Querulationis Auseinandersetzung um Injurien
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(1) 2564
Wismar P 125 (W P 5 n. 125)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 16. 1. Kläger P
(1733) 25.02.1733-04.05.1733
Kläger: (2) Otto von Plessen zu Arpshagen (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Niedergericht zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A)
Fallbeschreibung: Kl. hat mit anderen Adligen im Frühjahr 1732 den Wismarer Ratsweinkeller besucht und ist mit dem dortigen Küper in Streit geraten. Das Niedergericht hat sie daraufhin am 22.12. zu 300 Rtlr Strafe verurteilt. Am 31.12. queruliert Kl. dagegen an das Tribunal. Am 01.01. besucht er erneut mit Freunden den Weinkeller. Als er beginnt zu randalieren, läßt ihn der Küper von der Wache ermahnen und beschwert sich am 02.01. beim Niedergericht über Kl., das diesen verhaften lassen will. Als Kl. flieht, beschlagnahmt der Rat seine Kutsche mit 2 Pferden. Dagegen queruliert Kl. ebenfalls vor dem Tribunal. Dieses weist den Fall am 20.03. als icht an das Tribunal erwachsen" zurück, da die Appellation an das Obergericht des Rates hätte gehen müssen. Am 26.03. bittet Kl. erneut um Annahme der Querulation, da er das Obergericht für parteiisch hält. Das Tribunal weist ihn am 02.05.1733 an, trotzdem dort zunächst die Appellation einzubringen und gegebenenfalls gegen das dort ergangene Urteil vor dem Tribunal zu appellieren.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1732 2. Tribunal 1733
Prozessbeilagen: (7) durch Notar Simon Croll aufgenommene Appellation vom 14.01.1733; Ratsgerichtsurteil vom 10.01.1733
Beklagter: Niedergericht zu Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A)
Fallbeschreibung: Kl. hat mit anderen Adligen im Frühjahr 1732 den Wismarer Ratsweinkeller besucht und ist mit dem dortigen Küper in Streit geraten. Das Niedergericht hat sie daraufhin am 22.12. zu 300 Rtlr Strafe verurteilt. Am 31.12. queruliert Kl. dagegen an das Tribunal. Am 01.01. besucht er erneut mit Freunden den Weinkeller. Als er beginnt zu randalieren, läßt ihn der Küper von der Wache ermahnen und beschwert sich am 02.01. beim Niedergericht über Kl., das diesen verhaften lassen will. Als Kl. flieht, beschlagnahmt der Rat seine Kutsche mit 2 Pferden. Dagegen queruliert Kl. ebenfalls vor dem Tribunal. Dieses weist den Fall am 20.03. als icht an das Tribunal erwachsen" zurück, da die Appellation an das Obergericht des Rates hätte gehen müssen. Am 26.03. bittet Kl. erneut um Annahme der Querulation, da er das Obergericht für parteiisch hält. Das Tribunal weist ihn am 02.05.1733 an, trotzdem dort zunächst die Appellation einzubringen und gegebenenfalls gegen das dort ergangene Urteil vor dem Tribunal zu appellieren.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1732 2. Tribunal 1733
Prozessbeilagen: (7) durch Notar Simon Croll aufgenommene Appellation vom 14.01.1733; Ratsgerichtsurteil vom 10.01.1733
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:28 AM CET