Zum Zusammenhang vgl. RKG 5698 (U 58/265). Die Appellation richtet sich gegen einen weiteren verfahrensleitenden Bescheid der Vorinstanz, mit dem beide Parteien zum Kalumnieneid zugelassen wurden. Die Appellanten erklären, sobald sie von dem Hofgerichts-Urteil erfahren hätten, mit dem dieses die Appellation Wehings angenommen hatte, hätten sie dagegen an das RKG appelliert, so daß alle weiteren Handlungen als nach eingelegter Appellation erfolgt für nichtig anzusehen seien. Sie bitten um Zulassung zum juramentum perhorrescentiae quatenus opus. Der Appellat bestreitet die Legitimation der Appellanten zur Führung des Verfahrens. Mehrere namentlich genannte Ratsangehörige hätten ausdrücklich erklärt, damit nichts zu tun haben zu wollen. Er erklärt erneut, der Bescheid über die Anhängigkeit des Verfahrens sei rechtskräftig geworden und diese Tatsache mithin nicht mehr appellabel.
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Zum Zusammenhang vgl. RKG 5698 (U 58/265). Die Appellation richtet sich gegen einen weiteren verfahrensleitenden Bescheid der Vorinstanz, mit dem beide Parteien zum Kalumnieneid zugelassen wurden. Die Appellanten erklären, sobald sie von dem Hofgerichts-Urteil erfahren hätten, mit dem dieses die Appellation Wehings angenommen hatte, hätten sie dagegen an das RKG appelliert, so daß alle weiteren Handlungen als nach eingelegter Appellation erfolgt für nichtig anzusehen seien. Sie bitten um Zulassung zum juramentum perhorrescentiae quatenus opus. Der Appellat bestreitet die Legitimation der Appellanten zur Führung des Verfahrens. Mehrere namentlich genannte Ratsangehörige hätten ausdrücklich erklärt, damit nichts zu tun haben zu wollen. Er erklärt erneut, der Bescheid über die Anhängigkeit des Verfahrens sei rechtskräftig geworden und diese Tatsache mithin nicht mehr appellabel.
AA 0627, 5699 - U 59/266
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 1. Buchstabe U
1603 - 1610 (1602 - 1608)
Enthaeltvermerke: Kläger: Bürgermeister und Rat der Stadt Unna Beklagter: Christoph Wehing, Unna Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Jakob Kölblin [1601] 1603 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Konrad Fabri 1603 Prozeßart: Tertiae appellationis Instanzen: 1. Fürstl. klev. Hofgericht - 2. RKG 1603 - 1610 (1602 - 1608) Beschreibung: 1,5 cm, 68 Bl., lose; Q 1 - 14*, es fehlt Q 8* (Acta priora), 5 Beilagen = Q 10*, 11*, 12*, 13*, 14*.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:09 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 1. Buchstabe U (Gliederung)