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Zehntpfennigherren; Departement des Deccems und der Collatralsteuer (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Archiv der Hansestadt Lübeck, 03.04-10
Kontext:
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 03 Behörden bis 1937 >> 03.04 Finanzwesen und Liegenschaften
Bestandslaufzeit:
1508-1881
Bestandsbeschreibung:
Erschließungszustand, Umfang: Verzeichnis (2004),
2 lfm

Verwandte Verzeichnungseinheiten: ASA Interna Zehnter Pfennig

Eingrenzung und Inhalt: Protokolle 1609-1859 (mit Lücken), Rechnungsbücher ab 1508, Akten 1808-1848, Erledigte Fälle 1818-1865

Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: a. Seit der Mitte des 14. Jh. musste von allem aus der Stadt und dem Gebiet gehendem Erbgut der zehnte Pfennig (Decem) erlegt werden, ohne Rücksicht darauf, ob es allein und in Folge eines Todesfalles aus denselben ging, oder ob der Besitzer es in Folge einer Wohnortveränderung herauszuziehen beabsichtigte. Besondere Zehntpfennigherren lassen sich in Lübeck seit 1508 nachweisen. Nach der Franzosenzeit wurde das Departement wieder eingerichtet. Da jedoch die Deutsche Bundesakte die Abzugsfreiheit einführte, d. h. ab 1. Juli 1817 durften nach den einzelnen Staaten des Deutschen Bundes keine Abzugsabgaben mehr entrichtet werden, trat die frühere Bedeutung dieses Departements immer mehr zurück. Hinzu kam, dass nach und nach auch mit den meisten ausländischen Regierungen Abkommen über wechselseitige Abzugsfreiheit abgeschlossen wurden. Im wesentlichen wurde der Decem in dieser Periode nur noch bei Abzug nach Russland erhoben. Größere Bedeutung gewann für diese Behörde die 1808 eingeführte Erbschaftssteuer, die bei allen Erbschaften an Seitenverwandte erhoben wurde. Ab 1. Jan. 1852 hörte das Departement auf selbständig zu bestehen, es wurde Teil des neu gebildeten Steuer- und Stempeldepartements.
b. Die hier verbliebenen, 1952 von Olof Ahlers aufgenommenen und die 1987/90 aus der kriegsbedingten Auslagerung zurückgekehrten Akten des Decem-Departements wurden im Febr. 2004 zusammengeführt und neu geordnet. Es ist bei der Benutzung darauf zu achten, dass die Akten Nr. 36-83 "Erledigte Fälle" intern streng nach Ablagedatum geordnet wurden und dieses Datum bei früherer Verzeichnung als Laufzeit übernommen wurde.
Zugangsbeschränkungen:
Benutzungsbeschränkung: Nr. 17 nicht benutzbar, sonst keine Einschränkungen
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.