Anna Surmann ("Surmänni"), Witwe des Schuhmachers Konrad Weißhaupt ("Wisshoptz") zu Untermeckenbeuren, bekennt, daß ihr Johannes Lantz, Propst zu Hofen, mit Zustimmung des Grafen Ulrich von Montfort, Herrn zu Tettnang, seines Vogts über die Leute und Hubgüter des Klosters Hofen in Untermeckenbeuren, zu rechtem Erblehen ein Gut daselbst verliehen hat, das eine halbe Hube ist. Es grenzt an den Bach, Klas Striettacher und die Straße zum Esch. Dazu gehören im Esch bei der Schussen 3 Juchert Acker, im Esch Laidiloch 5 Juchert und im Esch Hochsträß 5 Juchert, dazu 2 Mannmahd Wiesen in den Öhmdwiesen ("Embdwiesen"), 1 Mannmahd im Sodach und 1/2 Mannmahd zu Ruttwiesen. Dem Kloster gibt sie davon jährlich am Martinstag als Zins 4 ß d, 8 Strichen Vesen, 1 Huhn und 35 Eier, dem Grafen als Vogtrecht 6 1/2 ß d, 3 Strichen Hafer und 2 Hühner laut einer darüber errichteten Siegelurkunde. Das Gut soll in ordentlichem Zustand und ungeteilt erhalten werden. Zins und Vogtrecht sind nach Hofen bzw. Tettnang zu liefern. Bei Handänderungen, d.h. beim Tod eines Propstes oder des Besitzers sowie im Fall des Verkaufs, muß das Gut vom ältesten Besitzer oder dem Käufer empfangen werden, wofür der Propst und der Herr zu Tettnang 3 rh fl als Ehrschatz bekommen. Der Empfänger kann danach seine Miterben auslösen oder mit ihnen das Gut in ungeteilter Gemeinschaft besitzen. Gibt es keine Erben mehr, die Leibeigene des Klosters sind, fällt es heim. Im Verkaufsfall muß es dem Abt angeboten werden, der es 10 ß d billiger kaufen kann als ein anderer Erwerber. Die Käufer müssen Leibeigene des Klosters oder Vogtherrn sein. Jeder Besitzer ist dem Vogtherrn dienstbar, botbar, gerichtbar und gehorsam wie von alters her. Rückvermerk: "Item Pet[er] und Ulrich die Wisshöpt genant die schuchmach[er] von Undrameck[i]nbürn gebrüder hond von Hansen Surman daselbst lut irs briefs erkofft anderthalb man[n]mad wyse[n] zu Undrameck[i]nbürn in den Embdwysen gelegen[,] stosse[n] uff zwayen sidten an sy, die Wisshöpt[,] darvon sond sy u[nd] ir erben järlichen gen Hofen zwen schilling d[e]n[arii] zu zins und gen Tettnang ain schilling pfenning zu vogtrecht geben. Und sollen sol[c]h anderthalb man[n]mad wysen nun hinfür by dem hubgutt, in disem brief begriffen, on tailbar beliben[,] och mit empfahen[,] erschatz und allen dingen gehalten werden, als ob sy in dem brief von wort zu wort geschriben stünden, und des zu gezucknuß hab ich Wilhelm Arnsperg schriber zu Tettnang [...] uff dem brief mit miner hand ge[schrieben] uff zinstag Aller hailigen ab[ent] anno d[omi]n[i] xvc und xiiii (31.10.1514)."

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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