Die von Melchior Aichhofer, Bürger und Schuster zu Gerstetten an seinem Eheweib mit überdachtem Vorsatz begangene Ermordung, weshalb er in Heidenheim enthauptet, der Körper auf das Rad geflochten, von seinem zu Stubersheim, Ulmschen Gebiets, verbürgerten Vater Peter Aichhofer mit Hilfe des Zimmermann Georg Hälbling nächtlicher weile vom Rad hinweggenommen, unweit Gerstetten verscharrt, dieser Freveltat halb aber jeder mit 8 tägiger Turm- und 20 Reichstaler Geld- Strafe belegt worden, und den diesfalls mit Ulm entstandene Jurisdictions-Stritt betreffend.
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Die von Melchior Aichhofer, Bürger und Schuster zu Gerstetten an seinem Eheweib mit überdachtem Vorsatz begangene Ermordung, weshalb er in Heidenheim enthauptet, der Körper auf das Rad geflochten, von seinem zu Stubersheim, Ulmschen Gebiets, verbürgerten Vater Peter Aichhofer mit Hilfe des Zimmermann Georg Hälbling nächtlicher weile vom Rad hinweggenommen, unweit Gerstetten verscharrt, dieser Freveltat halb aber jeder mit 8 tägiger Turm- und 20 Reichstaler Geld- Strafe belegt worden, und den diesfalls mit Ulm entstandene Jurisdictions-Stritt betreffend.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 208 Bü 591
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 208 Oberrat: Reichsstädte
Oberrat: Reichsstädte >> 10. Ulm
1670
Nr. 1-18
Archivale
Aichhofer, Melchior
Aichhofer, Peter
Hälbling, Georg
Gerstetten HDH
Heidenheim an der Brenz HDH
Stubersheim : Amstetten UL
Ulm UL
Freveltat
Geldstrafe
Schuster
Turmstrafe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ