von den obengenannten Herren unterschrieben. Erlauben Sie uns, auch Ihren Namen darunterzusetzen?
Mit der Bitte um ein Ja, verehrungsvoll Kerr.
14.Febr.06
W., Bambergerstr.42"
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.